Bild folgtKI-generierte IllustrationMelecta albifrons (Forster, 1771)
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Du erkennst die Gewöhnliche Trauerbiene an ihrem markanten schwarzen Körper mit den auffälligen weißen Haarflecken an den Hinterleibsseiten und dem insgesamt pelzigen Erscheinungsbild. Diese Art tritt in deinem Garten als Kuckucksbiene (ein Brutparasit, der Eier in fremde Nester legt) auf und bringt pro Jahr eine Generation hervor. Ihre Eier legt sie in die Nester von Pelzbienen, wo die Larve nach dem Schlüpfen das Ei des Wirtes sowie den gesammelten Pollenvorrat frisst. Im Frühling beobachtest du die erwachsenen Tiere bei der Nektarsuche an heimischen Pflanzen wie der Roten Taubnessel (Lamium purpureum), dem Kriech-Günsel (Ajuga reptans) oder der Blauweide (Salix myrsinifolia). Auch der Wollige Schneeball (Viburnum lantana) und der Hohe Steinklee (Melilotus altissimus) werden von ihr im späten Frühjahr gerne angeflogen. Den Sommer über verbringt der Nachwuchs geschützt im Wirtsnest, während das ausgewachsene Insekt dort später auch überwintert. Das Tier verharrt dann in einer Diapause (einer Ruhephase zur Überbrückung der Kälte) direkt in der unterirdischen Nestzelle des Wirtes. Um diese seltene Biene zu unterstützen, solltest du heimische Weidenarten und den Gemeinen Schneeball (Viburnum opulus) in deinen Garten integrieren. Zudem hilfst du ihr am meisten, wenn du Nistmöglichkeiten für ihre Wirtstiere, wie offene Bodenstellen für Pelzbienen, erhältst.
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Diese Biene ist völlig harmlos und ein gern gesehener Gast, der für dich keinerlei Gefahr darstellt. Da sie als Kuckucksbiene keine eigenen Nester verteidigen muss, ist sie sehr friedfertig und sticht nicht. Du kannst sie daher unbesorgt aus nächster Nähe bei ihrem Flug an Frühblühern beobachten.
Die Gewöhnliche Trauerbiene gehört zur Familie der Echten Bienen (Apidae) innerhalb der Ordnung der Hautflügler. Sie ist in Deutschland, Österreich, der Schweiz und Belgien heimisch und lebt als spezialisierter Brutparasit in direkter Abhängigkeit von ihren Wirtsbienen. Ihr Körper ist schwarz behaart mit charakteristischen weißen Fleckenmustern, was ihr ein unverwechselbares Aussehen verleiht. Ihre Lebensweise ist streng an die Flugzeit und das Vorkommen von Pelzbienen gebunden, in deren Nestern sich die Larven entwickeln.
35 Pflanzen werden von dieser Art besucht
•EuPPollNet (Zenodo 10.5281/zenodo.14747448)
•DoPI - Database of Pollinator Interactions (UK)
•Interaktionsdaten via GloBI (CC-BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
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