
Dictamnus albus
Auch bekannt als: Gemeiner Diptam, Fraxinelle, Diptam
19
Arten
interagieren
145
Interaktionen
dokumentiert
Typisch für Gewöhnlichen Diptam (Dictamnus albus) sind seine imposanten, kerzenartigen Blütenstände mit den charakteristisch geäderten, zartrosa Blüten. Diese seltene Wildpflanze ist ein echtes Highlight für warme Gartenbereiche und bereichert die heimische Natur ungemein. Du erkennst ihn zudem an den dunklen Drüsenpunkten auf den Blättern, die bei Hitze ätherische Öle verströmen, die sogar entflammbar sein können. Mit einer Wuchshöhe von genau 0,78 m bringt er Struktur in sonnige Beete. Da er auf der Roten Liste als gefährdet eingestuft ist, tust du mit seiner Ansiedlung aktiv etwas für den Artenschutz. Schau doch mal, ob du ihm ein kalkhaltiges Plätzchen bieten kannst.
Der brennende Busch: Gefährdete Rarität für sonnige Kalkgärten.
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Nach aktuellen ökologischen Daten blüht der Diptam im Juni und bietet in dieser Zeit eine wichtige Nahrungsquelle für Bestäuber. Die Pflanze bildet relativ schwere Samen mit einem Gewicht von etwa 14,83 mg aus, was eine Kurzdistanz-Ausbreitung begünstigt. Oft werden die Samen durch einen Schleudermechanismus der Kapseln im Garten verteilt. Als Mykorrhiza-Pflanze geht er eine AM (Arbuskuläre Mykorrhizapilze) genannte Symbiose mit Bodenpilzen ein, was die Nährstoffaufnahme verbessert. Durch seine Einstufung in der Roten Liste 3 (gefährdet) ist jedes Exemplar im Garten ein wertvoller Beitrag zum Erhalt dieser indigenen Art. Er fördert die spezialisierte Insektenwelt trockener Standorte, auch wenn spezifische Artenlisten in der aktuellen Datenbasis fehlen.
Die Pflanze ist leicht giftig und enthält Furanocumarine. Bei Kontakt mit der Haut und gleichzeitiger Sonnenbestrahlung kann es zu schweren Hautentzündungen kommen (Phytophotodermatose). Trage bei der Pflege daher unbedingt Handschuhe. Im Notfall kontaktiere den Giftnotruf unter 0228 19 240.
Licht
Halbschatten
Feuchtigkeit
Trocken
Boden
Schwachzehrer (Magerer Boden)
Blütezeit
Jun – Jun
Bodenreaktion
Basisch / Kalkhold
Bioregion
Continental
Nektarwert
5
Pollenwert
5
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.78 m
Morphologische Merkmale: TRY ID3 (CC BY 3.0) & TRY ID81 (CC BY)
Wähle einen Standort im Halbschatten oder in voller Sonne, da die Pflanze sehr wärmeliebend ist.
Der Boden sollte unbedingt trocken sein; Staunässe führt schnell zu Fäulnis.
Als Schwachzehrer benötigt der Diptam einen mageren Boden ohne zusätzliche Düngergaben.
Achte auf eine basische Reaktion (kalkhaltiger Boden); bei sauren Böden solltest du mit etwas Kalk nachhelfen.
Die ideale Pflanzzeit liegt im Frühjahr (März bis Mai) oder im Herbst bis zum ersten Bodenfrost.
Da er eine krautige Pflanze ist, die nicht verholzt, zieht er sich im Winter komplett in den Boden zurück.
Sei geduldig beim Anwachsen, da er aufgrund seiner Wurzelstruktur das Umpflanzen schlecht verträgt.
Gute Partnerin: Die Berg-Aster (Aster amellus) – sie teilt die Vorliebe für kalkhaltige, trockene Standorte und ergänzt das Bild im Spätsommer.
Der Gewöhnliche Diptam (Dictamnus albus) gehört zur Familie der Rautengewächse (Rutaceae) und ist in Deutschland, Österreich und der Schweiz heimisch. Sein natürlicher Lebensraum sind Xerothermrasen (trockene, warme Magerwiesen) und lichte, kalkreiche Wälder. Man erkennt ihn leicht an seinen unpaarig gefiederten Blättern, die entfernt an eine Esche erinnern. Als Indigen (einheimische Art) ist er perfekt an unser Klima angepasst, gilt jedoch nach der Roten Liste als gefährdet. Morphologisch auffällig sind die dunklen Drüsen an Stängeln und Blättern, die reichlich ätherische Öle produzieren.
17 Arten interagieren mit dieser Pflanze
2 weitere Arten besuchen die Blüten
•EuPPollNet (Zenodo 10.5281/zenodo.14747448)
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•EuPPollNet — Kuppler et al. (2025), DOI: 10.1111/geb.70000 (CC BY 4.0)
•Database of Pollinator Interactions (DoPI) — Pocock et al. (2022), DOI: 10.1002/ecy.3801 (CC BY)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•TRY Categorical Traits (ID3) — Kattge et al. (2012), DOI: 10.17871/TRY.3 (CC BY 3.0)
•TRY Global Spectrum (ID81) — Díaz et al. (2016/2021), DOI: 10.17871/TRY.81 (CC BY)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
•Foto: © Adobe Stock / AdobeStock_261094563
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