Bild folgtKI-generierte IllustrationLimonium binervosum
Auch bekannt als: Limonium binervosum
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Arten
interagieren
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Interaktionen
dokumentiert
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Wirtsbeziehungen
Arten
Unverwechselbar ist der Felsen-Strandflieder (Limonium binervosum) durch seine filigranen, bläulich-violetten Blütenstände, die wie ein feiner Nebel über den bodennahen Blättern schweben. In deinem Garten ist diese seltene Art ein echter Gewinn für den Artenschutz, da sie auf der Roten Liste als extrem selten geführt wird. Besonders die Rotbeinige Furchenbiene (Halictus rubicundus) und spezialisierte Falter wie der Mondfleckige Blütenspanner (Eupithecia centaureata) finden hier eine wertvolle Lebensgrundlage. Da er ursprünglich von felsigen Küsten stammt, bringt er eine robuste Eleganz in sonnige Beete. Wenn du einen kalkhaltigen Platz mit viel Licht hast, wird dich diese Staude jedes Jahr aufs Neue mit ihrer Ausdauer erfreuen.
Filigrane Küstenschönheit: Ein 18 cm kleiner Retter für seltene Wildbienen.
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Nach aktuellen Bestäubungsdaten ist der Felsen-Strandflieder eine wichtige Tankstelle für diverse Wildbienenarten. So besuchen ihn regelmäßig die Gewöhnliche Bindensandbiene (Andrena flavipes), die Luzerne-Sandbiene (Andrena wilkella) und die Gelbfühler-Wespenbiene (Nomada fulvicornis). Für den Mondfleckigen Blütenspanner (Eupithecia centaureata) dient die Pflanze als lebensnotwendige Raupenfutterpflanze. Auch Tagfalter wie der Kleine Kohl-Weißling (Pieris rapae) nutzen das Nektarangebot in den Hochsommermonaten. Durch das geringe Diasporengewicht von 0.56 mg können die Samen weit getragen werden und tragen zur natürlichen Ausbreitung in geeignete Nischen bei.
Bitte beachte, dass der Felsen-Strandflieder als nicht kindersicher eingestuft wird. Es ist ratsam, die Pflanze so zu platzieren, dass kleine Kinder keine Pflanzenteile in den Mund nehmen können. Im Falle eines versehentlichen Verzehrs kontaktiere bitte sicherheitshalber den Giftnotruf unter 0228 19 240.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Frisch (Mäßig feucht)
Boden
Mittelzehrer (Normaler Boden)
Blütezeit
Jul – Sep
Bodenreaktion
Basisch / Kalkhold
Bioregion
Continental
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.182 m
Morphologische Merkmale: TRY ID3 (CC BY 3.0) & TRY ID81 (CC BY)
Wähle einen vollsonnigen Standort (Lichtwert 9), da die Pflanze maximale Helligkeit benötigt.
Der Boden sollte kalkhaltig / basisch (Reaktion 7) und von mittlerer Nährstoffkraft (Mittelzehrer) sein.
Achte auf eine frische, also mäßig feuchte Bodenbeschaffenheit (Feuchtewert 5), ohne dass Staunässe entsteht.
Die ideale Pflanzzeit liegt im Frühling (März bis Mai) oder im Herbst bis zum ersten Frost.
Mit einer Wuchshöhe von 0.18 m eignet sich die Art hervorragend für den Vordergrund im Alpinum oder Steingarten.
Eine Vermehrung erfolgt oft natürlich über die sehr leichten Samen (0.56 mg), die vom Wind verbreitet werden.
Da die Pflanze nicht verholzt, benötigt sie keinen regelmäßigen Rückschnitt der Triebe.
Gute Partnerin: Die Echte Schlüsselblume (Primula veris) – sie schätzt ebenfalls kalkhaltige Böden und sorgt für eine frühe Blüte, bevor der Strandflieder im Sommer übernimmt.
Der Felsen-Strandflieder gehört zur Familie der Bleiwurzgewächse (Plumbaginaceae) und ist eine indigene, also bei uns heimische Art. In der Natur besiedelt er extreme Standorte wie Felsklippen und Küstenzonen, was ihn als Xerophyten (an Trockenheit angepasste Pflanze) auszeichnet. Die krautige Pflanze erreicht eine Wuchshöhe von genau 0.18 m und bildet eine grundständige Rosette aus breitblättrigen, wintergrünen Blättern. Eine Besonderheit ist die AM-Mykorrhiza (eine Symbiose mit Bodenpilzen), die der Pflanze hilft, Nährstoffe auch an kargen Standorten effizient aufzunehmen.
2 Videos zu Felsen-Strandflieder


9 Arten interagieren mit dieser Pflanze
•Interaktionsdaten via GloBI (CC-BY 4.0)
•Cook et al. (2025) UK Butterfly & Moth Traits (DOI: 10.5285/dbc7cc17-cbbd-49dd-bab4-8e8855768d66)
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•TRY Categorical Traits (ID3) — Kattge et al. (2012), DOI: 10.17871/TRY.3 (CC BY 3.0)
•TRY Global Spectrum (ID81) — Díaz et al. (2016/2021), DOI: 10.17871/TRY.81 (CC BY)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
Alle Daten sind CC BY 4.0, CC0 oder kompatibel lizenziert. Namensnennung gemäß Lizenzbedingungen. Vollständige Quellenübersicht →