Bild folgtKI-generierte IllustrationSoldanella alpina
Auch bekannt als: Großes Alpenglöckchen, Alpen-Soldanelle, Großes Alpenglöckchen (Schweiz), Echtes Alpenglöckchen, Alpentroddelblume
20
Arten
interagieren
138
Interaktionen
dokumentiert
Unverwechselbar ist das Gewöhnliche Alpenglöckchen (Soldanella alpina) durch seine violetten, glockenförmigen Blüten mit den tief gefransten Rändern. Diese zierliche Art ist ein wertvoller Frühaufsteher in deinem Garten, der oft schon kurz nach der Schneeschmelze Farbe bekennt. Für die Biodiversität ist sie besonders wichtig, da sie früh im Jahr Nahrung für spezialisierte Insekten wie die Berg-Hummel oder den Rapsweißling (Pieris rapae) bereitstellt. Mit dieser heimischen Gebirgspflanze holst du dir ein Stück alpine Wildnis direkt ins Beet. Wenn du sie einmal beim Austrieb beobachtet hast, wird sie schnell zu deinem Liebling im Steingarten.
Alpine Eleganz mit Fransenblüten: Ein ausdauernder Nektarschatz für Berg-Hummeln.
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Nach aktuellen Bestäubungsdaten ist das Alpenglöckchen eine wichtige Anlaufstelle für Insekten der Bergregionen. Besonders die Berg-Hummel und die Berglandhummel nutzen das Nektarangebot der violetten Glocken. Auch Tagfalter wie der Rapsweißling (Pieris rapae) und kleinere Wildbienen wie die Wald-Schmalbiene besuchen die Blüten regelmäßig. Da die Blütezeit laut Daten von April bis September reicht, bietet die Pflanze über ein halbes Jahr hinweg eine verlässliche Versorgungsstation. Dies ist besonders in wechselhaften Frühjahrsmonaten entscheidend für das Überleben der ersten Hummelköniginnen.
Das Gewöhnliche Alpenglöckchen wird als nicht kindersicher eingestuft. Vom Verzehr der Pflanzenteile ist abzuraten, da dies zu Unverträglichkeiten führen kann. Aufgrund ihrer einzigartigen gefransten Blütenform besteht jedoch kaum eine Verwechslungsgefahr mit stark giftigen Gartenpflanzen.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Frisch (Mäßig feucht)
Boden
Mittelzehrer (Normaler Boden)
Blütezeit
Apr – Sep
Bodenreaktion
Basisch / Kalkhold
Bioregion
Continental
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.08 m
Wähle einen Standort in der Sonne, an dem der Boden jedoch nie vollständig austrocknet.
Die Pflanze benötigt einen frischen (mäßig feuchten) Boden, um sich wohlzufühlen.
Als Mittelzehrer (Pflanze mit normalem Nährstoffbedarf) kommt sie gut mit herkömmlicher Gartenerde zurecht, die nicht übermäßig gedüngt ist.
Die beste Pflanzzeit ist im Frühjahr von März bis Mai oder im Herbst zwischen September und November.
Achte darauf, die kleinen Rosetten nicht zu tief einzupflanzen; das Herz der Pflanze sollte knapp über der Erde liegen.
Im Sommer solltest du bei längerer Trockenheit regelmäßig gießen, da die Art an feuchtere Gebirgslagen angepasst ist.
Eine Vermehrung ist durch vorsichtige Teilung der Rosetten nach der Blütezeit möglich.
Ein Rückschnitt ist nicht notwendig, da die Blätter wintergrün sind und den Boden schützen.
Gute Partnerin: Die Hohe Schlüsselblume (Primula elatior) – beide Arten bevorzugen frische Böden und ergänzen sich hervorragend in einem naturnahen Frühlingsbeet.
Das Gewöhnliche Alpenglöckchen (Soldanella alpina) ist eine ausdauernde Gebirgspflanze, die in den Alpen und dem Alpenvorland von Deutschland, Österreich und der Schweiz heimisch ist. Ihr natürlicher Lebensraum sind Schneetälchen (Senken, in denen der Schnee besonders lange liegen bleibt) und feuchte Bergwiesen. Morphologisch zeichnet sie sich durch eine bodenständige Blattrosette aus, die aus ledrigen, fast kreisrunden bis nierenförmigen Blättern besteht. Die Pflanze ist perfekt an die harten Bedingungen der Hochlagen angepasst und treibt oft schon durch dünne Schneeschichten aus.
15 Arten interagieren mit dieser Pflanze
5 weitere Arten besuchen die Blüten
•EuPPollNet (Zenodo 10.5281/zenodo.14747448)
•Interaktionsdaten via GloBI (CC-BY 4.0)
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Global Spectrum — Díaz et al. (2016), DOI: 10.1038/nature16489 (CC BY)
Alle Daten sind CC BY 4.0 oder kompatibel lizenziert. Namensnennung gemäß Lizenzbedingungen. Vollständige Quellenübersicht →