Bild folgtKI-generierte IllustrationCarlina vulgaris subsp. longifolia
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Arten
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Interaktionen
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Auffällig sind bei der Langblättrigen Eberwurz die silbrig-strohigen Hüllblätter, die wie ein strahlender Kranz die inneren Röhrenblüten umgeben. Diese heimische Wildpflanze ist ein wahres Überlebenswunder für sonnig-trockene Gartenbereiche und lockt mit ihrem Nektarangebot Schmetterlinge wie den Kleinen Fuchs (Aglais urticae) und den Silberfleck-Bläuling (Hesperia comma) an. In deinem Garten übernimmt sie eine wichtige Rolle als spätsommerliche Futterquelle. Da sie auch im verblühten Zustand ihre Form behält, setzt sie reizvolle Akzente bis in den Winter hinein. Wenn du einen kargen Standort hast, ist sie genau die richtige Wahl für dich.
Silberner Glanz für karge Ecken: 0,29 m geballte Naturkraft für Schmetterlinge.
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Nach aktuellen Bestäubungsdaten ist diese Art ein Magnet für Tagfalter. Besonders der Ockerbindige Samtfalter (Hipparchia semele) und der Kleine Fuchs (Aglais urticae) nutzen sie als wichtige Nektarquelle. Auch der Silberfleck-Bläuling (Hesperia comma) und der Himmelblaue Bläuling (Polyommatus bellargus) zählen zu den regelmäßigen Besuchern. Neben den Schmetterlingen profitiert die Honigbiene (Apis mellifera). Die Ausbreitung erfolgt über den Wind, da die Samen ein sehr geringes Diasporengewicht (Samengewicht) von 1,4433 mg aufweisen. Im Winter dienen die stehengelassenen Samenstände zudem als natürliche Futterquelle für verschiedene Vogelarten.
Die Langblättrige Eberwurz gilt als nicht kindersicher. Dies liegt an ihren dornig gezähnten Blättern, die zu unangenehmen Pieksern führen können. Eine Giftigkeit ist nicht bekannt, dennoch ist die Pflanze aufgrund ihrer mechanischen Abwehr eher für Gartenbereiche geeignet, in denen nicht direkt gespielt wird.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Trocken
Boden
Schwachzehrer (Magerer Boden)
Blütezeit
—
Bodenreaktion
Basisch / Kalkhold
Bioregion
Continental
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.295 m
Morphologische Merkmale: TRY ID3 (CC BY 3.0) & TRY ID81 (CC BY)
Standort: Wähle einen vollsonnigen Platz (Ellenberg Licht 7), an dem die Pflanze viel Wärme bekommt.
Boden: Der Untergrund muss mager sein (Schwachzehrer). Verzichte komplett auf Dünger, da sie sonst ihre Standfestigkeit verliert.
Feuchtigkeit: Setze sie auf trockenen Boden (Ellenberg Feuchte 3). Staunässe wird nicht vertragen.
Kalkgehalt: Ein kalkhaltiger oder basischer Boden (Ellenberg Reaktion 7) ist ideal für eine gesunde Entwicklung.
Pflanzzeit: Die beste Zeit für die Pflanzung ist das Frühjahr (April bis Mai) oder der frühe Herbst.
Wuchshöhe: Plane für die ausgewachsene Pflanze genau 0,29 m Höhe ein.
Pflege: Die Eberwurz ist sehr pflegeleicht. Ein Rückschnitt sollte erst im Frühjahr erfolgen, damit Insekten in den Stängeln überwintern können.
Pflanzpartner: Gute Nachbarin ist die Gewöhnliche Schafgarbe (Achillea millefolium) – sie teilt die Vorliebe für magere, sonnige Standorte und ergänzt das Wildpflanzenbeet ökologisch sinnvoll.
Die Langblättrige Eberwurz (Carlina vulgaris subsp. longifolia) gehört zur Familie der Korbblütler (Asteraceae). Sie ist in Deutschland heimisch und besiedelt natürlicherweise Xerothermrasen (trockene, warme Magerwiesen). Mit einer fixen Wuchshöhe von 0,29 m bleibt dieses Kraut recht kompakt. Eine botanische Besonderheit ist ihre Anpassung an nährstoffarme Böden durch eine AM-Mykorrhiza (Symbiose zwischen Pilz und Wurzel), die ihr hilft, Wasser und Mineralstoffe effizienter aufzunehmen. Ihre Blätter sind breitblättrig und dornig bewehrt, was sie vor Verbiss schützt.
22 Arten interagieren mit dieser Pflanze
•Interaktionsdaten via GloBI (CC-BY 4.0)
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•TRY Categorical Traits (ID3) — Kattge et al. (2012), DOI: 10.17871/TRY.3 (CC BY 3.0)
•TRY Global Spectrum (ID81) — Díaz et al. (2016/2021), DOI: 10.17871/TRY.81 (CC BY)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
Alle Daten sind CC BY 4.0, CC0 oder kompatibel lizenziert. Namensnennung gemäß Lizenzbedingungen. Vollständige Quellenübersicht →