
Lotus corniculatus
Auch bekannt als: Gemeiner Hornklee, Gewöhnlicher Hornklee, Hornklee
Artengruppe
42
Arten
interagieren
225
Interaktionen
dokumentiert
25
Wirtsbeziehungen
Arten
Typisch fuer den Gewöhnlichen Hornklee (Lotus corniculatus) sind seine leuchtend gelben Schmetterlingsblüten (Blütenform der Hülsenfrüchtler), die sich vor dem Aufblühen oft rötlich verfärben. Mit seinem niederliegenden bis aufsteigenden Wuchs bildet er dichte, vitale Teppiche im Rasen oder Beet. Für deinen Naturgarten ist er eine der wertvollsten Pflanzen überhaupt, da er als unverzichtbare Kinderstube für Raupen des Hauhechel-Bläulings (Polyommatus icarus) dient. Auch das Beilfleck-Widderchen findet hier seine Lebensgrundlage. Wenn du diese Art ansiedelst, holst du dir einen robusten Dauerblüher in den Garten, der wenig Arbeit macht. Du wirst schnell merken, wie viel Leben diese kleine Pflanze anzieht.
Sechs Monate gelbe Blütenpracht und Lebensretter für den Hauhechel-Bläuling.
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Diese Art ist ein wahrer Magnet für die heimische Insektenwelt. Nach aktuellen Daten profitieren vor allem Schmetterlinge wie der Silberfleck-Bläuling und der Argusbläuling von den Beständen. Als Raupenfutterpflanze ist er existentiell für das Beilfleck-Widderchen und den Braunkolbigen Klämmerfalter. Auch die Raupen des Hartheu-Spanners und der Gemüseeule (Orthosia gracilis) nutzen das Kraut als Nahrung. Durch die lange Blütezeit von April bis September bietet er über viele Monate hinweg eine verlässliche Nektarquelle. Da er Stickstoff im Boden anreichert, dient er zudem als natürliche Bodenverbesserung in ökologischen Kreisläufen.
Der Gewöhnliche Hornklee wird als nicht kindersicher eingestuft. Er enthält geringe Mengen an cyanogenen Glykosiden (Stoffe, die Blausäure freisetzen können), weshalb Pflanzenteile nicht verzehrt werden sollten. Eine Verwechslungsgefahr mit stark giftigen Arten besteht bei den charakteristischen gelben Blüten und den speziellen Blättern jedoch kaum.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Frisch (Mäßig feucht)
Boden
Schwachzehrer (Magerer Boden)
Blütezeit
Apr – Sep
Bodenreaktion
Basisch / Kalkhold
Bioregion
Continental
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.24 m
Wähle für den Hornklee einen vollsonnigen Standort aus.
Der Boden sollte mager (nährstoffarm) und frisch (mäßig feucht) sein.
Eine Pflanzung ist im Frühjahr von März bis Mai oder im Herbst von September bis November ideal.
Achte beim Pflanzen darauf, dass der Boden offen und nicht gefroren ist.
Da die Pflanze über Knöllchenbakterien Stickstoff aus der Luft bindet, ist eine zusätzliche Düngung nicht notwendig.
Er ist sehr robust und verträgt sogar gelegentliches Betreten oder Mähen.
Zur Vermehrung kannst du im Spätsommer die reifen Samen sammeln und direkt aussäen.
Ein Rückschnitt ist nicht zwingend erforderlich, kann aber im Frühjahr Platz für den Neuaustrieb schaffen.
Der Hornklee kommt mit normaler Gartenerde gut zurecht, solange sie nicht zu fett (überdüngt) ist.
Gute Partnerin: Die Rundblättrige Glockenblume (Campanula rotundifolia) ist eine ideale Begleiterin, da beide ähnliche Lichtverhältnisse bevorzugen und sich optisch hervorragend ergänzen.
Der Gewöhnliche Hornklee (Lotus corniculatus) gehört zur Familie der Hülsenfrüchtler (Fabaceae). Er ist in ganz Deutschland, Österreich und der Schweiz weit verbreitet und besiedelt natürlicherweise frische Magerwiesen (nährstoffarme, mäßig feuchte Wiesen). Ein markantes Merkmal sind seine fünfzähligen Blätter, bei denen das unterste Paar direkt am Stängel sitzt und wie Nebenblätter wirkt. Als Archäophyt (Pflanze, die vor 1492 eingeführt wurde oder einwanderte) ist er fest in unserer Landschaft verwurzelt. Besonders spannend ist seine Pfahlwurzel, die bis zu einen Meter tief reichen kann.
3 Videos zu Gewöhnlicher Hornklee (Artengruppe)



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17 Arten interagieren mit dieser Pflanze
25 Arten nutzen diese Pflanze als Wirt
•EuPPollNet (Zenodo 10.5281/zenodo.14747448)
•Cook et al. (2025) UK Butterfly & Moth Traits (DOI: 10.5285/dbc7cc17-cbbd-49dd-bab4-8e8855768d66)
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Global Spectrum — Díaz et al. (2016), DOI: 10.1038/nature16489 (CC BY)
•Foto: © Adobe Stock / AdobeStock_380009898
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