Bild folgtKI-generierte IllustrationMuscari neglectum
Auch bekannt als: Übersehene Traubenhyazinthe, Weinberg-Traubenhyazinthe, Weinbergs-Traubenhyazinthe
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Arten
interagieren
11
Interaktionen
dokumentiert
Auffällig sind beim Weinbergs-Träubel seine intensiv dunkelblauen, fast schwarzvioletten Blütentrauben, deren untere Einzelblüten einen feinen weißen Saum besitzen. Du erkennst ihn zudem an den schmalen, rinnigen Blättern, die meist schlaff am Boden liegen. Er ist ein wertvoller Archäophyt (Pflanze, die vor 1492 eingeführt wurde) und steht auf der Roten Liste 3, gilt also als gefährdet. Besonders die Gehörnte Mauerbiene (Osmia cornuta) und der Kleine Kohlweißling (Pieris rapae) profitieren von seinem Nektar. Wenn du eine sonnige, trockene Ecke im Garten hast, kannst du mit dieser seltenen Wildart einen echten Beitrag zum Artenschutz leisten.
Gefährdetes Juwel: Dunkelblaue Blütenpracht für seltene Wildbienen im Mai.
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Nach aktuellen Bestäubungsdaten ist diese Art eine essenzielle Nahrungsquelle für verschiedene Wildbienen. Besonders die Gehörnte Mauerbiene (Osmia cornuta) und die Dunkelgrüne Schmalbiene (Lasioglossum nitidulum) nutzen die Blütezeit im Mai intensiv. Auch spezialisierte Arten wie die Rotbäuchige Wespenbiene (Nomada fabriciana) und verschiedene Hosenbienen (Dasypoda) wurden als Besucher nachgewiesen. Für Schmetterlinge wie den Kleinen Kohlweißling (Pieris rapae) stellt der Weinbergs-Träubel eine wichtige Tankstelle dar. Da die Art in der freien Natur gefährdet ist, bieten Gartenbestände wichtige Refugien (Rückzugsorte) für diese Insektengemeinschaften.
Der Weinbergs-Träubel ist nicht kindersicher. Alle Pflanzenteile, insbesondere die Zwiebeln, enthalten Saponine (reizende Seifenstoffe), die bei Verzehr zu Übelkeit und Erbrechen führen können. Eine Verwechslung mit dem essbaren Schnittlauch (Allium schoenoprasum) ist möglich, allerdings fehlen dem Träubel der typische Zwiebelgeruch und die hohlen Blattröhren.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Trocken
Boden
Mittelzehrer (Normaler Boden)
Blütezeit
Mai – Mai
Bodenreaktion
Basisch / Kalkhold
Bioregion
Continental
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.16 m
Standort: Wähle einen vollsonnigen Platz, der Wärme speichert.
Boden: Ein normaler Gartenboden (Mittelzehrer) ist ideal, sofern er trocken und gut durchlässig ist; Staunässe (stehendes Wasser) muss unbedingt vermieden werden.
Pflanzzeit: Du kannst die Zwiebeln von September bis Ende November oder im Frühjahr von März bis Mai setzen, solange der Boden offen ist.
Pflanztiefe: Setze die Zwiebeln etwa 5 bis 8 Zentimeter tief in die Erde.
Pflege: Die Pflanze ist sehr genügsam. Lass das Laub nach der Blüte im Mai unbedingt stehen, bis es vollständig vergilbt ist, damit die Zwiebel Kraft für das nächste Jahr sammeln kann.
Vermehrung: Er vermehrt sich selbstständig über Tochterzwiebeln und bildet mit der Zeit kleine Horste (dichte Pflanzenbüschel).
Kombinationsempfehlung: Gute Partner sind der Echte Schafschwingel (Festuca ovina) oder das Frühlings-Adonisröschen (Adonis vernalis). Diese Arten teilen den Anspruch an trockene Magerstandorte (nährstoffarme Flächen) und ergänzen das natürliche Bild eines Trockenrasens.
Der Weinbergs-Träubel (Muscari neglectum) gehört zur Familie der Spargelgewächse (Asparagaceae). In Deutschland, Österreich und der Schweiz ist er als alte Kulturpflanze heimisch und besiedelt bevorzugt Xerothermrasen (trockene, warme Magerwiesen) sowie Weinbergskanten. Morphologisch zeichnet er sich durch seine eiförmigen Zwiebeln und die charakteristischen, röhrigen Blüten aus, die im Gegensatz zu Zierformen deutlich dunkler gefärbt sind. Er gilt als Charakterart trockenwarmer Standorte auf basenreichen Böden.
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9 Arten interagieren mit dieser Pflanze
•EuPPollNet (Zenodo 10.5281/zenodo.14747448)
•Interaktionsdaten via GloBI (CC-BY 4.0)
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Global Spectrum — Díaz et al. (2016), DOI: 10.1038/nature16489 (CC BY)
Alle Daten sind CC BY 4.0 oder kompatibel lizenziert. Namensnennung gemäß Lizenzbedingungen. Vollständige Quellenübersicht →