
Plantago media
Auch bekannt als: Mittlerer Wegerich, plantain moyen
40
Arten
interagieren
200
Interaktionen
dokumentiert
Typisch fuer den Mittel-Wegerich (Plantago media) sind seine auffaelligen, hellvioletten Staubfaeden mit den weißlichen Staubbeuteln, die weit aus der Bluetenaehre herausragen und einen zarten Duft verstroemen. Diese heimische Art ist ein hervorragender Bewohner fuer sonnige Rasenflaechen oder Magerwiesen (naehrstoffarme Graslaender) und zeigt sich dort als aeußerst robust. Da er von Maerz bis September blueht, bietet er ueber ein halbes Jahr hinweg eine verlaessliche Struktur im Garten. Mit seiner flachen Blattrosette ist er zudem trittfest und vertraegt gelegentliches Maehen problemlos. Du machst hier alles richtig, wenn du eine langlebige und pflegeleichte Pflanze suchst, die sich harmonisch in naturnahe Gaerten einfuegt. Schließe mit ihm die Luecke zwischen Fruehjahrsbluehern und Spaetsommerstauden.
Heimischer Dauerblueher: Duftender Akzent von Maerz bis September.
Klicken hebt Verbindungen hervor · Nochmals klicken öffnet die Artenseite
Netzwerk wird geladen...
Die oekologische Bedeutung des Mittel-Wegerichs begruendet sich vor allem in seiner langen Bluetezeit von Maerz bis September. Als indigene (heimische) Art ist er vollstaendig in das lokale Oekosystem integriert und bietet ueber sieben Monate hinweg ein kontinuierliches Angebot fuer Bestaeuber. Da er eine Arbuskulaere Mykorrhiza (AM - Pilz-Wurzel-Symbiose) ausbildet, traegt er zur Stabilisierung der Bodenflora bei. In der Roten Liste wird er als ungefaehrdet gefuehrt, was ihn zu einer sicheren Wahl fuer die Foerderung der regionalen Biodiversitaet macht. Die Samenstaende im Herbst dienen zudem als natuerliche Struktur im winterlichen Garten.
Gemaeß den Datenbankangaben wird der Mittel-Wegerich als nicht kindersicher eingestuft. Du solltest daher darauf achten, dass Kleinkinder keine Pflanzenteile verzehren. Eine Verwechslungsgefahr mit hochgiftigen Arten besteht bei den charakteristisch behaarten Blattrosetten im Gartenkontext kaum.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Frisch (Mäßig feucht)
Boden
Mittelzehrer (Normaler Boden)
Blütezeit
Mär – Sep
Bodenreaktion
Basisch / Kalkhold
Bioregion
Continental
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.2 m
Standort: Waehle einen vollsonnigen Platz in deinem Garten.
Boden: Er gedeiht am besten in frischer (maeßig feuchter) Erde, die weder zu nass noch zu trocken ist.
Naehrstoffe: Als Mittelzehrer benötigt er einen normalen Gartenboden ohne staendige Duengung.
Pflanzzeit: Du kannst ihn im Fruehjahr von Maerz bis Mai oder im Herbst von September bis November setzen.
Pflege: Die Pflanze ist extrem anspruchslos und benoetigt nach dem Anwachsen keine besondere Zuwendung.
Vermehrung: Er vermehrt sich unkompliziert durch Selbstaussaat, wenn man die Bluetenstaende stehen laesst.
Besonderheit: Die Art geht eine Arbuskulaere Mykorrhiza (AM - eine nuztliche Lebensgemeinschaft zwischen Wurzeln und Pilzen) ein, was ihn widerstandsfaehig macht.
Kombination: Eine ideale Partnerin ist die Gemeine Schafgarbe (Achillea millefolium). Beide teilen aehnliche Ansprueche an Licht und Boden und bilden zusammen ein stabiles, oekologisch wertvolles Pflanzenduo fuer sonnige Wiesenstuecke.
Der Mittel-Wegerich gehört zur Familie der Wegerichgewaechse (Plantaginaceae) und ist in Deutschland, Oesterreich sowie der Schweiz weit verbreitet. Er wird als Indigen (urspruenglich einheimisch) oder Archaeophyt (eine Pflanze, die vor 1492 eingefuehrt wurde) eingestuft und besiedelt bevorzugt sonnige Standorte. Morphologisch unterscheidet er sich vom bekannteren Spitz-Wegerich durch seine breiteren, elliptischen Blaetter, die beidseitig fein behaart sind. Als Mittelzehrer bevorzugt er Boeden mit moderatem Naehrstoffgehalt und zeigt sich unempfindlich gegenueber kurzzeitiger Trockenheit.
3 Videos zu Mittel-Wegerich



36 Arten interagieren mit dieser Pflanze
4 weitere Arten besuchen die Blüten
•EuPPollNet (Zenodo 10.5281/zenodo.14747448)
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Global Spectrum — Díaz et al. (2016), DOI: 10.1038/nature16489 (CC BY)
•Foto: © Adobe Stock / AdobeStock_359869678
Alle Daten sind CC BY 4.0 oder kompatibel lizenziert. Namensnennung gemäß Lizenzbedingungen. Vollständige Quellenübersicht →