
Senecio vulgaris
Auch bekannt als: Gemeines Kreuzkraut, Gemeines Greiskraut
30
Arten
interagieren
33
Interaktionen
dokumentiert
21
Wirtsbeziehungen
Arten
Wer das Gewöhnliche Greiskraut (Senecio vulgaris) einmal gesehen hat, vergisst es nicht: Die Pflanze zeigt kleine, gelbe Köpfchen, denen die typischen langen Zungenblüten (die strahlenförmigen Außenblätter) fehlen, wodurch sie wie geschlossene Röhren wirken. In deinem Naturgarten ist dieser Überlebenskünstler von unschätzbarem Wert, da er fast das ganze Jahr über blüht. Davon profitieren besonders früh oder spät fliegende Insekten sowie die Raupen von Nachtfaltern wie dem Schwarzen Bären (Arctia villica) oder der C-Schwarzen Bodeneule (Xestia c-nigrum). Wenn du dieses Kraut in einer ungestörten Ecke gewähren lässt, tust du aktiv etwas für die Artenvielfalt.
Blütenwunder von Februar bis November: Die Ganzjahres-Kantine für Raupen.
Klicken hebt Verbindungen hervor · Nochmals klicken öffnet die Artenseite
Netzwerk wird geladen...
Mit einer Blütezeit von Februar bis November schließt diese Art kritische Nahrungslücken für Bestäuber in den Randzeiten des Jahres. Nach aktuellen Daten ist sie eine lebenswichtige Raupenfutterpflanze für eine Vielzahl von Faltern, darunter der Braungebänderte Heckenspanner (Horisme vitalbata) und die Veränderliche Herbsteule (Xylena vetusta). Auch die Lichtnelkeneule (Hadena bicruris) und die Dunkle Schatteneule (Rusina ferruginea) sind auf sie angewiesen. In den Wintermonaten dienen die Samenständen als wichtige Futterquelle für Vögel wie den Stieglitz, der die kleinen Samen geschickt aus den Kelchen pickt.
Bitte beachte, dass das Gewöhnliche Greiskraut nicht kindersicher ist. Es enthält Pyrrolizidinalkaloide (natürliche Giftstoffe zum Schutz vor Fraßfeinden), die bei Verzehr die Leber schädigen können. Achte darauf, dass Kinder oder Haustiere keine Teile der Pflanze essen. Eine Verwechslung mit dem größeren Jakobs-Greiskraut (Jacobaea vulgaris) ist möglich, wobei dieses jedoch auffällige gelbe Strahlenblüten besitzt.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Frisch (Mäßig feucht)
Boden
Starkzehrer (Nährstoffreicher/Fetter Boden)
Blütezeit
Feb – Nov
Bodenreaktion
Mäßig sauer bis neutral
Bioregion
Continental
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.28 m
Standort: Das Greiskraut bevorzugt vollsonnige Plätze, um seine volle Vitalität zu entfalten.
Boden: Ideal ist ein frischer (mäßig feuchter) und sehr nährstoffreicher Untergrund. Als Starkzehrer (Pflanze mit hohem Bedarf an Mineralstoffen) liebt sie gut gedüngte Gartenbeete.
Pflanzzeit: Du kannst sie von März bis Mai oder im Herbst von September bis November aussäen oder pflanzen, sofern der Boden offen ist.
Pfage: Die Pflanze ist einjährig und pflegeleicht; sie sorgt durch Selbstaussaat für ihren Fortbestand.
Vermehrung: Über die flugfähigen Samen verbreitet sie sich von selbst in geeignete Lücken.
Kombinationsempfehlung: Eine gute Partnerin ist die Weiße Lichtnelke (Silene latifolia). Beide Arten teilen die Vorliebe für stickstoffreiche Böden und die Lichtnelkeneule (Hadena bicruris) nutzt beide Pflanzen als Lebensgrundlage.
Diese Art gehört zur Familie der Korbblütler (Asteraceae) und ist in Mitteleuropa als Archäophyt (eine Pflanze, die vor 1492 durch menschlichen Einfluss eingeführt wurde) weit verbreitet. Sie besiedelt bevorzugt Ruderalstellen (unbebaute Rohbodenflächen) und Gärten. Charakteristisch sind die tief fiederteiligen Blätter und die Blütenhülle, deren äußere Schuppen auffällige schwarze Spitzen besitzen. Trotz ihrer unscheinbaren Größe von meist nur 10 bis 30 Zentimetern ist sie eine der anpassungsfähigsten Pflanzen unserer Breiten.
6 Arten interagieren mit dieser Pflanze
21 Arten nutzen diese Pflanze als Wirt
3 weitere Arten besuchen die Blüten
•DoPI - Database of Pollinator Interactions (UK)
•EuPPollNet (Zenodo 10.5281/zenodo.14747448)
•Cook et al. (2025) UK Butterfly & Moth Traits (DOI: 10.5285/dbc7cc17-cbbd-49dd-bab4-8e8855768d66)
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Global Spectrum — Díaz et al. (2016), DOI: 10.1038/nature16489 (CC BY)
•Foto: © Orest Lyzhechka / Adobe Stock
Alle Daten sind CC BY 4.0 oder kompatibel lizenziert. Namensnennung gemäß Lizenzbedingungen. Vollständige Quellenübersicht →