Bild folgtKI-generierte IllustrationKnautia drymeia subsp. drymeia
Auch bekannt als: Knautia drymeia subsp. drymeia
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Arten
interagieren
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Interaktionen
dokumentiert
Schon von weitem faellt die Ungarische Witwenblume durch ihre zart violetten Bluetenkoepfchen auf, die wie kleine Kissen auf den langen Stielen thronen. Diese Art ist im Naturgarten ein echter Gewinn, da sie besonders spezialisierten Insekten wie dem Goldenen Scheckenfalter (Euphydryas aurinia) und der Ackerwitwen-Sandbiene (Andrena hattorfiana) wertvollen Nektar bietet. Da sie in der freien Natur mit dem Status Rote Liste 2 als stark gefaehrdet gilt, leistest du mit ihrer Ansiedlung einen aktiven Beitrag zum Artenschutz. Mit dieser Wahl zeigst du echtes Fingerspitzengefuehl fuer seltene heimische Gewaechse, die deinen Garten oekologisch aufwerten. Du machst hier alles richtig, wenn du Vielfalt foerdern willst.
Seltene Schoenheit: Rettungsanker fuer den Goldenen Scheckenfalter.
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In deinem Garten wird diese Pflanze zum Magneten fuer seltene Schmetterlinge. Besonders der Goldene Scheckenfalter (Euphydryas aurinia) und der Rote Scheckenfalter (Melitaea didyma) suchen sie gezielt zur Nahrungssuche auf. Auch spezialisierte Wildbienen wie die Ackerwitwen-Sandbiene (Andrena hattorfiana) sind auf Witwenblumen angewiesen, um ihren Nachwuchs zu versorgen. Die Wiesenhummel (Bombus pratorum) und die Heidehummel (Bombus jonellus) schaetzen das Angebot ebenso. Da die Bluetezeit von Juni bis September reicht, schließt sie eine wichtige Nahrungsluecke im Hochsommer. Die leichten Samen dienen zudem im Winter als wertvolle Ressource fuer die Vogelwelt.
Bitte beachte, dass die Ungarische Witwenblume als nicht kindersicher eingestuft wird. In einem Garten, in dem kleine Kinder spielen, solltest du sie daher eher in den hinteren Bereich des Beetes setzen, um direkten Kontakt zu vermeiden. Es ist nach der Gartenarbeit immer ratsam, die Haende zu waschen.
Licht
Schatten
Feuchtigkeit
Frisch (Mäßig feucht)
Boden
Mittelzehrer (Normaler Boden)
Blütezeit
Jun – Sep
Bodenreaktion
Mäßig sauer bis neutral
Bioregion
Continental
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.516 m
Morphologische Merkmale: TRY ID3 (CC BY 3.0) & TRY ID81 (CC BY)
Standort: Waehle einen Platz im Halbschatten (Lichtwert 6), idealerweise mit lichter Morgensonne.
Boden: Die Erde sollte 'frisch' sein (Feuchtewert 5), also gleichmaeßig feucht, aber niemals staunass.
Naehrstoffe: Ein normaler Gartenboden als Mittelzehrer (Wert 6) ist ideal; eine Gabe Kompost im Fruehjahr genuegt meist.
Pflanzzeit: Setze die Witwenblume im Fruehling (Maerz bis Mai) oder im Herbst (September bis November) in den Boden.
Bodenvorbereitung: Lockere den Boden gut auf; bei sehr schweren Boeden hilft eine Handvoll Sand als Drainage (Wasserabzug).
Pflege: Schneide Verbluehtes nur zurueck, wenn du keine Selbstaussaat wuenschst; die Samen sind mit 2.6 mg leicht und verbreiten sich durch Wind.
Vermehrung: Die Pflanze verbreitet sich moderat selbst, wenn man die Samenstaende im Herbst stehen laesst.
Gute Partnerin: Die Wiesen-Glockenblume (Campanula patula) — sie bevorzugt aehnlich frische Standorte und ergaenzt das Violett der Witwenblume optisch hervorragend.
Die Ungarische Witwenblume (Knautia drymeia subsp. drymeia) gehoert zur Familie der Geißblattgewächse (Caprifoliaceae) und ist eine indigene, also bei uns heimische, krautige Pflanze. In der Natur findet man sie bevorzugt an Waldraendern oder auf frischen Wiesen, die weder zu trocken noch zu nass sind. Mit einer Wuchshoehe von genau 0.52 m bleibt sie kompakt und uebersichtlich. Ihre breiten Blaetter und die nicht verholzenden Stiele kennzeichnen sie als klassischen Mittelzehrer (Pflanze mit mittlerem Naehrstoffbedarf). Obwohl sie auch in Italien verbreitet ist, hat sie hierzulande einen hohen Schutzstatus.
3 Videos zu Ungarische Witwenblume



11 Arten interagieren mit dieser Pflanze
•Interaktionsdaten via GloBI (CC-BY 4.0)
•Middleton-Welling_2020
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•TRY Categorical Traits (ID3) — Kattge et al. (2012), DOI: 10.17871/TRY.3 (CC BY 3.0)
•TRY Global Spectrum (ID81) — Díaz et al. (2016/2021), DOI: 10.17871/TRY.81 (CC BY)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
Alle Daten sind CC BY 4.0, CC0 oder kompatibel lizenziert. Namensnennung gemäß Lizenzbedingungen. Vollständige Quellenübersicht →