Bild folgtKI-generierte IllustrationPoa cilianensis
Auch bekannt als: Poa cilianensis
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Arten
interagieren
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Interaktionen
dokumentiert
Du erkennst das Stink-Rispengras (Poa cilianensis) an seinen auffällig großen, bleigrauen Ährchen (Teilblütenstände der Gräser) und dem eigentümlichen, wanzenartigen Geruch, der von kleinen Drüsen an den Blatträndern ausgeht. Dieses einjährige Gras ist ein wertvoller Mosaikstein für sonnige Gartenstellen und dient als wichtige Nahrungspflanze für Falter wie den Rostfarbigen Dickkopffalter (Ochlodes sylvanus). In Deinem Naturgarten besiedelt es gern offene Bodenstellen im Beetvordergrund oder an Wegrändern. Es zeigt Dir an, wo der Boden nährstoffreich und die Sonne intensiv ist. Schau doch mal genau hin, ob Du die winzigen Drüsenreihen entdeckst!
Wichtige Kinderstube für den Rostfarbigen Dickkopffalter an sonnigen Plätzen.
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Für die Artenvielfalt ist das Stink-Rispengras eine wichtige Kinderstube. Nach aktuellen Bestäubungsdaten dient es zahlreichen Schmetterlingen als Lebensgrundlage, darunter der Spiegelfleck-Dickkopffalter (Heteropterus morpheus) und der Gelbwürfelige Dickkopffalter (Carterocephalus silvicola). Auch der seltene Gelbbunte Dickkopffalter (Carterocephalus palaemon) sowie der Rostfarbige Dickkopffalter (Ochlodes sylvanus) profitieren von diesem Gras. Weitere Nutznießer sind spezialisierte Arten wie der Hirse-Dickkopffalter (Pelopidas thrax) und der Dunkelbraune Dickkopffalter (Borbo borbonica). Die Mykorrhiza-Verbindung fördert zudem ein gesundes Bodennetzwerk in Deinem Garten.
Die Pflanze gilt laut Datenbank als nicht kindersicher. Dies liegt an den speziellen Drüsensekreten an den Blättern, die bei Hautkontakt oder Verzehr unangenehm sein können. Eine Verwechslungsgefahr mit stark giftigen Arten besteht kaum, da die Ährchenform für Rispengräser einzigartig robust ist.
Licht
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Feuchtigkeit
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Boden
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Blütezeit
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Suche einen vollsonnigen Platz aus, da das Gras sehr lichtliebend (Lichtzahl 8) ist.
Der Boden sollte eher trocken bis mäßig frisch (Feuchtezahl 3) und reich an Nährstoffen sein.
Die ideale Pflanzzeit liegt zwischen März und Mai oder im Herbst von September bis November, solange der Boden offen ist.
Da es einjährig ist, vermehrt es sich durch Selbstaussaat auf offenen Bodenstellen von selbst.
Du musst es nicht zusätzlich düngen; normale, lockere Gartenerde ist ausreichend.
Ein Rückschnitt ist erst im Spätwinter nötig, um die Halme als Winterschutz für Insekten zu erhalten.
Die Pflanze geht eine AM-Mykorrhiza (eine Symbiose zwischen Pilzen und Pflanzenwurzeln) ein, was ihre Nährstoffaufnahme verbessert.
Achte darauf, dass Du nicht alle offenen Bodenstellen mit Rindenmulch abdeckst, damit die Samen keimen können.
Gute Partnerin: Die Wegwarte (Cichorium intybus) - beide teilen die Vorliebe für nährstoffreiche, sonnige Standorte und ergänzen sich optisch hervorragend.
Als Mitglied der Familie der Süßgräser (Poaceae) gehört dieses Gras zur Ordnung der Süßgrasartigen (Poales). In unserer Region findet man es vor allem in wärmebegünstigten Lagen auf Äckern, in Gärten oder an Wegrändern. Unverwechselbar machen es die dicken, eiförmigen Ährchen, die deutlich kräftiger wirken als bei anderen heimischen Rispengräsern. Es handelt sich um einen Kulturbegleiter, der gestörte Standorte mit offenem Boden benötigt, um sich erfolgreich zu versamen.
2 Videos zu Stink-Rispengras


39 Arten interagieren mit dieser Pflanze
•Middleton-Welling_2020
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
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