Bild folgtKI-generierte IllustrationCarlina acaulis subsp. caulescens
Auch bekannt als: Carlina acaulis subsp. caulescens, Stängel-Silberdistel
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Arten
interagieren
22
Interaktionen
dokumentiert
An ihren silbrig-glänzenden Hüllblättern (Blattorgane direkt unter der Blüte), die wie ein Strahlenkranz um den Blütenkorb liegen, lässt sich die Hochstänglige Große Eberwurz sofort erkennen. Diese Pflanze ist ein Juwel für deinen Garten, wenn du trockene und nährstoffarme Bereiche ökologisch aufwerten möchtest. Besonders Scheckenfalter wie der Flockenblumen-Scheckenfalter (Melitaea phoebe) finden hier eine wichtige Futterquelle. Mit ihrer archaischen Form bringt sie alpine Wildnis direkt zu dir nach Hause. Du wirst staunen, wie sie bei feuchter Witterung ihre Blüten schließt – ein echtes Natur-Barometer für deinen Garten.
Ein silbernes Sonnenrad, das seltenen Scheckenfaltern wertvolle Nahrung bietet.
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Nach aktuellen Bestäubungsdaten ist diese Pflanze ein Magnet für spezialisierte Insekten. Besonders der Flockenblumen-Scheckenfalter (Melitaea phoebe) und der Gebirgs-Scheckenfalter (Melitaea varia) nutzen das reiche Angebot. Auch Wildbienen wie die Gewöhnliche Furchenbiene (Lasioglossum calceatum) und die Veränderliche Hummel (Bombus humilis) fliegen die Blüten regelmäßig an. Die leichten Samen (Diasporen) werden im Spätherbst durch den Wind verbreitet und dienen kleinen Vögeln als Energiereserve. Durch ihre späte Blüte bis in den September hinein schließt sie eine wichtige Versorgungslücke im Gartenjahr.
Die Pflanze gilt als nicht kindersicher, was vor allem an ihren dornig bewehrten Blättern liegt, die zu schmerzhaften Stichen führen können. Sie ist jedoch nicht giftig. Ein vorsichtiger Umgang bei der Gartenarbeit, idealerweise mit Handschuhen, ist aufgrund der mechanischen Verletzungsgefahr durch die harten Blattdornen ratsam.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Frisch (Mäßig feucht)
Boden
—
Blütezeit
Jun – Sep
Bioregion
Continental
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.142 m
Morphologische Merkmale: TRY ID3 (CC BY 3.0) & TRY ID81 (CC BY)
Wähle einen vollsonnigen Platz (Lichtzahl 9), da die Eberwurz als ausgesprochene Sonnenanbeterin gilt.
Der Boden sollte mager und nährstoffarm sein (Schwachzehrer); vermeide jede Düngung am Standort.
Achte auf eine frische bis mäßig feuchte Bodenbeschaffenheit (Feuchte 4), wobei Staunässe unbedingt zu verhindern ist.
Die Pflanzzeit liegt idealerweise im Frühling (März bis Mai) oder im Herbst (September bis November), solange der Boden offen ist.
Die Pflanze erreicht eine Wuchshöhe von genau 0.14 m und benötigt daher Nachbarn, die sie nicht überwuchern.
Da sie eine AM-Mykorrhiza (Symbiose mit Bodenpilzen) eingeht, fördert ein Verzicht auf Pestizide ihre Vitalität.
Lasse die verblühten Köpfe über den Winter stehen, um den natürlichen Zyklus zu erhalten.
Gute Partnerin: Die Heidenelke (Dianthus deltoides) – sie teilt den Wunsch nach Sonne und mageren Böden und ergänzt das Silber der Eberwurz farblich wunderbar.
Die Hochstänglige Große Eberwurz (Carlina acaulis subsp. caulescens) gehört zur Familie der Korbblütler (Asteraceae). Sie ist in den Bergregionen Deutschlands und der Schweiz heimisch und besiedelt bevorzugt Xerothermrasen (trockene, warme Magerwiesen). Während die bekanntere Stammform fast stängellos am Boden bleibt, bildet diese Unterart einen kurzen Stiel aus. Typisch sind die dornig gezähnten Blätter und der große Blütenkorb, dessen silberne Schauapparate eigentlich umgewandelte Blattstrukturen sind. In der Roten Liste wird sie auf der Vorwarnliste (V) geführt.
18 Arten interagieren mit dieser Pflanze
•Interaktionsdaten via GloBI (CC-BY 4.0)
•Middleton-Welling_2020
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•TRY Categorical Traits (ID3) — Kattge et al. (2012), DOI: 10.17871/TRY.3 (CC BY 3.0)
•TRY Global Spectrum (ID81) — Díaz et al. (2016/2021), DOI: 10.17871/TRY.81 (CC BY)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
Alle Daten sind CC BY 4.0, CC0 oder kompatibel lizenziert. Namensnennung gemäß Lizenzbedingungen. Vollständige Quellenübersicht →