
Oxalis corniculata
Auch bekannt als: Oxalis repens
18
Arten
interagieren
30
Interaktionen
dokumentiert
Wer den Gehörnten Sauerklee (Oxalis corniculata) einmal gesehen hat, vergisst sie nicht: Mit ihren kleeartigen, oft rötlich braun gefärbten Blättern und den leuchtend gelben Schalenblüten ist sie eine markante Erscheinung. In deinem Naturgarten spielt diese kleine Pflanze eine wichtige Rolle als Nahrungsquelle, da sie gezielt von Insekten wie der Honigbiene (Apis mellifera) und dem Kleinen Kohl-Weißling (Pieris rapae) angeflogen wird. Da sie nur 0,12 m hoch wächst, eignet sie sich perfekt, um lückige Stellen im Beet ökologisch wertvoll zu füllen. Wenn du einen sonnigen Platz frei hast, bietet dieser Archäophyt (eine Pflanze, die vor 1492 eingeführt wurde) eine unkomplizierte Möglichkeit, mehr Leben in deinen Garten zu bringen. Trau dich ruhig, dieser oft unterschätzten Art ein Plätzchen zu schenken.
Kompakter Sonnenanbeter: Ein 0,12 m kleiner Blütenteppich für Honigbienen.
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Nach aktuellen Bestäubungsdaten ist der Gehörnte Sauerklee eine wertvolle Ressource für verschiedene Fluginsekten. Besonders die Honigbiene (Apis mellifera) und Schmetterlinge wie der Kleine Kohl-Weißling (Pieris rapae) nutzen das Angebot während der Blütezeit von Juni bis August. Auch Vögel wie der Hausgimpel (Carpodacus erythrinus) werden in der Nähe dieser Pflanze beobachtet. Sogar die Asien-Hornisse (Vespa velutina nigrithorax) zählt zu den gelegentlichen Besuchern. Die Vermehrung erfolgt effektiv über sehr leichte Samen mit einem Gewicht von nur 0,226 mg, was eine Fernausbreitung durch den Wind ermöglicht. Mit einer Blattfläche von 89,35 mm² trägt die Pflanze zudem zur Bodenbeschattung und zum Kleinklima bei.
Der Gehörnte Sauerklee wird als nicht kindersicher eingestuft, weshalb bei kleinen Kindern und Haustieren im Garten eine gewisse Aufmerksamkeit geboten ist. Da er zu den Sauerkleegewächsen gehört, enthält er Stoffe, die in größeren Mengen unverträglich sein können. Eine direkte Verwechslungsgefahr mit hochgiftigen Arten besteht bei genauer Betrachtung der charakteristischen Blattform jedoch kaum.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Frisch (Mäßig feucht)
Boden
Mittelzehrer (Normaler Boden)
Blütezeit
Jun – Aug
Bodenreaktion
Mäßig sauer bis neutral
Bioregion
Continental
Nektarwert
3
Pollenwert
3
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.12 m
Morphologische Merkmale: TRY ID3 (CC BY 3.0) & TRY ID81 (CC BY)
Wähle einen vollsonnigen Standort (Lichtwert 7), damit die Pflanze ihre typische Blattfärbung und reiche Blüte entwickelt.
Der Boden sollte frisch (mäßig feucht) sein, was einer normalen Gartenbewässerung ohne Staunässe entspricht.
Als Mittelzehrer (Normaler Boden) benötigt er keine zusätzliche Düngung in herkömmlicher Gartenerde.
Pflanzzeit Frühling: Setze junge Exemplare zwischen März und Mai in die Erde.
Pflanzzeit Herbst: Auch der September bis November eignet sich hervorragend zur Ansiedlung.
Achte auf einen humosen, neutralen bis schwach sauren Boden (Reaktionswert 6).
Da die Pflanze leichte Samen (0,226 mg) bildet, sorgt sie durch Selbstaussaat zuverlässig für ihren Fortbestand.
Gute Partnerin: Die Wiesen-Flockenblume (Centaurea jacea) – sie teilt die Vorliebe für sonnige Standorte und bildet einen schönen farblichen Kontrast.
Der Gehörnte Sauerklee gehört zur Familie der Sauerkleegewächse (Oxalidaceae) innerhalb der Ordnung der Sauerkleeartigen (Oxalidales). Er ist in Deutschland, Österreich und der Schweiz weit verbreitet und besiedelt als Archäophyt (alteingebürgerte Art) bevorzugt warme, sonnige Standorte. In der Natur findet man ihn oft auf neutralen bis schwach sauren Böden. Mit einer exakten Wuchshöhe von 0,12 m bleibt er sehr bodennah und bildet krautige, nicht verholzende Teppiche. Eine Besonderheit ist sein Mykorrhiza-Status (Lebensgemeinschaft mit Pilzen) vom Typ AM (Arbuskuläre Mykorrhiza), der ihm bei der Nährstoffaufnahme hilft.
16 Arten interagieren mit dieser Pflanze
•EuPPollNet (Zenodo 10.5281/zenodo.14747448)
•Interaktionsdaten via GloBI (CC-BY 4.0)
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•EuPPollNet — Kuppler et al. (2025), DOI: 10.1111/geb.70000 (CC BY 4.0)
•Database of Pollinator Interactions (DoPI) — Pocock et al. (2022), DOI: 10.1002/ecy.3801 (CC BY)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•TRY Categorical Traits (ID3) — Kattge et al. (2012), DOI: 10.17871/TRY.3 (CC BY 3.0)
•TRY Global Spectrum (ID81) — Díaz et al. (2016/2021), DOI: 10.17871/TRY.81 (CC BY)
•Checklist Alien Plants Belgium — Verloove F (2023), Botanic Garden Meise (CC BY 4.0)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
•Foto: © Adobe Stock / AdobeStock_1454312140
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