Bild folgtKI-generierte IllustrationMelilotus altissimus
Auch bekannt als: Hoher Honigklee
19
Arten
interagieren
42
Interaktionen
dokumentiert
Kaum zu übersehen: Der Hohe Steinklee (Melilotus altissimus) reckt seine leuchtend gelben Blütentrauben empor und verströmt dabei einen intensiven Duft nach frischem Heu. Er ist eine unverzichtbare Bereicherung für deinen Naturgarten, da er als zweijährige Pflanze wertvollen Lebensraum schafft. Besonders Bestäuber wie die Waldhummel (Bombus sylvarum) oder der Kleine Feuerfalter (Lycaena phlaeas) profitieren von seinem langanhaltenden Nektarangebot. Mit seiner stattlichen Erscheinung bringt er Struktur in feuchtere Gartenbereiche. Wenn du ihm ein sonniges Plätzchen schenkst, unterstützt du aktiv die Artenvielfalt direkt vor deiner Haustür.
Gelbe Blütenpracht bis in den November: Ein Segen für Hummeln und Falter.
Klicken hebt Verbindungen hervor · Nochmals klicken öffnet die Artenseite
Netzwerk wird geladen...
Nach aktuellen Bestäubungsdaten ist diese Pflanze ein Magnet für spezialisierte Insekten. Besonders die Feldhummel (Bombus pascuorum) und die seltene Waldhummel (Bombus sylvarum) nutzen die gelben Blüten intensiv. Auch Schmetterlinge wie der Kleine Feuerfalter (Lycaena phlaeas) finden hier eine zuverlässige Energiequelle. Da die Blütezeit von Juni bis in den November reicht, dient er als lebenswichtige Spättracht (Nahrungsangebot im späten Jahr), wenn viele andere heimische Wildblumen bereits verblüht sind. Sogar die Honigbiene (Apis mellifera) steuert ihn regelmäßig an, um ihre Wintervorräte zu ergänzen.
Bitte beachte, dass der Hohe Steinklee als nicht kindersicher eingestuft ist. Er enthält Cumarine, die bei Verzehr gesundheitliche Probleme verursachen können. Sollten Kinder in deinem Garten spielen, ist Vorsicht geboten. Im Falle eines Unfalls wende dich bitte sofort an den Giftnotruf unter der Telefonnummer 0228 19 240.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Frisch (Mäßig feucht)
Boden
Mittelzehrer (Normaler Boden)
Blütezeit
Jun – Nov
Bodenreaktion
Basisch / Kalkhold
Bioregion
Continental
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.974 m
Morphologische Merkmale: TRY ID3 (CC BY 3.0) & TRY ID81 (CC BY)
Ellenberg Licht 8: Wähle einen vollsonnigen Standort, der mindestens sechs Stunden direkte Sonne am Tag erhält.
Ellenberg Feuchte 7: Der Boden sollte frisch bis feucht sein; achte darauf, dass die Erde nie ganz austrocknet.
Bodenbeschaffenheit: Er gedeiht am besten auf kalkhaltigen (basischen) Böden und ist ein Mittelzehrer (Pflanze mit mittlerem Nährstoffbedarf).
Wuchsraum: Beachte seine genaue Wuchshöhe von 0,97 m bei der Beetplanung.
Pflanzzeit: Setze ihn am besten im Frühling (März bis Mai) oder im Herbst bis zum ersten Frost.
Vermehrung: Er verbreitet seine leichten Diasporen (Samenkörner) über den Wind und sorgt so für eine natürliche Selbstaussaat.
Pflege: Schneide die Stängel erst im Spätwinter zurück, damit Insekten darin überwintern können.
Pflanzpartner: Die Sumpf-Schafgarbe (Achillea ptarmica) ist eine ideale Begleiterin, da sie die gleiche Vorliebe für feuchte, sonnige Standorte teilt.
Der Hohe Steinklee gehört zur Familie der Hülsenfrüchtler (Fabaceae) und ist in Deutschland, Österreich sowie der Schweiz heimisch. Er besiedelt als Archäophyt (eine Pflanze, die bereits vor 1492 bei uns heimisch wurde) bevorzugt Ufer, Grabenränder und feuchte Ödländer. Man erkennt ihn an den dreizähligen Blättern und den behaarten Hülsenfrüchten – ein Merkmal, das ihn vom ähnlichen Echten Steinklee unterscheidet. Als krautige, nicht verholzte Pflanze ist er perfekt an mäßig warme Standorte angepasst und gilt laut Roter Liste als ungefährdet.
2 Videos zu Hoher Steinklee


19 Arten interagieren mit dieser Pflanze
•DoPI - Database of Pollinator Interactions (UK)
•EuPPollNet (Zenodo 10.5281/zenodo.14747448)
•Interaktionsdaten via GloBI (CC-BY 4.0)
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•TRY Categorical Traits (ID3) — Kattge et al. (2012), DOI: 10.17871/TRY.3 (CC BY 3.0)
•TRY Global Spectrum (ID81) — Díaz et al. (2016/2021), DOI: 10.17871/TRY.81 (CC BY)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
Alle Daten sind CC BY 4.0, CC0 oder kompatibel lizenziert. Namensnennung gemäß Lizenzbedingungen. Vollständige Quellenübersicht →