Bild folgtKI-generierte IllustrationFestuca puccinellii
Auch bekannt als: Festuca puccinellii
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Arten
interagieren
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Interaktionen
dokumentiert
An ihren feinen, borstlichen Blättern und dem kompakten, horstigen Wuchs (büschelartige Wuchsform) lässt sich Festuca puccinellii sofort erkennen. Dieses heimische Süßgras ist ein Gewinn für jeden Naturgarten, da es als wichtige Futterquelle für spezialisierte Falter dient. Besonders der Spiegelfleck-Dickkopffalter (Heteropterus morpheus) und der Rostfarbige Dickkopffalter (Ochlodes sylvanus) profitieren von diesem Gras als Raupennahrung. Es bringt Struktur in deine Beete und unterstützt die lokale Artenvielfalt auf unaufgeregte Weise. Wenn du trockene, magere Standorte ökologisch aufwerten willst, ist dieser Schwingel genau das Richtige für dich.
Strukturgeber und wichtige Kinderstube für bedrohte Dickkopffalter.
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Nach aktuellen Bestäubungsdaten ist dieses Gras eine lebensnotwendige Raupennahrung für diverse Dickkopffalter. Hierzu zählen insbesondere der Gelbwürfelige Dickkopffalter (Carterocephalus silvicola) und der Gelbbunte Dickkopffalter (Carterocephalus palaemon). Auch der Rostfarbige Dickkopffalter (Ochlodes sylvanus) legt seine Eier gerne an diesen Grashalmen ab. Im Winter dienen die stehengelassenen Halme und Samenstände als wichtige Futterquelle für heimische Vögel wie den Stieglitz (Carduelis carduelis). Die im Wurzelraum lebenden Mykorrhiza-Pilze verbessern zudem die Bodenstruktur und fördern das biologische Gleichgewicht in deinem Garten.
Die Pflanze gilt laut Datenbank als nicht kindersicher. Auch wenn sie nicht als giftig eingestuft ist, können die oft sehr feinen, aber stabilen Blätter der Schwingel-Arten bei unvorsichtigem Kontakt zu kleinen Schnittverletzungen an empfindlichen Kinderhänden führen. Es empfiehlt sich daher, das Gras nicht direkt an schmalen Wegen oder Spielbereichen zu pflanzen.
Licht
—
Feuchtigkeit
—
Boden
—
Blütezeit
Jul – Aug
Bioregion
Continental
Wuchsform
Gras
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.21 m
Der Standort sollte sonnig und warm sein, da dieses Gras Trockenheit liebt.
Der Boden muss gut durchlässig und eher nährstoffarm sein; Staunässe (stehendes Wasser im Wurzelbereich) verträgt es gar nicht.
Ideale Pflanzzeiten sind das Frühjahr von März bis Mai oder der Herbst von September bis Ende November, solange der Boden frostfrei ist.
Eine Düngung ist nicht notwendig, da Schwingel an karge Verhältnisse angepasst sind und bei zu viel Stickstoff ihre Standfestigkeit verlieren.
Ein Rückschnitt der vertrockneten Halme erfolgt am besten im zeitigen Frühjahr vor dem Neuaustrieb.
Die Vermehrung klappt gut durch Teilung des Horstes (Wurzelstock-Trennung) im zeitigen Frühjahr.
Durch die Symbiose mit Mykorrhiza-Pilzen (Arbuskuläre Mykorrhiza, eine Form der Pilz-Wurzel-Gemeinschaft) ist das Gras besonders widerstandsfähig.
Gute Partnerin: Die Berg-Aster (Aster amellus) – beide teilen die Vorliebe für trockene, kalkhaltige Böden und ergänzen sich optisch hervorragend.
Auch die Tauben-Skabiose (Scabiosa columbaria) passt ökologisch gut dazu, da sie ähnliche Ansprüche an die Bodenmagerkeit stellt.
Festuca puccinellii gehört zur Familie der Süßgräser (Poaceae) innerhalb der Ordnung der Süßgrasartigen. In Deutschland und Österreich ist dieses Gras heimisch und besiedelt vorzugsweise magere, oft steinige Standorte im Hügel- und Bergland. Als horstbildendes Gras breitet es sich nicht durch Ausläufer aus, sondern bleibt kompakt an seinem Platz. Die schmalen, meist bläulich-grünen Blätter und die zarten Blütenrispen sind typisch für die Gattung der Schwingel. Man findet es in der Natur oft in Felsfluren oder auf kargen Böden, wo es mit sehr wenigen Nährstoffen bestens zurechtkommt.
39 Arten interagieren mit dieser Pflanze
•Middleton-Welling_2020
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Global Spectrum — Díaz et al. (2016), DOI: 10.1038/nature16489 (CC BY)
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