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Euphrasia stricta
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Arten
interagieren
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dokumentiert
Wer den Steifen Augentrost (Euphrasia stricta) einmal gesehen hat, vergisst ihn nicht: Die kleinen, weißlich-violetten Lippenblüten mit dem markanten gelben Fleck leuchten aus kurzen Wiesen hervor. Er ist als Halbschmarotzer (Pflanze, die Wasser und Nährstoffe von Nachbarpflanzen bezieht) ein stiller Helfer im Naturgarten, da er wüchsige Gräser im Zaum hält und so Platz für andere Wildblumen schafft. Mit seiner Blütezeit von Mai bis Oktober bietet er über fünf Monate hinweg eine verlässliche Anlaufstelle im Garten. Du tust der Vielfalt auf deinem Grundstück einen großen Gefallen, wenn du dieser zierlichen Art einen Platz auf einer Magerwiese (nährstoffarme Grasfläche) schenkst. Es ist faszinierend zu beobachten, wie dieser kleine Spezialist ohne viel Zutun die Dynamik deiner Wiese bereichert.
Der sanfte Graszähmer: Fünf Monate Blütezeit für deine artenreiche Magerwiese.
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Als heimische Wildpflanze ist der Steife Augentrost ein wichtiger Baustein für das ökologische Gefüge, auch wenn spezifische Daten zu einzelnen Bestäubern in der Datenbank fehlen. Durch seine außergewöhnlich lange Blütezeit von Mai bis Oktober stellt er eine kontinuierliche Ressource für die Insektenwelt dar. Seine größte ökologische Wirkung entfaltet er jedoch als Halbschmarotzer: Er entzieht Gräsern Nährstoffe und dämmt deren Dominanz ein. Dies schafft Lücken in der Grasnarbe, die es anderen, weniger konkurrenzstarken Wildkräutern ermöglichen, zu keimen. Im Winter dienen die vertrockneten Stängel und Samen als Strukturgeber und potenzielle Nahrung für Kleinvögel, die in der kalten Jahreszeit auf Sämereien angewiesen sind.
Der Steife Augentrost ist laut Datenbank nicht kindersicher. Er enthält sekundäre Pflanzenstoffe, die bei unsachgemäßem Verzehr zu Unwohlsein führen können, weshalb er nicht als essbar eingestuft wird. Es besteht jedoch keine Verwechslungsgefahr mit stark giftigen Arten in seinem typischen Lebensraum auf mageren Wiesen.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Frisch (Mäßig feucht)
Boden
Schwachzehrer (Magerer Boden)
Blütezeit
Mai – Okt
Bodenreaktion
Mäßig sauer bis neutral
Bioregion
Continental
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0,163 m
Morphologische Merkmale: TRY ID3 (CC BY 3.0) & TRY ID81 (CC BY)
Der Steife Augentrost gehört zur Familie der Sommerwurzgewächse (Orobanchaceae) und ist in Deutschland, Österreich und der Schweiz fest beheimatet. Er wächst bevorzugt an sonnigen Standorten auf frischen, aber nährstoffarmen Böden. Als einjährige Pflanze vollzieht er seinen gesamten Lebenszyklus innerhalb eines Sommers und ist morphologisch durch seine steif aufrechten, oft rötlich überlaufenen Stängel erkennbar. Trotz seiner Einstufung als Archäophyt (Pflanze, die vor 1492 eingeführt wurde) oder indigene Art gilt er in der Region als ökologisch wertvoller Bestandteil der heimischen Flora.
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•TraitCH — CC BY 4.0TraitCH 2.0 contributors; imported as source-preserving NaturKompass taxon evidence.
•TRY v6.0 / BiolFlor flowering phenology (Request 47350) — CC BY 4.0TRY request 47350 (Public, Data Released, TRY v6.0; 2026-02-15). Cite TRY: Kattge et al. (2020), doi:10.1111/gcb.14904; original source: Trefflich, A., Klotz, S. & Kühn, I. (2002). Blühphänologie. BIOLFLOR, Schriftenreihe für Vegetationskunde 38:127–131.
•pollinator_interactions
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•TRY Categorical Traits (ID3) — Kattge et al. (2012), DOI: 10.17871/TRY.3 (CC BY 3.0)
•TRY Global Spectrum (ID81) — Díaz et al. (2016/2021), DOI: 10.17871/TRY.81 (CC BY)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
Alle Daten sind CC BY 4.0, CC0 oder kompatibel lizenziert. Namensnennung gemäß Lizenzbedingungen. Vollständige Quellenübersicht →
Stand: 18.12.2025. Korrekturen können über das Feedback-Formular gemeldet werden.