Bild folgtKI-generierte IllustrationFestuca filiformis
Auch bekannt als: Festuca filiformis
38
Arten
interagieren
44
Interaktionen
dokumentiert
An ihren haarfeinen, borstlich gefalteten Blättern, die dichte und überhängende Polster bilden, lässt sich der Haar-Schwingel (Festuca filiformis) sofort erkennen. Dieses zierliche Süßgras ist ein unterschätzter Held im Naturgarten, da es als wichtige Futterpflanze für spezialisierte Schmetterlinge wie den Spiegelfleck-Dickkopffalter (Heteropterus morpheus) oder den Gelbwürfeligen Dickkopffalter (Carterocephalus palaemon) dient. Da er ein Schwachzehrer (Pflanze mit geringem Nährstoffbedarf) ist, hilft er dir, schwierige, magere Stellen im Garten ökologisch aufzuwerten. Mit seiner feinen Textur bringt er Ruhe in deine Pflanzung. Wenn du einen pflegeleichten Begleiter für sonnige Plätze suchst, ist dieses Gras genau richtig.
Feines Haargras: Die unverzichtbare Wiege für seltene Dickkopffalter.
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In deinem Garten fungiert der Haar-Schwingel primär als wichtige Kinderstube für Schmetterlinge. Nach aktuellen Bestäubungsdaten profitieren besonders Dickkopffalter wie der Gelbwürfelige Dickkopffalter (Carterocephalus palaemon) und der Spiegelfleck-Dickkopffalter (Heteropterus morpheus) von diesem Gras. Auch Arten wie der Schwarzfleckige Golddickkopffalter (Carterocephalus silvicola) nutzen die Halme zur Eiablage. Während der Blütezeit von Mai bis Juli bietet das Gras zwar keinen Nektar, ist aber ein wertvoller Ruheplatz für Insekten. Im Winter dienen die Samen als kleine Kraftpakete für Vögel, die in den stehengelassenen Horsten nach Nahrung suchen.
Der Haar-Schwingel wird in Fachdatenbanken als nicht kindersicher geführt. Dies liegt vor allem an den harten, borstigen Blättern, die bei unvorsichtigem Kontakt zu feinen Schnittverletzungen an der Haut führen können. Die Pflanze selbst ist ungiftig, und es besteht keine Verwechslungsgefahr mit giftigen Arten in unseren Gärten.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Frisch (Mäßig feucht)
Boden
Schwachzehrer (Magerer Boden)
Blütezeit
Mai – Jul
Bodenreaktion
Sauer (Säurezeiger)
Bioregion
Continental
Wuchsform
Gras
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.31 m
Der Haar-Schwingel ist ideal für Standorte mit Sonne und kommt am besten auf magerem Boden zurecht. Ellenberg-Werte und Praxiserfahrung zeigen, dass er mäßig feuchte (frische) Bedingungen schätzt, aber keine Staunässe mag.
Standort: Vollsonnig auf sandigem oder kiesigem Untergrund.
Boden: Nährstoffarm; verzichte auf Dünger, da er als Schwachzehrer sonst seine typische Form verliert.
Pflanzzeit: Setze das Gras von März bis Mai oder im Herbst von September bis November, solange der Boden offen ist.
Pflege: Ein Rückschnitt im Herbst ist nicht ratsam. Lass die Halme über den Winter stehen, um die Struktur zu erhalten.
Mykorrhiza: Die Pflanze nutzt eine AM-Symbiose (Zusammenarbeit mit Arbuskulären Mykorrhizapilzen), was ihre Widerstandskraft stärkt.
Kombinationsempfehlung: Eine gute Partnerin ist die Heide-Nelke (Dianthus deltoides). Beide teilen die Vorliebe für magere Standorte und ergänzen sich optisch durch die feinen Grashalme und die leuchtenden Blüten der Nelke.
Der Haar-Schwingel (Festuca filiformis) gehört zur Familie der Süßgräser (Poaceae) und ist in Deutschland, Österreich sowie der Schweiz heimisch. Er besiedelt bevorzugt nährstoffarme Standorte und ist oft in lichten Wäldern oder auf Heideflächen zu finden. Botanisch zeichnet er sich durch seine extrem schmalen, fast fadenförmigen Blätter aus, die horstig (in dichten Büscheln) wachsen. Als Indigen (einheimische Art) ist er perfekt an unser Klima angepasst und gilt laut Roter Liste als ungefährdet. Er bildet keine Ausläufer, was ihn im Garten sehr berechenbar macht.
38 Arten interagieren mit dieser Pflanze
•Middleton-Welling_2020
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Global Spectrum — Díaz et al. (2016), DOI: 10.1038/nature16489 (CC BY)
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