Bild folgtKI-generierte IllustrationRubus allegheniensis
Auch bekannt als: Rubus allegheniensis
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Arten
interagieren
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Interaktionen
dokumentiert
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Wirtsbeziehungen
Arten
Typisch für die Allegheny-Brombeere (Rubus allegheniensis) sind ihre kräftigen, oft aufrechten Ruten und die weißen Blütenstände, die im Frühsommer erscheinen. Als Neophyt (Pflanze, die nach 1492 eingeführt wurde) ist sie zwar eine Einwanderin, bietet aber dennoch einen hohen ökologischen Nutzen für hiesige Falter wie den Roten Würfel-Dickkopffalter (Spialia sertorius). Auch der Kleine Kohlweißling (Pieris rapae) gehört zu den regelmäßigen Gästen an den Blüten. Wenn Du eine robuste Wildfrucht-Ecke anlegen möchtest, die gleichzeitig als Kinderstube für Insekten dient, ist diese Art eine gute Wahl. Achte in Deinem Garten nur darauf, dass sie genügend Platz zur Entfaltung bekommt.
Wilde Brombeer-Power: Ein Paradies für seltene Dickkopf- und Perlmuttfalter.
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Nach aktuellen Bestäubungsdaten ist diese Art eine wichtige Nahrungsquelle für spezialisierte Dickkopffalter wie den Roten Würfel-Dickkopffalter (Spialia sertorius) und Muschampia tessellum. Auch seltene Perlmuttfalter, darunter Boloria polaris und Boloria frigga, nutzen den Nektar der weißen Blüten. Neben der Honigbiene (Apis mellifera) besucht auch der Kleine Kohlweißling (Pieris rapae) die Pflanze. Für die Umbra-Sonneneule (Pyrrhia umbra) ist sie ebenso eine wichtige Ressource wie für den Prachtkäfer Agrilus cyanescens. Im Winter bieten die markanten Ruten wertvollen Schutzraum, während die Früchte im Spätsommer von vielen Vögeln als energiereiche Nahrung geschätzt werden.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Frisch (Mäßig feucht)
Boden
Mittelzehrer (Normaler Boden)
Blütezeit
Mai – Jul
Bodenreaktion
Mäßig sauer bis neutral
Bioregion
Continental
Wuchsform
Strauch
Verholzung
Verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
1.06 m
Standort: Wähle einen vollsonnigen Platz, damit die Beeren gut ausreifen.
Boden: Sie bevorzugt einen „frischen“ Boden, was bedeutet, dass die Erde gleichmäßig mäßig feucht bleiben sollte.
Nährstoffe: Als Mittelzehrer (Pflanze mit durchschnittlichem Nährstoffbedarf) reicht ein normaler Gartenboden aus; eine Gabe Kompost im Frühjahr schadet jedoch nicht.
Pflanzzeit: Setze die Brombeere am besten von März bis Mai oder im Herbst von September bis November, solange der Boden offen ist.
Pflege: Da sie kräftig wächst, solltest Du alte Ruten nach der Ernte bodennah zurückschneiden.
Vermehrung: Die Pflanze vermehrt sich willig über Wurzelausläufer, die Du bei Bedarf einfach abstechen kannst.
Kombination: Eine hervorragende Partnerin ist die heimische Hundsrose (Rosa canina). Beide teilen ähnliche Standortansprüche und bilden zusammen ein wertvolles, dorniges Schutzgehölz für Vögel und Kleintiere.
Die Allegheny-Brombeere gehört zur Familie der Rosengewächse (Rosaceae) und stammt ursprünglich aus Nordamerika. In Deutschland und Österreich ist sie mittlerweile als etablierter Neophyt (eingebürgerte Art) in der freien Natur und in Gärten zu finden. Sie gedeiht bevorzugt an sonnigen Standorten auf frischen, also mäßig feuchten Böden. Eine botanische Besonderheit ist ihre Symbiose mit der AM-Mykorrhiza (ein nützlicher Wurzelpilz), die der Pflanze hilft, Nährstoffe aus dem Boden effizienter zu erschließen, was sie besonders widerstandsfähig macht.
3 Videos zu Allegheny-Brombeere



18 Arten interagieren mit dieser Pflanze
5 Arten nutzen diese Pflanze als Wirt
•Interaktionsdaten via GloBI (CC-BY 4.0)
•Middleton-Welling_2020
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Global Spectrum — Díaz et al. (2016), DOI: 10.1038/nature16489 (CC BY)
Alle Daten sind CC BY 4.0 oder kompatibel lizenziert. Namensnennung gemäß Lizenzbedingungen. Vollständige Quellenübersicht →