Bild folgtKI-generierte IllustrationHypericum maculatum agg.
Artengruppe
30
Arten
interagieren
34
Interaktionen
dokumentiert
8
Wirtsbeziehungen
Arten
Du erkennst das Kanten-Hartheu an seinem markanten vierkantigen Stängel und den leuchtend gelben Blüten, die oft fein schwarz punktiert sind. Diese heimische Wildpflanze ist ein unverzichtbarer Baustein für deinen Naturgarten, da sie spezialisierte Insekten wie die seltene Waldhummel (Bombus sylvarum) oder den Kleinen Kohl-Weißling (Pieris rapae) mit Nahrung versorgt. Im Vergleich zu seinen Verwandten besiedelt es gerne etwas kühlere, feuchtere Plätze und schließt damit wichtige Lücken im Gartenraum. Wenn du Standorte am Gehölzrand ökologisch aufwerten möchtest, ist diese Art die ideale Wahl für dich.
Gelbe Leuchtkraft für frische Plätze: Ein Magnet für die seltene Waldhummel.
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Das Kanten-Hartheu bietet ein reichhaltiges Buffet für verschiedene Bestäuber. Nach aktuellen Bestäubungsdaten profitieren insbesondere die Waldhummel (Bombus sylvarum) und die Westliche Kuckuckshummel (Bombus campestris) von den Blüten. Auch Tagfalter wie der Kleine Kohl-Weißling (Pieris rapae) steuern die Pflanze regelmäßig an. Von besonderer Bedeutung ist sie für spezialisierte Arten wie den Heide-Gelbspanner (Pachycnemia hippocastanaria) und den Hochalpen-Perlmutterfalter (Boloria pales). Während der Wintermonate dienen die in den Kapseln verbleibenden Samen zudem als wichtige Energiequelle für heimische Singvögel.
Das Kanten-Hartheu ist als nicht kindersicher eingestuft. Die enthaltenen Inhaltsstoffe können bei Hautkontakt oder Verzehr in Kombination mit Sonnenlicht eine Photosensibilisierung (krankhafte Lichtempfindlichkeit der Haut) hervorrufen. Im Falle einer Aufnahme durch Kinder kontaktiere bitte sicherheitshalber den Giftnotruf unter 0228 19 240.
Licht
Halbschatten
Feuchtigkeit
Frisch (Mäßig feucht)
Boden
Schwachzehrer (Magerer Boden)
Blütezeit
—
Bodenreaktion
Sauer (Säurezeiger)
Bioregion
Continental
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.408 m
Morphologische Merkmale: TRY ID3 (CC BY 3.0) & TRY ID81 (CC BY)
Licht: Wähle einen Platz im Halbschatten, da die Pflanze direkte Mittagshitze weniger gut verträgt.
Boden: Der Untergrund sollte frisch (mäßig feucht) sein, Staunässe musst du jedoch vermeiden.
Nährstoffe: Als Schwachzehrer (Pflanze mit geringem Nährstoffbedarf) benötigt sie keine Düngung; zu viel Stickstoff schadet der Standfestigkeit.
Pflanzzeit: Setze die Pflanze im Frühling von März bis Mai oder im Herbst zwischen September und November.
Vorbereitung: Bei schweren Böden kannst du etwas Sand einarbeiten, um die Durchlässigkeit zu erhöhen.
Pflege: Lass die verblühten Triebe über den Winter stehen, da sie als Rückzugsort für Insekten dienen.
Rückschnitt: Schneide die alten Stängel erst im zeitigen Frühjahr kurz vor dem Neuaustrieb bodennah ab.
Vermehrung: Die Art vermehrt sich zuverlässig über Selbstaussaat, wenn du die Samenkapseln ausreifen lässt.
Gute Partnerin: Die Heil-Ziest (Betonica officinalis) ist eine ideale Begleiterin, da sie ähnliche Ansprüche an frische, magere Standorte am Waldrand stellt.
Das Kanten-Hartheu (Hypericum maculatum agg.) ist ein Vertreter der Johanniskrautgewächse (Hypericaceae) und in Mitteleuropa weit verbreitet. Sein natürlicher Lebensraum umfasst frische Magerwiesen (nährstoffarme, mäßig feuchte Grasflächen), Waldränder und Gebüschsäume. Morphologisch unterscheidet es sich vom Echten Johanniskraut durch die namensgebenden vier Längsleisten am Stängel, die ihm ein deutlich quadratisches Profil verleihen. Die Blätter sind mit arbuskulärer Mykorrhiza (einer Symbiose zwischen Wurzeln und Bodenpilzen) assoziiert, was die Nährstoffaufnahme auf mageren Böden verbessert.
20 Arten interagieren mit dieser Pflanze
8 Arten nutzen diese Pflanze als Wirt
•Interaktionsdaten via GloBI (CC-BY 4.0)
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•TRY Categorical Traits (ID3) — Kattge et al. (2012), DOI: 10.17871/TRY.3 (CC BY 3.0)
•TRY Global Spectrum (ID81) — Díaz et al. (2016/2021), DOI: 10.17871/TRY.81 (CC BY)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
Alle Daten sind CC BY 4.0, CC0 oder kompatibel lizenziert. Namensnennung gemäß Lizenzbedingungen. Vollständige Quellenübersicht →