Bild folgtKI-generierte IllustrationGeum rivale
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Wirtsbeziehungen
Arten
An ihren nickenden, glockenförmigen Blüten in rötlich-braunen Kelchen lässt sich die Bach-Nelkenwurz sofort erkennen. Diese heimische Staude ist ein echter Gewinn für feuchtere Gartenbereiche, da sie von April bis in den September hinein Farbe zeigt und ökologisch wertvoll ist. Besonders die seltene Waldhummel (Bombus sylvarum) und der Kleine Feuerfalter (Lycaena phlaeas) schätzen das Nektarangebot dieser Pflanze sehr. Wenn du einen Platz im Halbschatten hast, der nicht völlig austrocknet, machst du mit dieser Art alles richtig. Sie ist robust, pflegeleicht und fügt sich wunderbar in naturnahe Gartenbereiche ein, ohne andere Pflanzen zu verdrängen.
Heimische Schönheit für feuchte Ecken: Blütengenuss von April bis September.
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Die Bach-Nelkenwurz ist eine wichtige Tankstelle für unsere heimische Insektenwelt. Nach aktuellen Bestäubungsdaten profitieren insbesondere die Waldhummel (Bombus sylvarum) und die Honigbiene (Apis mellifera) von den herabhängenden Blüten. Auch spezialisierte Wildbienen wie die Hosenbiene (Dasypoda) besuchen die Pflanze. Für Schmetterlinge wie den Kleinen Feuerfalter (Lycaena phlaeas) stellt sie eine verlässliche Nektarquelle dar. Zudem dient sie den Raupen des Braunen Bären (Arctia caja) als wichtige Futterpflanze. Da die Samen als Klettfrüchte ausgebildet sind, werden sie oft durch das Fell vorbeistreifender Tiere verbreitet.
Die Bach-Nelkenwurz wird als nicht kindersicher eingestuft. Zwar besteht keine direkte Verwechslungsgefahr mit hochgiftigen Arten, jedoch enthalten die Pflanzenteile Gerbstoffe, die bei Verzehr Unbehagen auslösen können. Achte daher darauf, dass Kinder die Pflanze nicht in den Mund nehmen.
Licht
Halbschatten
Feuchtigkeit
Frisch (Mäßig feucht)
Boden
Mittelzehrer (Normaler Boden)
Blütezeit
Apr – Sep
Bodenreaktion
Mäßig sauer bis neutral
Bioregion
Continental
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.47 m
Standort: Wähle einen Platz im Halbschatten, da die Pflanze dort am besten gedeiht.
Boden: Der Boden sollte frisch (mäßig feucht) sein und über eine normale Nährstoffmenge verfügen (Mittelzehrer).
Pflanzzeit: Du kannst die Staude von März bis Mai oder im Herbst von September bis Ende November setzen, solange der Boden offen ist.
Pflege: Die Bach-Nelkenwurz ist sehr genügsam; ein Rückschnitt ist nicht notwendig, außer du möchtest die Selbstaussaat begrenzen.
Vermehrung: Sie breitet sich über ihre Klettfrüchte (Samen mit kleinen Haken) und kurze Ausläufer langsam aus.
Gießen: In sehr trockenen Sommern solltest du zusätzlich wässern, damit die Erde nicht vollständig austrocknet.
Mykorrhiza: Sie geht eine VAR (Vesikulär-Arbuskuläre Mykorrhiza) ein, eine Symbiose mit Bodenpilzen, die den Stoffaustausch verbessert.
Kombination: Eine ideale Partnerin ist das Sumpf-Vergissmeinnicht (Myosotis scorpioides) – beide Arten teilen die Vorliebe für feuchte Füße und blühen in einem reizvollen Kontrast.
Die Bach-Nelkenwurz (Geum rivale) gehört zur Familie der Rosengewächse (Rosaceae) und ist als Indigen (einheimische Art) in Deutschland, Österreich und der Schweiz weit verbreitet. Ihr natürlicher Lebensraum umfasst Feuchtwiesen, Bachufer und lichte Auwälder (zeitweise überflutete Wälder an Fließgewässern). Charakteristisch ist ihr kriechendes Rhizom (ein waagerecht wachsender, unterirdischer Spross), aus dem die behaarten Blätter treiben. Trotz ihrer weiten Verbreitung steht sie in einigen Regionen unter Beobachtung, wird aber auf der bundesweiten Roten Liste als ungefährdet geführt.
25 Arten interagieren mit dieser Pflanze
3 weitere Arten besuchen die Blüten
•EuPPollNet (Zenodo 10.5281/zenodo.14747448)
•DoPI - Database of Pollinator Interactions (UK)
•Interaktionsdaten via GloBI (CC-BY 4.0)
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Global Spectrum — Díaz et al. (2016), DOI: 10.1038/nature16489 (CC BY)
Alle Daten sind CC BY 4.0 oder kompatibel lizenziert. Namensnennung gemäß Lizenzbedingungen. Vollständige Quellenübersicht →