Bild folgtKI-generierte IllustrationThinopyrum junceiforme
Auch bekannt als: Elytrigia junceiformis
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Arten
interagieren
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Interaktionen
dokumentiert
Unverwechselbar ist die Strand-Quecke durch ihre blaugrün bereiften, recht festen Blätter und die kräftigen, aufrechten Halme. Als Pionierpflanze stabilisiert sie mit ihren Ausläufern lockere Sandböden und bietet spezialisierten Insekten einen wertvollen Lebensraum. Nach aktuellen Bestäubungsdaten profitieren Schmetterlinge wie der Gelbwürfelige Dickkopffalter (Carterocephalus palaemon) oder der Rostfarbige Dickkopffalter (Ochlodes sylvanus) von ihr. Wenn Du eine sonnige, sandige Ecke im Garten hast, gibst Du diesem robusten Küstenbewohner ein wichtiges Refugium. Mit diesem Gras bringst Du ein Stück echte Küstendynamik in Deine Anlage.
Blaugrüner Küstencharme für Sandgärten: Ein Paradies für seltene Dickkopffalter.
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Dieses Gras ist weit mehr als nur ein Bodenfestiger; es dient zahlreichen Faltern als Lebensgrundlage. Nach aktuellen Daten ist sie eine wichtige Futterpflanze für Schmetterlinge wie den Schwarzfleckigen Golddickkopffalter (Carterocephalus silvicola) und den Spiegelfleck-Dickkopffalter (Heteropterus morpheus). Auch der Rostfarbige Dickkopffalter (Ochlodes sylvanus) nutzt sie intensiv. Die Wurzeln gehen eine Arbuskuläre Mykorrhiza (AM) ein, eine Symbiose zwischen Pilz und Wurzel zur besseren Nährstoffaufnahme. Im Winter bieten die stehengelassenen Halme eine Energiequelle durch Samen für heimische Vögel.
Die Strand-Quecke wird als nicht kindersicher eingestuft. Dies liegt an den harten und teils scharfen Kanten der Blätter, die bei unvorsichtigem Kontakt zu oberflächlichen Schnittwunden führen können. Die Pflanze ist jedoch vollkommen ungiftig, sodass keine Gefahr durch Verschlucken für Mensch oder Tier besteht.
Licht
—
Feuchtigkeit
—
Boden
—
Blütezeit
Jun – Aug
Wähle einen Standort in voller Sonne, da die Strand-Quecke sehr lichtbedürftig ist.
Der Boden sollte sandig, gut durchlässig und eher nährstoffarm sein.
Eine Pflanzung ist im Frühjahr von März bis Mai oder im Herbst von September bis November möglich.
Als Küstenpflanze verträgt sie Trockenheit und salzhaltige Winde hervorragend.
Gießen ist nach dem Anwachsen nur bei extremer Dürre notwendig.
Eine Düngung solltest Du vermeiden, um den natürlichen Wuchscharakter zu erhalten.
Die Vermehrung erfolgt unkompliziert über die unterirdischen Kriechtriebe (Rhizome).
Schneide die Halme erst im Spätwinter zurück, damit die Struktur im Winter erhalten bleibt.
Kombinationsempfehlung: Pflanze sie zusammen mit der Stranddistel (Eryngium maritimum).
Diese Partnerwahl ist ökologisch sinnvoll, da beide Arten ähnliche Ansprüche an sandbetonte Standorte haben und zusammen ein authentisches Küstenbiotop bilden.
Die Strand-Quecke gehört zur Familie der Süßgräser (Poaceae) und ist eng mit den heimischen Getreidearten verwandt. Ursprünglich ist sie an den Küsten von Nord- und Ostsee beheimatet, wo sie typischerweise in den Primärdünen (erste Dünenbildung am Strand) wächst. Morphologisch zeichnet sie sich durch ihre enorme Salzverträglichkeit und ein tiefreichendes Wurzelsystem aus. Die Ähren sind deutlich gegliedert, wobei die Ährchen mit der Breitseite zur Halmachse stehen – ein Merkmal, das sie für Dich als Laien von anderen Gräsern unterscheidbar macht.
3 Videos zu Strand-Quecke



39 Arten interagieren mit dieser Pflanze
•Middleton-Welling_2020
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
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