
Orchis mascula
Auch bekannt als: Orchis morio var. mascula
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Arten
interagieren
22
Interaktionen
dokumentiert
An ihren purpurroten Blütenähren und den oft dunkel gefleckten, breitlanzettlichen Blättern lässt sich das Stattliche Knabenkraut (Orchis mascula) sofort erkennen. Als heimische Wildorchidee ist sie ein echtes Juwel für den Naturgarten, da sie auf der Roten Liste in der Vorwarnstufe (V) geführt wird und somit besonderen Schutz verdient. Die Pflanze zeigt dir an, dass dein Boden ökologisch intakt ist, da sie auf eine Symbiose mit Bodenpilzen angewiesen ist. Mit ihrer Anwesenheit förderst du die Artenvielfalt in spezialisierten Lebensräumen wie Magerwiesen. Wenn du einen halbschattigen Platz frei hast, ist diese Orchidee eine wunderbare Wahl für dich.
Bedrohte Wildorchidee: Hol dir ein Stück geschützte Natur in den Halbschatten.
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Da das Stattliche Knabenkraut auf der Roten Liste (V) steht, leistet jede Ansiedlung im Garten einen Beitrag zum Artenschutz. Die Pflanze ist ein wichtiger Bestandteil von Magerstandorten, die in unserer Landschaft immer seltener werden. Auch wenn für diese spezifische Art keine detaillierten Bestäuberdaten in unserer Datenbank vorliegen, ist sie als Archäophyt (Pflanze, die vor 1492 eingeführt wurde oder als indigen gilt) fest im Ökosystem verwurzelt. Ihr Überleben sichert die Existenz hochspezialisierter Bodenorganismen. Durch die Förderung von Magerstandorten schaffst du Lebensraum für eine Flora, die gegen den Stickstoffeintrag in der Natur ankämpft.
Das Stattliche Knabenkraut ist als nicht kindersicher eingestuft. Da Orchideengewächse Reizstoffe enthalten können, sollten Kinder und Haustiere nicht an der Pflanze knabbern. Zudem steht sie unter strengem Naturschutz und darf niemals aus der freien Natur entnommen werden.
Licht
Halbschatten
Feuchtigkeit
Frisch (Mäßig feucht)
Boden
Schwachzehrer (Magerer Boden)
Blütezeit
Jun – Jun
Bodenreaktion
Basisch / Kalkhold
Bioregion
Continental
Nektarwert
2
Pollenwert
2
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.253 m
Morphologische Merkmale: TRY ID3 (CC BY 3.0) & TRY ID81 (CC BY)
Licht : Wähle einen Platz im Halbschatten (Lichtwert 6), ideal ist wandernder Schatten unter lichten Gehölzen.
Boden : Die Erde muss mager sein (Schwachzehrer). Bitte niemals düngen, das schadet den wichtigen Bodenpilzen.
Feuchtigkeit : Halte den Boden gleichmäßig frisch (mäßig feucht), Staunässe unbedingt vermeiden.
Pflanzzeit : Setze die Knollen im Herbst (September-November) oder im zeitigen Frühjahr (März-Mai), solange der Boden frostfrei ist.
Bodenvorbereitung : Falls dein Boden zu fett ist, solltest du ihn mit Sand oder feinem Kies magern (Nährstoffgehalt senken).
Pflege : Die Blätter nach der Blüte unbedingt stehen lassen, bis sie gelb sind, damit die Kraft in die Knolle zurückfließt.
Vermehrung : Überlasse der Pflanze die Selbstaussaat, da die Keimung sehr komplex ist.
Gute Partnerin : Die Echte Schlüsselblume (Primula veris) — sie teilt den Anspruch an halbschattige, eher magere Standorte und ergänzt das frühe Farbspektrum.
Das Stattliche Knabenkraut gehört zur Familie der Orchideengewächse (Orchidaceae) innerhalb der Ordnung der Spargelartigen (Asparagales). Es ist in Deutschland, Österreich und der Schweiz heimisch und besiedelt bevorzugt lichte Wälder oder Xerothermrasen (trockene, warme Magerwiesen). Mit einer fixen Wuchshöhe von 0,25 m und einer Blattfläche von etwa 1960 mm² bleibt die krautige Pflanze eher kompakt. Eine Besonderheit ist die Mykorrhiza (Lebensgemeinschaft zwischen Wurzeln und Pilzen), ohne die das Knabenkraut weder keimen noch langfristig überleben kann.
18 Arten interagieren mit dieser Pflanze
3 weitere Arten besuchen die Blüten
•EuPPollNet (Zenodo 10.5281/zenodo.14747448)
•DoPI - Database of Pollinator Interactions (UK)
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•EuPPollNet — Kuppler et al. (2025), DOI: 10.1111/geb.70000 (CC BY 4.0)
•Database of Pollinator Interactions (DoPI) — Pocock et al. (2022), DOI: 10.1002/ecy.3801 (CC BY)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•TRY Categorical Traits (ID3) — Kattge et al. (2012), DOI: 10.17871/TRY.3 (CC BY 3.0)
•TRY Global Spectrum (ID81) — Díaz et al. (2016/2021), DOI: 10.17871/TRY.81 (CC BY)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
•Foto: © Adobe Stock / AdobeStock_800568914
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