Bild folgtKI-generierte IllustrationDeschampsia cespitosa subsp. cespitosa
Auch bekannt als: Deschampsia cespitosa subsp. cespitosa
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Arten
interagieren
46
Interaktionen
dokumentiert
Mit ihren grazilen, silbrig-glänzenden Blütenrispen, die wie ein feiner Nebelschleier über dem dichten, grünen Blatthorst schweben, fällt die Rasen-Schmiele sofort auf. In deinem Naturgarten ist dieses heimische Gras ein unverzichtbarer Baustein für die Artenvielfalt, da es als wichtige Kinderstube für spezialisierte Falter dient. Besonders die Raupen des Gelbwürfeligen Dickkopffalters (Carterocephalus palaemon) und des Rostfarbigen Dickkopffalters (Ochlodes sylvanus) sind auf die Blätter angewiesen. Wenn du ein Auge für subtile Schönheit und ökologische Zusammenhänge hast, wirst du an diesem robusten Gras viel Freude haben. Es ist die perfekte Wahl, um halbschattige Gartenbereiche lebendig zu gestalten.
Grazil im Wind und Kinderstube für seltene Dickkopffalter.
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Nach aktuellen Bestäubungsdaten ist dieses Gras ein Magnet für zahlreiche Falterarten. Für den Spiegelfleck-Dickkopffalter (Heteropterus morpheus) und den Gelbwürfeligen Dickkopffalter (Carterocephalus palaemon) stellt die Pflanze eine lebenswichtige Nahrungsgrundlage dar. Auch seltenere Arten wie der Schwarzfleckige Golddickkopffalter (Carterocephalus silvicola) oder Pelopidas thrax profitieren von ihrem Vorkommen. Da die Halme über den Winter stehen bleiben, dienen sie zudem als wichtiges Überwinterungsquartier für Insektenlarven. Im Spätherbst und Winter finden Vögel in den feinen Samen eine wertvolle Energiequelle, wenn andere Nahrungsressourcen bereits knapp werden.
Auffällig ist bei der Rasen-Schmiele, dass sie als nicht kindersicher eingestuft wird. Das liegt an den scharfen Kieselsäure-Einlagerungen in den Blatträndern, an denen man sich bei unvorsichtigem Greifen leicht schneiden kann. Die Pflanze selbst ist jedoch ungiftig und es besteht keine Verwechslungsgefahr mit giftigen Doppelgängern.
Licht
Halbschatten
Feuchtigkeit
Frisch (Mäßig feucht)
Boden
Mittelzehrer (Normaler Boden)
Blütezeit
—
Bodenreaktion
Mäßig sauer bis neutral
Wuchsform
Gras
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.62 m
Standort: Am wohlsten fühlt sie sich im Halbschatten, kommt aber bei ausreichend Bodenfeuchte auch in der Sonne zurecht.
Boden: Ideal ist ein frischer Boden, was bedeutet, dass die Erde mäßig feucht sein sollte und nie ganz austrocknet. Sie gilt als Mittelzehrer und bevorzugt normalen Gartenboden ohne übermäßige Düngung.
Pflanzzeit: Du kannst sie im Frühjahr von März bis Mai oder im Herbst von September bis November setzen, solange der Boden frostfrei ist.
Pflege: Ein Rückschnitt ist erst im späten Winter nötig, damit die Halme im Frost Schutz und Struktur bieten. Eine Vermehrung erfolgt unkompliziert über die Teilung des Horstes im Frühjahr.
Mykorrhiza: Sie geht eine AM-Verbindung ein, eine arbuskuläre Mykorrhiza (Symbiose mit Bodenpilzen), die ihr hilft, Nährstoffe effizienter aufzunehmen.
Kombinationsempfehlung: Pflanze sie zusammen mit dem Großen Wiesenknopf (Sanguisorba officinalis). Beide teilen die Vorliebe für frische Böden und bilden durch den Kontrast von dunklen Blütenknöpfen und feinen Grashalmen ein ökologisch wertvolles und ästhetisches Duo.
Die Rasen-Schmiele (Deschampsia cespitosa subsp. cespitosa) gehört zur Familie der Süßgräser (Poaceae) und ist in Mitteleuropa weit verbreitet. Sie siedelt sich bevorzugt an Standorten an, die eine gleichmäßige Feuchtigkeit aufweisen, wie etwa auf Waldwiesen oder an Bachrändern. Morphologisch zeichnet sie sich durch einen festen, horstigen Wuchs aus, wobei die Blätter an der Oberseite auffallend rau und scharfkantig sind. Ihre filigranen Rispen (verzweigte Blütenstände) können bis zu einem Meter hoch werden und verleihen der Pflanze eine charakteristische Transparenz im Gegenlicht.
3 Videos zu Rasen-Schmiele



39 Arten interagieren mit dieser Pflanze
•Middleton-Welling_2020
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Global Spectrum — Díaz et al. (2016), DOI: 10.1038/nature16489 (CC BY)
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