Bild folgtKI-generierte IllustrationLolium perenne
Auch bekannt als: Englisches Raigras, Deutsches Weidelgras, Ausdauerndes Weidelgras, Englisches Raygras, Dauer-Lolch
63
Arten
interagieren
70
Interaktionen
dokumentiert
An seinen flachen Ährchen (kleine Teilblütenstände), die wie auf einer Schnur aufgereiht wechselständig am Halm sitzen, lässt sich der Ausdauernde Lolch sofort erkennen. Dieses Gras ist das robuste Rückgrat unserer Wiesen und extrem trittfest, was es für dich im Garten als belastbaren Untergrund so wertvoll macht. Ökologisch ist es bedeutsam, da es als wichtige Futterpflanze für das Große Getreidehähnchen (Oulema melanopus) und den Tagfalter Bacchantin (Lopinga achine) dient. Auch wenn es unscheinbar wirkt, unterstützt du mit diesem Gras die Artenvielfalt direkt vor deiner Haustür. Trau dich ruhig, einen Teil deiner Grünfläche für diese heimische Art stehen zu lassen.
Der unverwüstliche Wiesenkönig: Trittfest und wertvoll für die Bacchantin.
Klicken hebt Verbindungen hervor · Nochmals klicken öffnet die Artenseite
Netzwerk wird geladen...
Nach aktuellen Beobachtungsdaten ist der Ausdauernde Lolch eine wichtige Pollenquelle für die Honigbiene (Apis mellifera). Besonders hervorzuheben ist seine Rolle als Kinderstube für Insekten: Die Larven des Großen Getreidehähnchens (Oulema melanopus) nutzen die Blätter als Nahrung. Auch für den selten gewordenen Tagfalter Bacchantin (Lopinga achine) ist dieses Gras ein wichtiger Bestandteil des Lebensraums. In der kalten Jahreszeit bieten die Samenreife und die stehengelassenen Halme wertvolle Nahrung für heimische Vögel und Unterschlupf für überwinternde Kleinstlebewesen.
Der Ausdauernde Lolch wird in Fachdatenbanken als nicht kindersicher eingestuft, weshalb Kleinkinder die Pflanzenteile nicht in den Mund nehmen sollten. Eine Verwechslungsgefahr mit hochgiftigen Arten besteht bei genauer Betrachtung der Ährchenform jedoch nicht. Für Heuschnupfer ist während der Blütezeit Vorsicht geboten, da die Pollen allergische Reaktionen auslösen können.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Frisch (Mäßig feucht)
Boden
Starkzehrer (Nährstoffreicher/Fetter Boden)
Blütezeit
Mai – Okt
Bodenreaktion
Mäßig sauer bis neutral
Bioregion
Continental
Wuchsform
Gras
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.27 m
Standort: Wähle einen vollsonnigen Platz, damit das Gras seine volle Kraft entfalten kann.
Boden: Die Pflanze ist ein Starkzehrer (Pflanze mit hohem Nährstoffbedarf) und benötigt einen fetten, nährstoffreichen Boden.
Feuchtigkeit: Der Boden sollte frisch (mäßig feucht) sein; das Gras kommt mit normaler Gartenerde bestens zurecht.
Pflanzzeit: Setze die Pflanzen entweder von März bis Mai oder im Herbst von September bis November, solange der Boden offen ist.
Pflege: Da der Lolch sehr regenerationsstark ist, verträgt er regelmäßiges Mähen und intensives Begehen problemlos.
Vermehrung: Er breitet sich über Samen und kurze Ausläufer selbstständig aus und schließt so schnell Lücken im Rasen.
Kombination: Ein idealer Partner ist der Weißklee (Trifolium repens).
Ökologische Begründung: Beide Arten teilen die Vorliebe für nährstoffreiche Standorte und bilden zusammen eine dichte, ökologisch wertvolle Matte, die auch Insekten wie der Honigbiene (Apis mellifera) Nahrung bietet.
Der Ausdauernde Lolch (Lolium perenne) gehört zur Familie der Süßgräser (Poaceae) und ist in Deutschland, Österreich und der Schweiz weit verbreitet. Er besiedelt bevorzugt Fettwiesen (nährstoffreiche Wiesen) und Weiden, da er durch seine Ausläufer sehr regenerationsfähig ist. Ein markantes Merkmal sind die dunkelgrünen, unterseits stark glänzenden Blätter. Die Ährchen stehen bei dieser Art mit der schmalen Kante zur Halmachse, was ihn von anderen Gräsern unterscheidet. Als Archäophyt (Pflanze, die vor 1492 eingeführt wurde) ist er fest in unsere Ökosysteme integriert.
12 Arten interagieren mit dieser Pflanze
51 weitere Arten besuchen die Blüten
•DoPI - Database of Pollinator Interactions (UK)
•Interaktionsdaten via GloBI (CC-BY 4.0)
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Global Spectrum — Díaz et al. (2016), DOI: 10.1038/nature16489 (CC BY)
Alle Daten sind CC BY 4.0 oder kompatibel lizenziert. Namensnennung gemäß Lizenzbedingungen. Vollständige Quellenübersicht →