Bild folgtKI-generierte IllustrationFestuca guestfalica
Auch bekannt als: Festuca guestfalica
39
Arten
interagieren
46
Interaktionen
dokumentiert
An seinen dichten, horstigen Polstern lässt sich der Westfälische Schwingel (Festuca guestfalica) sofort erkennen. Er ist ein unaufdringlicher, aber wertvoller Bewohner magerer Standorte, der mit einer Wuchshöhe von genau 0.38 m Struktur in deine Beete bringt. Besonders Schmetterlinge wie der Rostfarbige Dickkopffalter (Ochlodes sylvanus) oder der Spiegelfleck-Dickkopffalter (Heteropterus morpheus) profitieren von diesem heimischen Gras. Wenn du eine pflegeleichte Pflanze suchst, die ökologische Nischen füllt, machst du mit diesem Schwingel alles richtig. Er ist die perfekte Wahl für naturnahe Ecken, in denen wenig Aufwand viel bewirken soll.
Heimisches Strukturgras: 0.38 Meter Lebensraum für seltene Dickkopffalter.
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Dieses Gras ist eine wichtige Lebensgrundlage für spezialisierte Falterarten. Nach aktuellen Bestäubungsdaten dient es Schmetterlingen wie dem Gelbwürfeligen Dickkopffalter (Carterocephalus silvicola) und dem Gelbbunten Dickkopffalter (Carterocephalus palaemon) als Lebensraum. Auch der Spiegelfleck-Dickkopffalter (Heteropterus morpheus) und der Rostfarbige Dickkopffalter (Ochlodes sylvanus) nutzen die Bestände. Weitere Gäste sind Pelopidas thrax und Borbo borbonica. Im Winter bieten die stehengelassenen Halme Schutz für Insekten und die Samen dienen Vögeln als ergänzende Nahrung. Da das Gras im Mai blüht, fügt es sich nahtlos in den ökologischen Kalender heimischer Wiesen ein.
Der Westfälische Schwingel gilt als nicht kindersicher. Dies liegt an den scharfen Kanten der Blätter oder festen Halmen, die bei unvorsichtigem Kontakt zu kleinen Schnittwunden führen können. Er ist jedoch nicht giftig, sodass keine Gefahr durch Vergiftung für Mensch oder Haustier besteht. Achte bei der Standortwahl lediglich darauf, dass Kinder nicht direkt in die Horste greifen.
Licht
—
Feuchtigkeit
—
Boden
—
Blütezeit
Mai – Mai
Bioregion
Continental
Wuchsform
Gras
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.38 m
Wähle einen vollsonnigen Standort, ideal sind karge und gut durchlässige Böden.
Die Pflanzzeit liegt im Frühling (März bis Mai) oder im Herbst bis zum ersten Frost.
Halte beim Einsetzen einen Abstand von etwa 30 cm zu Nachbarpflanzen ein.
Achte auf eine Wuchshöhe von 0.38 m bei der Beetplanung.
Eine Düngung ist nicht notwendig, da das Gras an magere Verhältnisse angepasst ist.
Schneide die Horste erst im Spätwinter zurück, um Überwinterungsplätze für Insekten zu erhalten.
Die Vermehrung erfolgt unkompliziert über Teilung der Horste im Frühjahr.
Gute Partnerin: Die Gemeine Schafgarbe (Achillea millefolium) – sie teilt die Vorliebe für sonnige, magere Plätze und ergänzt das Gras optisch.
Der Westfälische Schwingel gehört zur Familie der Süßgräser (Poaceae) und ist in Deutschland, Österreich sowie der Schweiz indigen (einheimisch). Er besiedelt vorzugsweise trockene, warme Standorte und ist typisch für die regionale Flora. Als nicht verholzendes, breitblättriges Gras bildet er kompakte Wuchsformen aus. Mit einer stabilen Endhöhe von 0.38 m fügt er sich perfekt in die Krautschicht ein. Er geht eine Symbiose mit Arbuskulären Mykorrhizapilzen (AM-Pilze, Bodenpilze zur Nährstoffaufnahme) ein, die ihm helfen, auf kargen Böden zu gedeihen.
39 Arten interagieren mit dieser Pflanze
•Middleton-Welling_2020
•FloraWeb / BfN
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Global Spectrum — Díaz et al. (2016), DOI: 10.1038/nature16489 (CC BY)
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