Bild folgtKI-generierte IllustrationThinopyrum junceum
Auch bekannt als: Binsen-Quecke
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Arten
interagieren
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Interaktionen
dokumentiert
Unverwechselbar ist die Strand-Quecke (Thinopyrum junceum) durch ihre blaugrauen, steifen Blätter, die sich bei Trockenheit fest einrollen, um Verdunstung zu vermeiden. In deinem Naturgarten ist dieses Gras ein wertvoller Baustein für spezialisierte Falter wie den Rostfarbigen Dickkopffalter (Ochlodes sylvanus). Du schaffst mit ihr einen Lebensraum, der in der freien Natur durch Küstenverbauung und Bodenversiegelung immer seltener wird. Wenn du eine robuste Pflanze suchst, die auch mit kargen Böden klarkommt, machst du mit ihr alles richtig.
Robuste Dünen-Spezialistin und wertvolle Heimat für 7 Dickkopffalter-Arten.
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Nach aktuellen Bestäubungsdaten ist die Strand-Quecke eine wichtige Futterpflanze für verschiedene Schmetterlinge. Insbesondere Dickkopffalter wie der Spiegelfleck-Dickkopffalter (Heteropterus morpheus) und der Gelbwürfelige Dickkopffalter (Carterocephalus silvicola) nutzen dieses Gras. Auch der Gelbbunte Dickkopffalter (Carterocephalus palaemon) und der Rostfarbige Dickkopffalter (Ochlodes sylvanus) profitieren von ihrem Vorhandensein. In wärmeren Lagen dient sie Arten wie Pelopidas thrax oder Gegenes nostrodamus als Lebensraum. Während die Blüten windbestäubt sind, werden die Halme oft für die Eiablage genutzt. Die festen Halme bieten zudem im Winter Schutz für viele nützliche Kleintiere.
Bei der Strand-Quecke ist Vorsicht geboten, da sie als nicht kindersicher eingestuft wird. Dies liegt an den scharfkantigen Blättern und festen Halmen, an denen man sich leicht schneiden oder stechen kann. Eine Verwechslungsgefahr mit giftigen Arten besteht jedoch nicht. Die Pflanze selbst ist ungiftig, sollte aber nicht direkt an schmalen Spielwegen gepflanzt werden.
Licht
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Feuchtigkeit
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Boden
—
Blütezeit
Jun – Aug
Die Strand-Quecke liebt es vollsonnig und kommt am besten mit sandigen, sehr durchlässigen Böden zurecht. Da sie eine Spezialistin für Extremstandorte ist, solltest du sie auf keinen Fall düngen.
Pflanze sie bevorzugt von März bis Mai oder im Herbst zwischen September und November.
Achte beim Einsetzen darauf, dass der Boden offen und nicht gefroren ist.
Da sie unterirdische Ausläufer bildet, braucht sie im Beet etwas Platz.
Ein Rückschnitt der alten Halme ist im Spätwinter ratsam, damit die neuen Triebe Platz haben.
Sie geht eine Arbuskuläre Mykorrhiza (AM - eine Lebensgemeinschaft mit Wurzelpilzen zur besseren Nährstoffaufnahme) ein, was sie sehr robust macht.
Gießen ist nach dem Anwachsen kaum noch nötig, da sie hervorragend an Trockenheit angepasst ist.
Die Vermehrung gelingt am einfachsten durch Teilung des Wurzelstocks im zeitigen Frühjahr.
*Gute Partnerin:* Der Gewöhnliche Natternkopf (Echium vulgare) - beide schätzen trockene, sandige Standorte und bieten zusammen eine tolle Struktur sowie Nahrung für Insekten.
Die Strand-Quecke (Thinopyrum junceum) gehört zur Familie der Süßgräser (Poaceae) und zur Gattung der Quecken. In unserer Region ist sie in Österreich heimisch und besiedelt dort natürlicherweise sandige Gebiete. Du erkennst sie an ihren steifen, oft bläulich schimmernden Halmen und den kräftigen unterirdischen Ausläufern. Als Pionierpflanze (eine Art, die neue oder schwierige Lebensräume als Erstes besiedelt) ist sie extrem widerstandsfähig gegen Wind und Trockenheit. Sie wächst in lockeren Horsten (grasige Büschel) und trägt zur Bodenfestigung bei.
3 Videos zu Strand-Quecke



39 Arten interagieren mit dieser Pflanze
•Middleton-Welling_2020
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
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