Bild folgtKI-generierte IllustrationPteridium aquilinum subsp. pinetorum
Auch bekannt als: Pteridium aquilinum subsp. pinetorum
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Arten
interagieren
16
Interaktionen
dokumentiert
3
Wirtsbeziehungen
Arten
Kaum zu übersehen: Der Kiefernwald-Adlerfarn fällt sofort durch seine riesigen, weit ausladenden Wedel auf, die wie grüne Etagen im Halbschatten schweben. Für deinen Naturgarten ist dieser Farn ein echtes Multitalent, da er wertvollen Lebensraum für spezialisierte Tiere bietet. So finden etwa die Raupen des Braunen Bären (Arctia caja) oder die Gelbfleck-Waldschatteneule (Euplexia lucipara) hier Schutz und Nahrung. Auch die Rötelmaus (Myodes glareolus) nutzt das dichte Unterholz gerne als Deckung. Wenn du eine schwierige, magere Ecke unter Bäumen ökologisch aufwerten möchtest, ist dieser urzeitliche Riese genau das Richtige für dich.
Urzeitlicher Riese: Mit 1,61 m Höhe der perfekte Schutzraum für Waldschmetterlinge.
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Dieser Farn ist ein wichtiger Baustein im Ökosystem Garten. Er dient als Raupenfutter für markante Falter wie den Braunen Bär (Arctia caja) und die Gelbfleck-Waldschatteneule (Euplexia lucipara). Das Waldbrettspiel (Pararge aegeria) nutzt die Wedel oft als schattigen Ruheplatz in der Sommerhitze. Sogar die Waldhummel (Bombus sylvarum) wird im Umfeld dieser Bestände gesichtet, da das Kleinklima unter den Wedeln für viele Insekten vorteilhaft ist. Da seine Sporen extrem leicht sind (0,0 mg), können sie vom Wind weit getragen werden. Auch für Säugetiere wie die Rötelmaus (Myodes glareolus) bieten die Bestände ein sicheres Versteck vor Greifvögeln.
Bitte beachte, dass der Kiefernwald-Adlerfarn als nicht kindersicher eingestuft wird, da alle Pflanzenteile Giftstoffe enthalten. Achte darauf, dass weder Kinder noch Haustiere Teile der Pflanze verzehren. Im Falle eines Unfalls wende dich bitte sofort an den Giftnotruf unter der Telefonnummer 0228 19 240.
Licht
Halbschatten
Feuchtigkeit
Frisch (Mäßig feucht)
Boden
Schwachzehrer (Magerer Boden)
Blütezeit
—
Bodenreaktion
Sauer (Säurezeiger)
Bioregion
Continental
Wuchsform
Farn
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
1.612 m
Morphologische Merkmale: TRY ID3 (CC BY 3.0) & TRY ID81 (CC BY)
Standort: Wähle einen Platz im Halbschatten, idealerweise unter tief wurzelnden Bäumen.
Boden: Als Schwachzehrer (Pflanze mit geringem Nährstoffbedarf) benötigt er magere Erde; vermeide Dünger oder Kompost.
Feuchtigkeit: Der Boden sollte frisch (mäßig feucht) sein, Staunässe musst du jedoch unbedingt vermeiden.
Pflanzzeit: Setze den Farn im Frühjahr (März bis Mai) oder im Herbst, solange der Boden frostfrei ist.
Pflanzabstand: Halte aufgrund der Wuchshöhe von 1,61 m einen Abstand von mindestens 80 bis 100 cm zu Nachbarn ein.
Bodenvorbereitung: Bei schweren Böden solltest du Sand einmischen, um die Durchlässigkeit zu fördern.
Pflege: Lass die abgestorbenen Wedel im Winter als natürlichen Frostschutz für die Wurzeln einfach liegen.
Vermehrung: Er breitet sich über Ausläufer aus; in kleinen Gärten kannst du eine Wurzelsperre einbauen.
Gute Partnerin: Die Draht-Schmiele (Deschampsia flexuosa) – sie liebt die gleichen mageren Standorte und bildet einen zarten Kontrast zu den kräftigen Wedeln.
Der Kiefernwald-Adlerfarn gehört zur Familie der Adlerfarngewächse (Dennstaedtiaceae) und ist in unseren Breiten ein heimischer Archäophyt (eine Pflanze, die vor 1492 bei uns heimisch wurde). In der Natur besiedelt er lichte Wälder und Heiden auf mageren, oft sauren Böden. Eine botanische Besonderheit ist sein enormes Rhizom (waagerecht wachsender Erdstamm), aus dem die einzelnen Wedel entspringen. Im Gegensatz zu vielen anderen Farnen bildet er keine Rosetten, sondern wächst einzeln und aufrecht, was ihm ein sehr strukturiertes Erscheinungsbild verleiht.
9 Arten interagieren mit dieser Pflanze
3 Arten nutzen diese Pflanze als Wirt
•Interaktionsdaten via GloBI (CC-BY 4.0)
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•TRY Categorical Traits (ID3) — Kattge et al. (2012), DOI: 10.17871/TRY.3 (CC BY 3.0)
•TRY Global Spectrum (ID81) — Díaz et al. (2016/2021), DOI: 10.17871/TRY.81 (CC BY)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
Alle Daten sind CC BY 4.0, CC0 oder kompatibel lizenziert. Namensnennung gemäß Lizenzbedingungen. Vollständige Quellenübersicht →