Bild folgtKI-generierte IllustrationRorippa amphibia
Auch bekannt als: Teichkresse, Ufer-Sumpfkresse
13
Arten
interagieren
157
Interaktionen
dokumentiert
An ihren leuchtend gelben Blütenständchen, die ab Mai in kleinen Trauben über den oft fiederspaltigen (tief eingeschnittenen) Blättern erscheinen, lässt sich die Wasser-Sumpfkresse (Rorippa amphibia) sofort erkennen. Im Naturgarten ist sie eine unverzichtbare Spezialistin für nasse Senken oder Teichränder, wo sie Struktur und Nahrung bietet. Besonders die Gewöhnliche Bindensandbiene (Andrena flavipes) schätzt das Angebot, während die Gebänderte Prachtlibelle (Calopteryx splendens) die Stängel als Ansitz nutzt. Wenn du eine feuchte Stelle im Garten hast, die ökologisch aufgewertet werden soll, ist diese heimische Wildpflanze die ideale Wahl für dich.
Gelbes Blütenmeer für die Uferzone und Magnet für die Bindensandbiene.
Klicken hebt Verbindungen hervor · Nochmals klicken öffnet die Artenseite
Netzwerk wird geladen...
Nach aktuellen Bestäubungsdaten dient die Wasser-Sumpfkresse als wichtige Energiequelle für die Gewöhnliche Bindensandbiene (Andrena flavipes). Ihre gelben Blüten bieten Pollen und Nektar in einer Zeit, in der die feuchten Lebensräume oft durch frühe Mahd gefährdet sind. Auch für die Tierwelt am Wasser ist sie bedeutend: Die Gebänderte Prachtlibelle (Calopteryx splendens) nutzt die Pflanze häufig als Ruheplatz oder zur Eiablage. Da sie dichte Bestände bilden kann, bietet sie zudem Schutz für Amphibien im Uferbereich. Im Winter dienen die stehengelassenen Stängel verschiedenen Insekten als frostfreies Quartier.
Die Wasser-Sumpfkresse gilt laut Datenlage als nicht kindersicher und sollte daher nicht in Bereichen gepflanzt werden, in denen Kleinkinder unbeaufsichtigt spielen. Zwar ist sie nicht hochgiftig, kann aber bei Verzehr aufgrund der enthaltenen Senföle Reizungen der Schleimhäute verursachen. Eine Verwechslungsgefahr mit stark giftigen Wasserpflanzen besteht bei genauer Betrachtung der kreuzförmigen Blüten kaum.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Feucht
Boden
Starkzehrer (Nährstoffreicher/Fetter Boden)
Blütezeit
Mai – Aug
Bodenreaktion
Basisch / Kalkhold
Bioregion
Continental
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.69 m
Wähle einen sonnigen Standort, da die Pflanze viel Licht benötigt.
Der Boden sollte dauerhaft feucht bis nass sein – ideal ist eine Sumpfzone oder ein Teichrand.
Achte auf eine gute Nährstoffversorgung; als Starkzehrer (Pflanze mit hohem Nährstoffbedarf) braucht sie fetten Boden.
Die beste Pflanzzeit liegt zwischen März und Mai oder im Herbst von September bis November.
Setze sie direkt in den Schlamm oder die flache Uferzone deines Gartenteichs.
Die Vermehrung gelingt unkompliziert über Ausläufer oder die natürliche Aussaat.
Ein Rückschnitt ist im Herbst nicht notwendig, da die Reste kleinen Tieren Schutz bieten.
Im Winter zieht sie sich zurück und treibt im Frühjahr zuverlässig aus ihrem Wurzelstock wieder aus.
Gute Partnerin: Sumpfdotterblume (Caltha palustris) – beide teilen die Vorliebe für nasse, nährstoffreiche Standorte und ergänzen sich hervorragend in der Blütezeit.
Die Wasser-Sumpfkresse (Rorippa amphibia) gehört zur Familie der Kreuzblütengewächse (Brassicaceae). In Deutschland, Österreich und der Schweiz ist sie weit verbreitet und besiedelt vor allem Uferzonen, Gräben und periodisch überschwemmte Wiesen. Ein faszinierendes Merkmal ist ihre Vielgestaltigkeit: Die Blätter unter Wasser sehen oft ganz anders aus als die an der Luft. Als Indigene (einheimische Art) ist sie perfekt an unser Klima angepasst und gilt laut Roter Liste als ungefährdet.
3 Videos zu Wasser-Sumpfkresse



11 Arten interagieren mit dieser Pflanze
2 weitere Arten besuchen die Blüten
•EuPPollNet (Zenodo 10.5281/zenodo.14747448)
•Interaktionsdaten via GloBI (CC-BY 4.0)
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Global Spectrum — Díaz et al. (2016), DOI: 10.1038/nature16489 (CC BY)
Alle Daten sind CC BY 4.0 oder kompatibel lizenziert. Namensnennung gemäß Lizenzbedingungen. Vollständige Quellenübersicht →