Bild folgtKI-generierte IllustrationCrepis paludosa
Auch bekannt als: Hieracium paludosum
31
Arten
interagieren
51
Interaktionen
dokumentiert
Wer den Sumpf-Pippau (Crepis paludosa) einmal gesehen hat, vergisst ihn nicht: Die leuchtend gelben Korbblüten thronen auf aufrechten Stängeln über Blättern, die den Stängel mit ihrem herzförmigen Grund umschließen. In deinem Garten ist er eine wertvolle Bereicherung für feuchtere, halbschattige Bereiche, die oft schwierig zu bepflanzen sind. Besonders Falter wie der Braune Waldvogel (Aphantopus hyperantus) oder der Gemeine Scheckenfalter (Melitaea cinxia) steuern die Blüten gezielt an. Auch die Wiesenhummel (Bombus pratorum) findet hier reichlich Nahrung. Mit dieser Wahl machst du alles richtig, um die Artenvielfalt in deinem grünen Refugium zu fördern.
Gelbe Blüteninsel im Halbschatten: Ein Magnet für Scheckenfalter und Hummeln.
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Diese Pflanze ist eine wichtige Nektarquelle für verschiedene Tagfalter wie den Braunen Waldvogel (Aphantopus hyperantus) und diverse Moorfalter (Erebia). Auch der Gemeine Scheckenfalter (Melitaea cinxia) nutzt das Angebot während der langen Blühphase von Juni bis September intensiv. Neben Schmetterlingen profitiert die Wiesenhummel (Bombus pratorum) von den gelben Blütenköpfen. Auch Käfer wie der Glanzkäfer (Brassicogethes aeneus) sind regelmäßig an den Blüten zu finden. Im Winter bieten die vertrockneten Fruchtstände wertvolle Samen für heimische Vögel, die in der kalten Jahreszeit nach Nahrung suchen.
Die Pflanze ist nicht als kindersicher eingestuft. Wie viele Korbblütler enthält sie einen weißen Milchsaft (Pflanzensaft), der bei Kontakt mit empfindlicher Haut Reizungen hervorrufen kann. Ein Verzehr der Pflanzenteile ist nicht ratsam. Es besteht eine gewisse Verwechslungsgefahr mit anderen Pippau-Arten oder Habichtskräutern (Hieracium), die jedoch meist ähnliche, harmlose Eigenschaften besitzen.
Licht
Halbschatten
Feuchtigkeit
Frisch (Mäßig feucht)
Boden
Mittelzehrer (Normaler Boden)
Blütezeit
Jun – Sep
Bodenreaktion
Basisch / Kalkhold
Bioregion
Continental
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.55 m
Standorte im Halbschatten sind für den Sumpf-Pippau ideal.
Der Boden sollte frisch sein, was bedeutet, dass er eine gleichmäßige Feuchtigkeit aufweist und nie ganz austrocknen darf.
Als Mittelzehrer (Pflanze mit mäßigem Nährstoffbedarf) kommt er in normalem Gartenboden ohne zusätzliche Düngergaben bestens zurecht.
Du kannst die Pflanze im Frühjahr von März bis Mai oder im Herbst von September bis November setzen.
Achte beim Einpflanzen darauf, dass der Boden gut wasseraufnahmefähig bleibt.
Ein Rückschnitt im Herbst ist nicht erforderlich; lass die Stängel über den Winter stehen.
Die Vermehrung erfolgt unkompliziert über die reifen Flugsamen, die sich im Wind verteilen.
Eine gute Partnerin ist die Bach-Nelkenwurz (Geum rivale).
Beide Arten teilen sich ähnliche Ansprüche an die Bodenfeuchte und ergänzen sich optisch hervorragend an Teichrändern oder Gehölzsäumen.
So schaffst du eine stabile Pflanzengesellschaft, die kaum Pflegeaufwand benötigt.
Der Sumpf-Pippau (Crepis paludosa) gehört zur Familie der Korbblütler (Asteraceae) und ist in Deutschland, Österreich sowie der Schweiz heimisch. Er besiedelt vorrangig feuchte Wälder, Bachufer und Sumpfwiesen. Ein typisches Merkmal sind die stängelumfassenden Blätter und der gelblich-braune Haarkranz (Pappus) an den Samen, der bei der Windverbreitung hilft. Im Gegensatz zu vielen Verwandten, die trockene Standorte bevorzugen, liebt diese Art kühle, gleichmäßig feuchte Lagen und gilt in der Natur als verlässlicher Anzeiger für Sickerwasser.
3 Videos zu Sumpf-Pippau



21 Arten interagieren mit dieser Pflanze
10 weitere Arten besuchen die Blüten
•EuPPollNet (Zenodo 10.5281/zenodo.14747448)
•DoPI - Database of Pollinator Interactions (UK)
•Interaktionsdaten via GloBI (CC-BY 4.0)
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Global Spectrum — Díaz et al. (2016), DOI: 10.1038/nature16489 (CC BY)
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