
Comarum palustre
Auch bekannt als: Comarum palustre
44
Arten
interagieren
46
Interaktionen
dokumentiert
3
Wirtsbeziehungen
Arten
Auffällig sind die sternförmigen, tief dunkelroten Blüten, die dem Blutauge seinen einprägsamen Namen gegeben haben. Diese Pflanze ist ein wahrer Sumpf-Spezialist und unverzichtbar, wenn du feuchte Stellen oder einen Teichrand ökologisch aufwerten möchtest. Sie dient als wichtige Raupenfutterpflanze für den Purpurstreifen-Zwergspanner und das Kleine Nachtpfauenauge. Auch seltene Schmetterlinge wie der Rote Würfel-Dickkopffalter (Spialia sertorius) finden hier wertvolle Nahrung. Wenn du eine nasse Senke im Garten hast, in der sonst kaum etwas gedeiht, ist das Blutauge genau die richtige Wahl für dich.
Spezialistin für den Sumpf: Überlebenswichtig für das Kleine Nachtpfauenauge.
Klicken hebt Verbindungen hervor · Nochmals klicken öffnet die Artenseite
Netzwerk wird geladen...
Das Blutauge ist eine ökologische Schlüsselspezies für feuchte Biotope. Nach aktuellen Bestäubungsdaten profitieren Schmetterlinge wie der Kleine Feuerfalter (Lycaena phlaeas) und der Kleine Fuchs (Aglais urticae) von den Blüten. Besonders wertvoll ist sie als Raupenfutter für spezialisierte Nachtfalter wie das Kleine Nachtpfauenauge. Auch die Aschgraue Sandbiene (Andrena cineraria) und der Heller Erdhummel-Komplex (Bombus terrestris agg.) suchen die Pflanze regelmäßig auf. Die winzigen, nur 0.4222 mg schweren Samen dienen im Winter als Nahrungsgrundlage und werden durch den Wind weitflächig im Garten verteilt.
In der Datenbank ist das Blutauge als nicht kindersicher eingestuft. Auch wenn keine schwere Giftigkeit bekannt ist, sollten Teile der Pflanze nicht verzehrt werden. Falls Kinder oder Haustiere größere Mengen aufgenommen haben und Symptome zeigen, ist der Giftnotruf unter 0228 19 240 erreichbar. Ein vorsichtiger Umgang bei der Standortwahl im Familiengarten ist ratsam.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Feucht
Boden
Schwachzehrer (Magerer Boden)
Blütezeit
Jun – Jul
Bodenreaktion
Sauer (Säurezeiger)
Bioregion
Continental
Nektarwert
1
Pollenwert
1
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.371 m
Morphologische Merkmale: TRY ID3 (CC BY 3.0) & TRY ID81 (CC BY)
Lichtbedarf: Wähle einen vollsonnigen Standort (Ellenberg Lichtwert 8), damit sich die dunklen Blüten kräftig ausfärben.
Bodenfeuchte: Der Boden muss dauerhaft nass sein (Feuchtewert 10); ideal ist der schlammige Rand eines Gartenteiches.
Nährstoffe: Als Schwachzehrer (Magerzehrer) benötigt die Pflanze einen nährstoffarmen Boden; vermeide daher Düngergaben.
Pflanzzeit: Setze junge Pflanzen im Frühling (März bis Mai) oder im Herbst (September bis November) in die Schlammzone.
Wuchshöhe: Beachte bei der Planung die Endhöhe von 0.37 m.
Pflege: Ein Rückschnitt ist nicht notwendig. Lass die vertrockneten Triebe über Winter stehen, um Insekten Schutz zu bieten.
Vermehrung: Die Pflanze breitet sich über ihre leichten Samen (Windausbreitung) und Ausläufer von selbst aus.
Pflanzpartner: Die Sumpf-Dotterblume (Caltha palustris) ist eine hervorragende Partnerin, da sie die gleichen nassen Bedingungen liebt und mit ihren gelben Blüten einen tollen Kontrast zum dunklen Blutauge bildet.
Das Blutauge (Comarum palustre) gehört zur Familie der Rosengewächse (Rosaceae) und ist in Deutschland und Österreich heimisch. Sein natürlicher Lebensraum sind Moore, Sumpfwiesen und Verlandungszonen, also Übergangsbereiche vom Wasser zum Land. Die Pflanze ist als Krautige Pflanze (nicht verholzende Pflanze) eingestuft und bildet kriechende Ausläufer, mit denen sie den Boden festigt. Mit einer Wuchshöhe von exakt 0.37 m bleibt sie eher niedrig und fügt sich harmonisch in die Ufervegetation ein.
40 Arten interagieren mit dieser Pflanze
3 Arten nutzen diese Pflanze als Wirt
1 weitere Arten besuchen die Blüten
•EuPPollNet (Zenodo 10.5281/zenodo.14747448)
•Interaktionsdaten via GloBI (CC-BY 4.0)
•Cook et al. (2025) UK Butterfly & Moth Traits (DOI: 10.5285/dbc7cc17-cbbd-49dd-bab4-8e8855768d66)
•Middleton-Welling_2020
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•EuPPollNet — Kuppler et al. (2025), DOI: 10.1111/geb.70000 (CC BY 4.0)
•Database of Pollinator Interactions (DoPI) — Pocock et al. (2022), DOI: 10.1002/ecy.3801 (CC BY)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•TRY Categorical Traits (ID3) — Kattge et al. (2012), DOI: 10.17871/TRY.3 (CC BY 3.0)
•TRY Global Spectrum (ID81) — Díaz et al. (2016/2021), DOI: 10.17871/TRY.81 (CC BY)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
•Foto: © Adobe Stock / AdobeStock_3739827
Alle Daten sind CC BY 4.0, CC0 oder kompatibel lizenziert. Namensnennung gemäß Lizenzbedingungen. Vollständige Quellenübersicht →