
Chaerophyllum aureum
Auch bekannt als: Goldfrüchtiger Kälberkropf
14
Arten
interagieren
25
Interaktionen
dokumentiert
Typisch für den Gold-Kälberkropf sind seine oft goldgelb überlaufenen Stängel und die fein zerteilten Blätter, die ihm eine filigrane Struktur verleihen. Als Starkzehrer (Pflanze mit hohem Stickstoffbedarf) ist er ein wichtiger Zeiger für nährstoffreiche Böden und eine Bereicherung für naturnahe Gärten. Besonders Insekten wie der Gemeine Schmalbock (Stictoleptura rubra) und die Erdhummel (Bombus terrestris) profitieren von seinen weißen Doldenblüten. Er ist die ideale Wahl, wenn du eine robuste, heimische Staude für halbschattige Plätze suchst. Mit dieser Pflanze unterstützt du aktiv die lokale Artenvielfalt in deinem Garten.
Strukturgeber im Halbschatten: Ein Magnet für Käfer und nützliche Ameisen.
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Nach aktuellen Beobachtungsdaten ist der Gold-Kälberkropf ein wichtiger Lebensraum für verschiedene Ameisenarten, darunter die Schwarzgraue Wegameise (Lasius niger), die Rote Gartenameise (Myrmica rubra) und die Rasenameise (Tetramorium caespitum). Auch Käfer wie der Gemeine Schmalbock (Stictoleptura rubra) werden regelmäßig auf den Blüten gesichtet. Unter den Fluginsekten nutzt die Erdhummel (Bombus terrestris) die Pflanze als Nahrungsquelle. Die Samen sind mit 9.7282 mg vergleichsweise schwer, was zu einer Ausbreitung über kurze Distanzen führt und oft durch am Boden lebende Tiere unterstützt wird. So trägt die Pflanze zur Vernetzung kleiner Lebensräume im Garten bei.
Der Gold-Kälberkropf wird als nicht kindersicher eingestuft. Da er zu den Doldenblütlern gehört, besteht für Laien eine Verwechslungsgefahr mit anderen, teilweise giftigen Vertretern dieser Familie. Im Falle eines versehentlichen Verzehrs oder bei Unsicherheiten kontaktiere bitte umgehend den Giftnotruf unter der Nummer 0228 19 240.
Licht
Halbschatten
Feuchtigkeit
Frisch (Mäßig feucht)
Boden
Starkzehrer (Nährstoffreicher/Fetter Boden)
Blütezeit
Jul – Jul
Bodenreaktion
Basisch / Kalkhold
Bioregion
Continental
Nektarwert
3
Pollenwert
3
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.656 m
Morphologische Merkmale: TRY ID3 (CC BY 3.0) & TRY ID81 (CC BY)
Standort: Wähle einen Platz im Halbschatten, da die Pflanze direkte Mittagssonne meidet.
Boden: Der Untergrund sollte mäßig feucht (frisch) und sehr nährstoffreich sein; die Pflanze ist ein Starkzehrer.
Kalkgehalt: Ein kalkhaltiger oder basischer Boden ist für eine gesunde Entwicklung ideal.
Pflanzzeit: Setze junge Pflanzen im Frühjahr (März bis Mai) oder im Herbst (September bis November) in die Erde.
Bodenvorbereitung: Mische bei der Pflanzung reifen Kompost unter, um den hohen Nährstoffbedarf zu decken.
Pflege: Lasse die Stängel über den Winter stehen, damit die schweren Samen (Diasporen) natürlich abfallen können.
Wuchshöhe: Plane ausreichend Platz für eine Höhe von exakt 0.66 m ein.
Gute Partnerin: Die Echte Nelkenwurz (Geum urbanum) – sie hat ähnliche Ansprüche an Boden und Licht und bildet einen schönen, bodennahen Kontrast.
Der Gold-Kälberkropf (Chaerophyllum aureum) gehört zur Familie der Doldenblütler (Apiaceae) und ist in Deutschland, Österreich und der Schweiz heimisch. Sein natürlicher Lebensraum umfasst nährstoffreiche Staudenfluren und Waldränder, oft auf kalkhaltigem (basischem) Untergrund. Die krautige, nicht verholzende Pflanze erreicht eine Wuchshöhe von genau 0.66 m. Charakteristisch sind die breitblättrigen, mehrfach gefiederten Blätter und die typische Doldenform der Blütenstände, die im Hochsommer erscheinen.
2 Videos zu Gold-Kälberkropf


7 Arten interagieren mit dieser Pflanze
7 weitere Arten besuchen die Blüten
•EuPPollNet (Zenodo 10.5281/zenodo.14747448)
•Interaktionsdaten via GloBI (CC-BY 4.0)
•Baden-Böhm F, App M, Thiele J (2022) — The FloRes Database: A floral resources trait database for pollinator habitat-assessment generated by a multistep workflow. Johann Heinrich von Thünen-Institut, Dryad, DOI: 10.5061/dryad.djh9w0w29 (CC0)
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•EuPPollNet — Kuppler et al. (2025), DOI: 10.1111/geb.70000 (CC BY 4.0)
•Database of Pollinator Interactions (DoPI) — Pocock et al. (2022), DOI: 10.1002/ecy.3801 (CC BY)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•TRY Categorical Traits (ID3) — Kattge et al. (2012), DOI: 10.17871/TRY.3 (CC BY 3.0)
•TRY Global Spectrum (ID81) — Díaz et al. (2016/2021), DOI: 10.17871/TRY.81 (CC BY)
•Checklist Alien Plants Belgium — Verloove F (2023), Botanic Garden Meise (CC BY 4.0)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
•Foto: © Adobe Stock / AdobeStock_1225006360
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