Bild folgtKI-generierte IllustrationMarrubium vulgare
Auch bekannt als: Gemeiner Andorn, Dorant, Helfkraut, Weißer Andorn, Andorn, Weißer Dorant
15
Arten
interagieren
25
Interaktionen
dokumentiert
Wer den Gewöhnlichen Andorn (Marrubium vulgare) einmal gesehen hat, vergisst ihn nicht: Mit seinen weißfilzigen, krausen Blättern und den kugeligen Blütenquirlen, die wie kleine Etagen am Stängel sitzen, ist er unverwechselbar. Diese alte Arzneipflanze ist in der Natur extrem selten geworden und gilt nach der Roten Liste als vom Aussterben bedroht (Status 1). In deinem Garten bietest du ihm ein wichtiges Refugium und unterstützt seltene Insekten wie die Feldhummel (Bombus humilis) oder die Waldhummel (Bombus sylvarum). Es ist ein tolles Gefühl, eine so geschichtsträchtige Art beim Wachsen zu beobachten. Schau doch mal, ob du noch ein sonniges Plätzchen für diesen Überlebenskünstler frei hast.
Vom Aussterben bedroht: Hol dir diesen seltenen Hummel-Magneten in den Garten!
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Nach aktuellen Bestäubungsdaten ist der Andorn eine wertvolle Tankstelle für spezialisierte Wildbienen und Hummeln. Besonders die seltene Feldhummel (Bombus humilis) und die Waldhummel (Bombus sylvarum) profitieren von seinem Nektarangebot zwischen Juni und August. Auch Schmetterlinge wie der Kleine Kohl-Weißling (Pieris rapae) besuchen die weißen Blüten regelmäßig. Die sehr leichten Samen (0.8222 mg) können durch den Wind weit verbreitet werden und dienen im Winter als Nahrung für Vögel. Da die Art in der freien Natur vom Aussterben bedroht ist, hat jede Pflanze im Garten einen hohen Wert für den Erhalt der biologischen Vielfalt.
Bitte beachte, dass der Gewöhnliche Andorn als nicht kindersicher eingestuft wird. Er sollte daher in Gartenbereichen gepflanzt werden, die nicht primär als Spielfläche für kleine Kinder dienen. Im Falle eines versehentlichen Verzehrs oder bei Unsicherheiten kontaktiere bitte den Giftnotruf unter 0228 19 240.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Trocken
Boden
Starkzehrer (Nährstoffreicher/Fetter Boden)
Blütezeit
Jun – Aug
Bodenreaktion
Basisch / Kalkhold
Bioregion
Continental
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.419 m
Morphologische Merkmale: TRY ID3 (CC BY 3.0) & TRY ID81 (CC BY)
Wähle einen vollsonnigen Standort (Lichtwert 9), an dem die Pflanze den ganzen Tag direktes Sonnenlicht erhält.
Der Boden sollte sehr nährstoffreich und „fett“ sein, da der Andorn ein Starkzehrer (Pflanze mit hohem Nährstoffbedarf) ist.
Achte auf einen kalkhaltigen oder basischen Boden (Reaktion 8); bei Bedarf kannst du mit etwas Gartenkalk nachhelfen.
Halte die Erde eher trocken bis mäßig feucht (Feuchte 4), da die Pflanze gut mit Trockenheit zurechtkommt.
Die beste Pflanzzeit ist im Frühjahr von März bis Mai oder im Herbst, solange der Boden offen ist.
Halte beim Einsetzen ausreichend Abstand, damit sich die Staude bis zu ihrer Höhe von 0.42 m frei entfalten kann.
Da die Samen mit 0.8222 mg sehr leicht sind, verbreiten sie sich über den Wind; lass die Stände für die Selbstaussaat im Winter stehen.
Eine Rückkürzung nach der Blüte ist nicht zwingend erforderlich, fördert aber ein kompaktes Wachstum.
Gute Partnerin: Die Wegwarte (Cichorium intybus) – beide schätzen sonnige, nährstoffreiche Standorte und ergänzen sich optisch hervorragend.
Der Gewöhnliche Andorn gehört zur Familie der Lippenblütler (Lamiaceae) und ist ein sogenannter Archäophyt (eine Pflanze, die vor 1492 eingeführt wurde). Er besiedelt natürlicherweise warme, nährstoffreiche Ruderalstellen (unbebaute Rohbodenflächen) und ist in Deutschland, Österreich und der Schweiz heimisch. Die mehrjährige, krautige Pflanze erreicht eine Wuchshöhe von exakt 0.42 m. Charakteristisch ist die dichte, wollige Behaarung der breitblättrigen Blätter, die als Verdunstungsschutz an sonnigen Standorten dient.
14 Arten interagieren mit dieser Pflanze
•DoPI - Database of Pollinator Interactions (UK)
•Interaktionsdaten via GloBI (CC-BY 4.0)
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•TRY Categorical Traits (ID3) — Kattge et al. (2012), DOI: 10.17871/TRY.3 (CC BY 3.0)
•TRY Global Spectrum (ID81) — Díaz et al. (2016/2021), DOI: 10.17871/TRY.81 (CC BY)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
Alle Daten sind CC BY 4.0, CC0 oder kompatibel lizenziert. Namensnennung gemäß Lizenzbedingungen. Vollständige Quellenübersicht →