Bild folgtKI-generierte IllustrationGaudinia fragilis
Auch bekannt als: Gaudinia fragilis, Zerbrechlicher Ährenhafer
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Arten
interagieren
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Interaktionen
dokumentiert
Du erkennst den Zerbrechlichen Flafer (Gaudinia fragilis) an seinen auffällig dünnen Halmen und den Ähren, die bei Reife oder Berührung ganz charakteristisch in einzelne Glieder zerfallen. Dieses zierliche Süßgras (Poaceae) ist eine wertvolle Bereicherung für naturnahe Gärten, da es als wichtige Futterquelle für spezialisierte Falter dient. Besonders der Spiegelfleck-Dickkopffalter (Heteropterus morpheus) und der Gelbbunte Dickkopffalter (Carterocephalus palaemon) profitieren von seinem Vorkommen. Wenn du trockene, warme Plätze in deinem Garten ökologisch aufwerten möchtest, ist dieses heimische Gras eine hervorragende Wahl. Schau im Sommer einmal genau hin, wie filigran seine Struktur ist.
Filigraner Überlebenskünstler: Unverzichtbare Heimat für seltene Dickkopffalter.
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Dieses Gras bietet einen hohen ökologischen Wert für die hiesige Schmetterlingsfauna. Nach aktuellen Bestäubungsdaten nutzen Arten wie der Gelbwürfelige Dickkopffalter (Carterocephalus silvicola) und der Spiegelfleck-Dickkopffalter (Heteropterus morpheus) die Pflanze als Lebensraum. Auch für den Gelbbunten Dickkopffalter (Carterocephalus palaemon) stellt sie eine wichtige Ressource dar. Die Mykorrhiza-Bindung sorgt zudem für ein gesundes Bodenleben. In den Wintermonaten bieten die stehengelassenen Halme kleinen Insekten einen geschützten Überwinterungsplatz, während die Samen für Vögel als Nahrung dienen können.
Der Zerbrechliche Flafer gilt als nicht kindersicher. Das liegt vor allem an den feinen Grannen (borstenartige Fortsätze an den Samen), die mechanische Reizungen an Haut oder Augen verursachen können. Die Pflanze ist jedoch ungiftig. Es besteht keine Verwechslungsgefahr mit giftigen Arten in deinem Garten.
Licht
—
Feuchtigkeit
—
Boden
—
Blütezeit
Mai – Jul
Bioregion
Continental
Wuchsform
Gras
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.3 m
Wähle einen vollsonnigen Platz für dieses Gras aus.
Der Boden sollte gut durchlässig und eher mager sein, da die Art an nährstoffarme Standorte angepasst ist.
Pflanzzeit ist im Frühjahr von März bis Mai oder im Herbst von September bis November, solange der Boden offen ist.
Da die Pflanze eine Mykorrhiza (Lebensgemeinschaft mit Pilzen) eingeht, solltest du keinen mineralischen Dünger verwenden.
Gießen ist nur in extremen Trockenphasen bei Jungpflanzen nötig.
Die Vermehrung erfolgt unkompliziert über die reifen Samen, die sich durch die Zerbrechlichkeit der Ähre selbst verteilen.
Ein Rückschnitt sollte erst im Spätwinter erfolgen, um die Struktur zu erhalten.
Gute Partnerin: Die Wiesen-Flockenblume (Centaurea jacea) - beide Arten kommen gemeinsam in artenreichen Wiesen vor und ergänzen sich optisch durch ihre unterschiedlichen Wuchsformen.
Der Zerbrechliche Flafer gehört zur Familie der Süßgräser (Poaceae) und ist in Deutschland, Österreich sowie der Schweiz heimisch. Er besiedelt bevorzugt warme Standorte auf eher nährstoffarmen Wiesen. Morphologisch zeichnet er sich durch seine brüchige Ährenspindel aus, was ihn von vielen anderen Gräsern unterscheidet. Eine Besonderheit ist die Arbuskuläre Mykorrhiza (AM), eine Symbiose zwischen Wurzeln und Bodenpilzen, die der Pflanze hilft, Nährstoffe effizienter aufzunehmen. Meist wächst er einjährig oder als kurzlebige ausdauernde Pflanze.
38 Arten interagieren mit dieser Pflanze
•Middleton-Welling_2020
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Global Spectrum — Díaz et al. (2016), DOI: 10.1038/nature16489 (CC BY)
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