Bild folgtKI-generierte IllustrationSenecio vulgaris subsp. vulgaris
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Arten
interagieren
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Interaktionen
dokumentiert
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Wirtsbeziehungen
Arten
An den charakteristischen, zylindrischen Blütenköpfchen ohne die typischen langen gelben Strahlenblüten lässt sich das Gewöhnliche Greiskraut sofort erkennen. Für Deinen Naturgarten ist dieser Archäophyt (eine Pflanze, die schon vor 1492 bei uns eingeführt wurde) ein echter Geheimtipp, da er oft dann blüht, wenn andere Quellen versiegen. Besonders die Rotbeinige Furchenbiene (Halictus rubicundus) und der Kleine Feuerfalter (Lycaena phlaeas) profitieren von seinem Angebot. Auch wenn es oft als Unkraut verschrien ist, solltest Du ihm ein sonniges Eckchen gönnen. Schau doch mal genauer hin, ob Du die winzigen Gäste an den Blüten entdeckst.
Kleine Pflanze, große Wirkung: 28 Zentimeter pure Energie für Furchenbienen.
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Nach aktuellen Bestäubungsdaten ist das Greiskraut eine wertvolle Futterquelle für verschiedene Insekten. Zu den Besuchern zählt die Rotbeinige Furchenbiene (Halictus rubicundus), die hier Pollen und Nektar sammelt. Auch Schmetterlinge wie der Kleine Feuerfalter (Lycaena phlaeas) nutzen die Blüten als Tankstelle. Eine Besonderheit ist der Besuch der Haarigen Dolchwespe (Scolia hirta), die auf solche Korbblütler angewiesen ist. Die Samen sind mit nur 0.2452 mg extrem leicht, was eine Fernausbreitung durch den Wind ermöglicht. Im Winter dienen die stehengelassenen Samenstände zudem kleineren Vogelarten als ergänzende Nahrungsquelle.
Das Gewöhnliche Greiskraut ist nicht kindersicher, da es Giftstoffe enthält, die für Menschen und Haustiere bei Verzehr schädlich sind. Im Garten solltest Du daher einen Standort wählen, der für kleine Kinder unzugänglich ist. Bei Verdacht auf eine Vergiftung kontaktiere bitte umgehend den Giftnotruf unter 0228 19 240.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Frisch (Mäßig feucht)
Boden
Starkzehrer (Nährstoffreicher/Fetter Boden)
Blütezeit
—
Bodenreaktion
Mäßig sauer bis neutral
Bioregion
Continental
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.284 m
Morphologische Merkmale: TRY ID3 (CC BY 3.0) & TRY ID81 (CC BY)
Pollen
0.1168 mg/Blüte
Licht: Wähle einen vollsonnigen Standort, da die Pflanze viel Helligkeit benötigt (Ellenberg Lichtwert 7).
Boden: Der Boden sollte nährstoffreich und „fett“ sein (Ellenberg Nährstoffwert 8).
Feuchtigkeit: Halte das Erdreich frisch bzw. mäßig feucht, Staunässe jedoch vermeiden (Ellenberg Feuchtewert 4).
Wuchshöhe: Die Pflanze erreicht eine Höhe von genau 0.28 m.
Pflanzzeit: Setze Jungpflanzen im Frühjahr (März-Mai) oder im Herbst (September-November) bei frostfreiem Boden.
Pflege: Ein Rückschnitt ist nicht nötig, da die Pflanze meist einjährig wächst. Lasse sie für die Selbstaussaat einfach stehen.
Vermehrung: Die leichten Samen (0.2452 mg) verbreiten sich von selbst über den Wind.
Gute Partnerin: Wilde Malve (Malva sylvestris) – sie schätzt ebenfalls nährstoffreiche Böden und sonnige Plätze und ergänzt das Greiskraut optisch hervorragend.
Das Gewöhnliche Greiskraut (Senecio vulgaris subsp. vulgaris) gehört zur Familie der Korbblütler (Asteraceae) und zur Ordnung der Asternartigen (Asterales). Es ist in Deutschland weit verbreitet und besiedelt bevorzugt Ruderalstandorte (vom Menschen geprägte Schutt- oder Ödflächen), Äcker und Gärten. Die Pflanze wächst krautig und bildet meist aufrechte, verzweigte Stängel. Ein morphologisches Merkmal sind die Hüllblätter (Blattkelch um den Blütenstand), deren Spitzen oft auffällig schwarz gefärbt sind. Da es als Starkzehrer gilt, zeigt es uns im Garten zuverlässig nährstoffreiche Bodenstellen an.
1 Video zu Gewöhnliches Greiskraut

45 Arten interagieren mit dieser Pflanze
11 weitere Arten besuchen die Blüten
•Interaktionsdaten via GloBI (CC-BY 4.0)
•Baden-Böhm F, App M, Thiele J (2022) — The FloRes Database: A floral resources trait database for pollinator habitat-assessment generated by a multistep workflow. Johann Heinrich von Thünen-Institut, Dryad, DOI: 10.5061/dryad.djh9w0w29 (CC0)
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•TRY Categorical Traits (ID3) — Kattge et al. (2012), DOI: 10.17871/TRY.3 (CC BY 3.0)
•TRY Global Spectrum (ID81) — Díaz et al. (2016/2021), DOI: 10.17871/TRY.81 (CC BY)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
Alle Daten sind CC BY 4.0, CC0 oder kompatibel lizenziert. Namensnennung gemäß Lizenzbedingungen. Vollständige Quellenübersicht →