Bild folgtKI-generierte IllustrationCynosurus echinatus
Auch bekannt als: Igel-Kammgras
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Arten
interagieren
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Interaktionen
dokumentiert
Wer das Grannen-Kammgras (Cynosurus echinatus) einmal gesehen hat, vergisst es nicht: Die einseitswendigen, fast runden Blütenstände wirken mit ihren langen, steifen Borsten wie kleine, stachelige Igel, die im Wind tanzen. In deinem Naturgarten übernimmt dieses einjährige Gras eine wichtige Rolle als Kinderstube für spezialisierte Falter. So ist es eine wertvolle Futterpflanze für die Raupen des Spiegelfleck-Dickkopffalters (Heteropterus morpheus) und des Gelbbunten Dickkopffalters (Carterocephalus palaemon). Wenn du lückige Stellen in sonnigen Beeten ökologisch aufwerten möchtest, ist dieses Gras eine hervorragende Wahl. Du wirst staunen, wie viel Leben dieses zierliche Gewächs in deine Gartenlandschaft bringt.
Stacheliger Charmeur: Unverzichtbare Kinderstube für seltene Dickkopffalter.
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Nach aktuellen Bestäubungsdaten ist das Grannen-Kammgras eine essenzielle Nahrungsquelle für verschiedene Schmetterlingsarten. Besonders die Raupen des Gelbwürfeligen Dickkopffalters (Carterocephalus silvicola) und des Spiegelfleck-Dickkopffalters (Heteropterus morpheus) nutzen die Halme als Lebensgrundlage. Auch seltenere Wanderfalter wie Pelopidas thrax profitieren von diesem Gras. Im Winter bieten die verbliebenen Samenstände eine wichtige Futterquelle für körnerfressende Singvögel. Durch die Mykorrhiza-Verbindung trägt die Pflanze zudem zur Stabilität des Boden-Mikrobioms (Gesamtheit der Kleinstlebewesen im Boden) bei.
Das Grannen-Kammgras ist nicht als kindersicher eingestuft. Dies liegt an den langen, steifen Grannen (borstenartige Fortsätze an den Ährchen), die mechanische Reizungen an Haut oder Augen verursachen können. Die Pflanze selbst ist jedoch ungiftig. Achte darauf, sie nicht direkt an schmalen Spielwegen zu pflanzen, um ein versehentliches Pieksen zu vermeiden.
Licht
—
Feuchtigkeit
—
Boden
—
Blütezeit
Mai – Mai
Bioregion
Continental
Wuchsform
Gras
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.37 m
Standort: Bevorzugt vollsonnige, warme Plätze auf durchlässigen Böden.
Boden: Ideal ist magere Erde mit geringem Stickstoffgehalt; Staunässe muss unbedingt vermieden werden.
Pflanzzeit: Du kannst das Gras im Frühjahr von März bis Mai oder im Herbst von September bis November aussäen, solange der Boden offen ist.
Pflege: Als einjährige Pflanze benötigt sie kaum Dünger. Wichtig ist, die Blütenstände nach der Reife stehen zu lassen, damit sich das Gras für das Folgejahr selbst aussäen kann.
Vermehrung: Erfolgt unkompliziert über die feinen Samen, die im Spätsommer ausfallen.
Wässerung: Nur in extremen Trockenphasen gießen, da das Gras an Trockenheit angepasst ist.
Kombinationsempfehlung: Gute Partnerin ist die Aufrechte Trespe (Bromus erectus) oder der Aufrechte Ziest (Stachys recta). Beide teilen die Vorliebe für trockene Standorte und bilden zusammen eine natürliche Pflanzengesellschaft, wie man sie auf heimischen Magerwiesen findet.
Das Grannen-Kammgras gehört zur Familie der Süßgräser (Poaceae) innerhalb der Ordnung der Süßgrasartigen. Es ist in Deutschland, Österreich und der Schweiz heimisch und besiedelt bevorzugt xerotherme Standorte (trockene, warme Orte) wie Magerrasen oder Wegränder. Charakteristisch sind die kammartig angeordneten Ährchen, wobei unfruchtbare und fruchtbare Blüten eng beieinander liegen. Eine Besonderheit ist die Symbiose mit AM-Mykorrhiza (Arbuskuläre Mykorrhizapilze), die der Pflanze hilft, Nährstoffe und Wasser aus kargen Böden effizienter aufzunehmen.
38 Arten interagieren mit dieser Pflanze
•Middleton-Welling_2020
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Global Spectrum — Díaz et al. (2016), DOI: 10.1038/nature16489 (CC BY)
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