Bild folgtKI-generierte IllustrationLinum usitatissimum
Auch bekannt als: Öllein, Haarlinse, Gemeiner Flachs, Saat-Lein, Kultur-Lein, Faserlein
15
Arten
interagieren
29
Interaktionen
dokumentiert
4
Wirtsbeziehungen
Arten
Auffällig sind die zarten, himmelblauen Blütenschalen und die schmalen, lanzettlichen Blätter an den aufrechten Stängeln. Der Gemeine Lein (Linum usitatissimum) ist eine uralte Kulturpflanze, die heute als wertvolle Bereicherung in naturnahen Gärten eine echte Wiederentdeckung feiert. Besonders Insekten wie der Hauhechel-Bläuling (Polyommatus icarus) oder die Gammaeule (Autographa gamma) nutzen ihn als wichtige Nahrungsquelle. Mit dieser Wahl förderst du die Artenvielfalt direkt vor deiner Terrassentür und setzt einen leuchtenden Akzent in sonnigen Beeten. Du wirst sehen, wie unkompliziert sich dieser Klassiker in deine Gartenkultur einfügt.
Himmelblaues Blütenwunder und wichtige Kinderstube für den Hauhechel-Bläuling.
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Nach aktuellen Bestäubungsdaten ist der Lein eine wichtige Anlaufstelle für verschiedene Fluginsekten. Besonders die Honigbiene (Apis mellifera) besucht die blauen Blüten im Mai intensiv. Für Nachtfalter wie die Gammaeule (Autographa gamma), die Baumwoll-Sonneneule und die C-Schwarze Bodeneule (Xestia c-nigrum) stellt er eine wertvolle Energiequelle dar. Eine besondere Bedeutung hat er zudem für den Hauhechel-Bläuling (Polyommatus icarus), der als Tagfalter von dem Angebot profitiert. Die nach der Blüte entstehenden Kapseln liefern zudem im Spätsommer Nahrung für verschiedene samenfressende Tiere.
Der Gemeine Lein wird als nicht kindersicher eingestuft. Die Samen enthalten in rohem Zustand cyanogene Glykoside (Stoffe, die Blausäure freisetzen können) und sollten daher nicht in größeren Mengen verzehrt werden. Eine Verwechslungsgefahr mit stark giftigen Wildpflanzen besteht aufgrund der charakteristischen blauen Blüten und der schmalen Blätter praktisch nicht.
Licht
—
Feuchtigkeit
—
Boden
—
Blütezeit
Mai – Mai
Bioregion
Continental
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.45 m
Der Gemeine Lein bevorzugt einen vollsonnigen Platz in deinem Garten. Er kommt hervorragend mit mäßig trockenen Böden zurecht, was einem Ellenberg-Feuchtewert von 3 bis 4 entspricht (trocken bis frisch). Achte darauf, dass der Boden gut durchlässig und nicht zu stark gedüngt ist, da die Pflanze eher magere Standorte schätzt.
Aussaat: Von März bis Mai direkt an Ort und Stelle ins Freiland säen.
Boden: Ideal ist humose, aber sandig-lehmige Erde ohne Staunässe.
Pflege: Die Pflanze ist sehr pflegeleicht; ein Rückschnitt ist erst nach der Samenreife nötig.
Vermehrung: Da er einjährig ist, solltest du die Samenkapseln ausreifen lassen, damit er sich selbst aussäen kann.
Kombination: Eine gute Partnerin ist die Gemeine Schafgarbe (Achillea millefolium). Beide Arten sind heimisch, teilen die Vorliebe für sonnige, eher trockene Plätze und ergänzen sich optisch wie ökologisch hervorragend.
Der Gemeine Lein (Linum usitatissimum) gehört zur Familie der Leingewächse (Linaceae) und zur Ordnung der Malpighienartigen (Malpighiales). In Deutschland, Österreich und der Schweiz ist er eine traditionsreiche Kulturpflanze, die gelegentlich aus dem Anbau in die freie Landschaft verwildert. Typisch sind die fünfzähligen, radiärsymmetrischen (strahlenförmig aufgebauten) Blüten, die oft nur wenige Stunden am Vormittag geöffnet sind. Die Pflanze lebt meist einjährig und bildet eine Pfahlwurzel aus, die eine enge Symbiose mit Mykorrhiza-Pilzen (Wurzelpilzen) eingeht.
11 Arten interagieren mit dieser Pflanze
4 Arten nutzen diese Pflanze als Wirt
•EuPPollNet (Zenodo 10.5281/zenodo.14747448)
•Interaktionsdaten via GloBI (CC-BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Global Spectrum — Díaz et al. (2016), DOI: 10.1038/nature16489 (CC BY)
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