Bild folgtKI-generierte IllustrationBromus squarrosus
Auch bekannt als: Bromus squarrosus
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Arten
interagieren
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Interaktionen
dokumentiert
Mit ihren ausladenden, fast rechtwinklig abstehenden Ährchen fällt die Sparrige Trespe (Bromus squarrosus) sofort auf. In deinem Garten sorgt dieses zierliche Süßgras für Struktur und Natürlichkeit, besonders an sonnigen, eher trockenen Plätzen. Es ist eine wichtige Futterquelle für verschiedene Schmetterlinge wie den Gelbwürfeligen Dickkopffalter (Carterocephalus palaemon) oder den Spiegelfleck-Dickkopffalter (Heteropterus morpheus). Wenn du einen ökologisch wertvollen Saum gestalten möchtest, ist dieses Gras eine hervorragende Wahl. Du wirst sehen, wie die filigranen Halme im Wind spielen und das Beet auflockern.
Strukturgeber für Sonnenplätze und Lebensraum für sieben Dickkopffalterarten.
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Dieses Gras ist ein wichtiger Baustein im Ökosystem, da es als Futterpflanze für Schmetterlinge dient. Nach aktuellen Bestäubungsdaten profitieren Arten wie der Schwarzfleckige Golddickkopffalter (Carterocephalus silvicola) und der Rostfarbige Dickkopffalter (Ochlodes sylvanus) von ihr. Auch Wanderfalter wie der Dickkopffalter Pelopidas thrax können an ihr beobachtet werden. Während der Samenreife im Spätsommer bieten die Ährchen zudem Nahrung für körnerfressende Vögel. Da sie eine Arbuskuläre Mykorrhiza (AM, eine Lebensgemeinschaft zwischen Wurzeln und Pilzen) eingeht, verbessert sie langfristig die Bodenstruktur in deinem Garten.
Die Sparrige Trespe ist grundsätzlich ungiftig, gilt jedoch als nicht uneingeschränkt kindersicher. Das liegt an den langen, rauen Grannen (Samenanhängsel), die beim Spielen in die Haut pieksen oder bei Haustieren im Fell hängen bleiben können. Eine Verwechslungsgefahr mit giftigen Arten besteht bei genauer Betrachtung der charakteristischen, rechtwinklig abstehenden Ährchen nicht.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Trocken
Boden
Mittelzehrer (Normaler Boden)
Blütezeit
Mai – Jun
Bodenreaktion
Basisch / Kalkhold
Bioregion
Continental
Wuchsform
Gras
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.37 m
Der ideale Standort für die Sparrige Trespe ist vollsonnig und eher trocken.
Sie kommt gut mit normalem Gartenboden zurecht, der weder zu nährstoffreich noch zu mager ist.
Pflanze sie am besten im Frühjahr zwischen März und Mai oder im Herbst von September bis November, solange der Boden offen ist.
Achte darauf, dass die Erde gut durchlässig bleibt, da sie keine Staunässe verträgt.
Da sie meist ein- oder zweijährig wächst, solltest du die verblühten Halme erst im Spätwinter schneiden, damit sie sich selbst aussäen kann.
Eine Düngung ist nicht nötig und würde das Gras nur unnatürlich mastig (weich und übermäßig groß) machen.
Du kannst sie einfach über die reifen Samen vermehren, die im Hochsommer ausfallen.
Gute Partnerin: Die Wiesen-Flockenblume (Centaurea jacea) – beide teilen die Vorliebe für sonnige Standorte und bilden zusammen ein schönes Bild aus feinen Halmen und kräftigen Blüten.
Diese Kombination fördert zudem die Artenvielfalt in deinem Beet durch unterschiedliche Blühzeiten.
Die Sparrige Trespe gehört zur Familie der Süßgräser (Poaceae) und zur Gattung der Trespen (Bromus). In Deutschland, Österreich und der Schweiz ist sie weit verbreitet und besiedelt bevorzugt warme, offene Standorte. Typisch für dieses ein- bis zweijährige Gras sind die nach der Blüte weit ausladenden Grannen (borstenartige Fortsätze an den Samen), die der Pflanze ihr namensgebendes sparriges Aussehen verleihen. Sie bildet lockere Horste (büschelartige Wuchsform) und erreicht meist eine Höhe von 20 bis 60 Zentimetern.
39 Arten interagieren mit dieser Pflanze
•Middleton-Welling_2020
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Global Spectrum — Díaz et al. (2016), DOI: 10.1038/nature16489 (CC BY)
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