Bild folgtKI-generierte IllustrationKnautia kitaibelii
Auch bekannt als: Knautia kitaibelii
14
Arten
interagieren
127
Interaktionen
dokumentiert
Kaum zu uebersehen: Die Gelbe Witwenblume besticht durch ihre hellgelben, fast cremefarbenen Bluetenkoepfchen, die an langen Stielen weit ueber dem Blattwerk schweben. Als Bewohnerin von sonnigen Magerwiesen bringt sie eine natuerliche Leichtigkeit in deinen Garten und ist eine wertvolle Bereicherung fuer die heimische Artenvielfalt. Besonders seltene Schmetterlinge wie der Goldene Scheckenfalter (Euphydryas aurinia) oder der Rote Scheckenfalter (Melitaea didyma) sind auf ihr Nektarangebot angewiesen. Wenn du einen sonnigen Platz mit kargem Boden hast, ist diese Pflanze genau die richtige Wahl fuer dich. Du unterstuetzt damit gezielt spezialisierte Insektenarten, die in unserer Kulturlandschaft immer seltener werden.
Überlebenswichtige Nektarquelle fuer seltene Scheckenfalter im Juni.
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Nach aktuellen Bestaeubungsdaten ist die Gelbe Witwenblume eine lebenswichtige Ressource fuer spezialisierte Schmetterlingsarten. Besonders profitiert der Goldene Scheckenfalter (Euphydryas aurinia), dessen Bestaende stark auf solche Nektarquellen angewiesen sind. Auch der Maivogel (Euphydryas intermedia) sowie der Spanische Scheckenfalter (Euphydryas desfontainii) suchen die Blueten gezielt auf. Des Weiteren dient sie dem Roten Scheckenfalter (Melitaea didyma) und dem Baldrian-Scheckenfalter (Melitaea diamina) als wichtige Nahrungsquelle im Juni. Da sie zu den wenigen Arten gehoert, die auf extrem mageren Standorten bluehen, sichert sie das Überleben dieser bedrohten Falterarten in trockenen Lebensraeumen.
Die Gelbe Witwenblume wird als nicht kindersicher eingestuft. Obwohl keine schweren Vergiftungsfaelle dokumentiert sind, solltest du darauf achten, dass Kinder keine Pflanzenteile in den Mund nehmen. Bei einem Verdacht auf eine Vergiftung oder bei Unwohlsein nach Kontakt kontaktiere bitte umgehend den Giftnotruf unter 0228 19 240.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Trocken
Boden
Schwachzehrer (Magerer Boden)
Blütezeit
Jun – Jun
Bodenreaktion
Basisch / Kalkhold
Nektarwert
5
Pollenwert
5
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Morphologische Merkmale: TRY ID3 (CC BY 3.0) & TRY ID81 (CC BY)
Ellenberg Licht 8: Waehle einen vollsonnigen Standort, da die Pflanze viel direktes Licht fuer eine kraeftige Bluete benoetigt.
Ellenberg Feuchte 4: Der Boden sollte eher trocken bis frisch (maeßig feucht) sein; vermeide Staunaesse (stehendes Wasser) unter allen Umstaenden.
Ellenberg Naehrstoffe 2: Als Schwachzehrer (Pflanze mit geringem Naehrstoffbedarf) sollte sie auf magerem Boden stehen; verzichte komplett auf Duenger.
Ellenberg Reaktion 8: Die Pflanze benoetigt unbedingt einen kalkhaltigen oder basischen Boden (pH-Wert ueber 7).
Pflanzzeit: Setze die Witwenblume idealerweise im Fruehling (Maerz bis Mai) oder im Herbst (September bis November) in die Erde.
Bodenvorbereitung: Bei schweren Boeden empfiehlt es sich, Sand oder feinen Kies einzumischen, um die Durchlaessigkeit zu verbessern.
Pflege: Lass die verbluehten Staende ueber den Winter stehen, da sie als Strukturgeber und Insektenquartier dienen.
Gute Partnerin: Der Echte Wundklee (Anthyllis vulneraria) ist eine ideale Begleitung, da er die gleichen trockenen, kalkreichen Standorte bevorzugt.
Die Gelbe Witwenblume (Knautia kitaibelii) gehoert zur Familie der Geißblattgewächse (Caprifoliaceae) und ist in Mitteleuropa indigen (einheimisch). Ihr natuerlicher Lebensraum sind Xerothermrasen (warme, trockene Magerwiesen) und sonnige Boeschungen auf kalkhaltigem Untergrund. Man erkennt sie an ihren gegenstaendigen Blaettern und den charakteristischen, flachen Bluetenkoepfchen, die aus vielen Einzelblueten bestehen. Eine Besonderheit ist ihre Lebensweise mit AM-Mykorrhiza (einer Symbiose mit Wurzelpilzen), die der Pflanze hilft, auch auf sehr naehrstoffarmen Standorten optimal zu gedeihen.
3 Videos zu Gelbe Witwenblume



11 Arten interagieren mit dieser Pflanze
3 weitere Arten besuchen die Blüten
•EuPPollNet (Zenodo 10.5281/zenodo.14747448)
•Middleton-Welling_2020
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•EuPPollNet — Kuppler et al. (2025), DOI: 10.1111/geb.70000 (CC BY 4.0)
•Database of Pollinator Interactions (DoPI) — Pocock et al. (2022), DOI: 10.1002/ecy.3801 (CC BY)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•TRY Categorical Traits (ID3) — Kattge et al. (2012), DOI: 10.17871/TRY.3 (CC BY 3.0)
•TRY Global Spectrum (ID81) — Díaz et al. (2016/2021), DOI: 10.17871/TRY.81 (CC BY)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
Alle Daten sind CC BY 4.0, CC0 oder kompatibel lizenziert. Namensnennung gemäß Lizenzbedingungen. Vollständige Quellenübersicht →