Bild folgtKI-generierte IllustrationCatapodium rigidum
Auch bekannt als: Catapodium rigidum, Gemeines Steifgras
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Arten
interagieren
44
Interaktionen
dokumentiert
An den starren, fast geometrisch wirkenden Ähren lässt sich das Steifgras sofort erkennen. Dieses einjährige Süßgras bringt Struktur in die magersten Ecken deines Gartens, in denen kaum eine andere Pflanze überlebt. Es ist ein wichtiger Lebensraum für spezialisierte Falter wie den Spiegelfleck-Dickkopffalter (Heteropterus morpheus) oder den Gelbwürfeligen Dickkopffalter (Carterocephalus palaemon). Auch wenn es unscheinbar wirkt, unterstützt du damit gezielt die Artenvielfalt auf kargen, trockenen Flächen. Probier es doch mal an einer sonnigen Pflasterfuge oder im Steingarten aus.
Strukturwunder für Magerrasen: Ein Paradies für seltene Dickkopffalter.
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Nach aktuellen Bestäubungsdaten ist das Steifgras eine wertvolle Futterquelle für verschiedene Dickkopffalter. Besonders der Spiegelfleck-Dickkopffalter (Heteropterus morpheus) und der Schwarzfleckige Golddickkopffalter (Carterocephalus silvicola) nutzen dieses Gras. Auch seltenere Arten wie der Braun-Dickkopffalter (Pelopidas thrax) oder der Gegenes-Dickkopffalter (Gegenes nostrodamus) profitieren von seinem Vorkommen. Durch die Verbindung mit AM-Mykorrhiza (einer Symbiose mit Wurzelpilzen) hilft die Pflanze zudem, die Bodenbiologie auf kargen Flächen stabil zu halten. Im Winter bieten die starren Halme Schutz für überwinternde Kleinstlebewesen.
Das Steifgras wird als nicht kindersicher eingestuft, da die Halme und Ähren sehr starr und borstig sind. Es besteht keine Verwechslungsgefahr mit giftigen Arten, aber die scharfen Kanten der trockenen Halme können bei unvorsichtigem Kontakt leichte Hautirritationen oder kleine Kratzer verursachen. Die Pflanze selbst enthält keine Giftstoffe.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Trocken
Boden
Schwachzehrer (Magerer Boden)
Blütezeit
Mai – Sep
Bodenreaktion
Basisch / Kalkhold
Bioregion
Continental
Wuchsform
Gras
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.09 m
Standort: Wähle einen vollsonnigen Platz in deinem Garten. Das Gras liebt Trockenheit und verträgt Hitze hervorragend.
Boden: Es muss ein Schwachzehrer-Standort sein, also extrem magerer, durchlässiger Boden ohne Humuszugabe.
Pflanzzeit: Setze die Jungpflanzen von März bis Mai oder im Herbst von September bis November, solange der Boden offen ist.
Pflege: Da es einjährig ist, ist kein Rückschnitt nötig. Lass die Halme über den Winter als Strukturgeber stehen.
Vermehrung: Das Gras versamt sich an passenden, offenen Bodenstellen zuverlässig von selbst.
Begleitpflanzen: Der Scharfe Mauerpfeffer (Sedum acre) ist eine ideale Partnerin. Beide teilen die Vorliebe für extrem trockene, nährstoffarme Standorte und ergänzen sich optisch hervorragend.
Düngung: Verzichte komplett auf Dünger, da das Steifgras sonst schnell von wüchsigeren Arten verdrängt wird.
Das Steifgras (Catapodium rigidum) gehört zur Familie der Süßgräser (Poaceae) und zur Ordnung der Süßgrasartigen (Poales). Ursprünglich im Mittelmeerraum beheimatet, hat es sich als Neophyt (gebietsfremde Pflanze, die nach 1492 eingeführt wurde) auch in den Wärmeinseln Deutschlands, Österreichs und der Schweiz etabliert. Typisch ist der steife, oft rötlich überlaufene Halm, der selbst nach der Reife im Spätsommer kaum umknickt. Es besiedelt bevorzugt Xerothermrasen (trockene, warme Magerwiesen) und Mauerkronen, wo es mit extrem wenig Nährstoffen auskommt.
38 Arten interagieren mit dieser Pflanze
•Middleton-Welling_2020
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Global Spectrum — Díaz et al. (2016), DOI: 10.1038/nature16489 (CC BY)
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