Bild folgtKI-generierte IllustrationLonicera tatarica
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Arten
interagieren
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Interaktionen
dokumentiert
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Wirtsbeziehungen
Arten
An ihren paarweise angeordneten, zartrosa bis weißlichen Blüten lässt sich die Tataren-Heckenkirsche sofort erkennen. Dieser sommergrüne Strauch ist ein wichtiger Baustein für einen lebendigen Garten, da er spezialisierten Schmetterlingen wie dem Goldenen Scheckenfalter (Euphydryas aurinia) und dem Silbrigen Scheckenfalter (Melitaea diamina) wertvolle Nahrung bietet. Im Gegensatz zu vielen exotischen Ziergehölzen ist sie bei uns in Mitteleuropa heimisch und fest in das Ökosystem eingebunden. Die Pflanze wächst buschig und erreicht meist eine Höhe von zwei bis drei Metern, was sie zu einem idealen Sichtschutz macht. Wenn Du eine robuste Hecke suchst, die ökologisch wertvoller ist als der oft gepflanzte Kirschlorbeer, ist sie eine ideale Wahl für Dich.
Heimischer Futterstrauch für seltene Scheckenfalter und Wildbienen.
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Dieser Strauch ist ein wahrer Magnet für Schmetterlinge und Wildbienen. Nach aktuellen Bestäubungsdaten besuchen insbesondere seltene Arten wie der Goldene Scheckenfalter (Euphydryas aurinia) und der Rote Scheckenfalter (Melitaea didyma) die Blüten im Mai. Auch der Kleine Kohlweißling (Pieris rapae) und die Honigbiene finden hier verlässliche Nahrung. Eine besondere Rolle spielt die Pflanze für die Rotbeinige Furchenbiene und den Prachtkäfer Agrilus cyanescens (Ratzeburg, 1837). Die Beeren werden im Spätsommer gern von Vögeln als Energiereserve genutzt. Damit leistet der Strauch einen wesentlichen Beitrag zur biologischen Vielfalt in Siedlungsräumen.
Die Tataren-Heckenkirsche ist als nicht kindersicher eingestuft. Ihre auffälligen roten Beeren sind für Menschen giftig und können bei Verzehr Erbrechen und Magen-Darm-Beschwerden verursachen. Wenn kleine Kinder in Deinem Garten spielen, solltest Du sie auf die Giftigkeit der Früchte hinweisen oder auf eine Pflanzung im Spielbereich verzichten.
Licht
—
Feuchtigkeit
—
Boden
—
Blütezeit
Mai – Mai
Bioregion
Continental
Wuchsform
Strauch
Verholzung
Verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Bevorzuge für diesen Strauch einen sonnigen bis halbschattigen Standort in Deinem Garten.
Der Boden sollte mäßig trocken bis frisch sein; die Pflanze ist hierbei sehr anspruchslos.
Setze den Strauch am besten im Frühjahr von März bis Mai oder im Herbst zwischen September und November, solange der Boden offen ist.
Das Gehölz ist vollkommen winterhart und benötigt keinen besonderen Schutz gegen Frost.
Ein Rückschnitt ist nicht zwingend erforderlich, kann aber im Spätwinter durchgeführt werden, um die Form zu erhalten.
Da die Pflanze eine AM-Mykorrhiza (eine spezielle Form der Pilz-Symbiose) ausbildet, verbessert sie die Bodenstruktur von ganz allein.
In den ersten Standjahren solltest Du bei längeren Trockenphasen im Sommer gelegentlich gießen.
Eine Düngung ist in normalen Gartenböden meist nicht nötig, eine Gabe Kompost im Frühjahr schadet jedoch nie.
Gute Partnerin: Der Rote Hartriegel (Cornus sanguinea) – beide sind heimisch, teilen sich ähnliche Standortansprüche und bilden zusammen eine wertvolle Vogelschutzhecke.
Die Tataren-Heckenkirsche gehört zur Familie der Geißblattgewächse (Caprifoliaceae) und ist in Deutschland, Österreich sowie der Schweiz heimisch. In der Natur besiedelt sie bevorzugt lichte Gebüsche und Waldränder. Charakteristisch für diesen Strauch ist sein aufrechter, sparriger Wuchs und die gegenständigen, ovalen Blätter, die keine Nebenblätter (kleine blattartige Anhängsel am Blattstiel) besitzen. Dank einer Symbiose mit Mykorrhiza-Pilzen (Wurzelpilze, die den Nährstoffaustausch verbessern), ist sie besonders anpassungsfähig an verschiedene Standorte.
1 Video zu Tataren-Heckenkirsche

12 Arten interagieren mit dieser Pflanze
5 Arten nutzen diese Pflanze als Wirt
•EuPPollNet (Zenodo 10.5281/zenodo.14747448)
•Interaktionsdaten via GloBI (CC-BY 4.0)
•Middleton-Welling_2020
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Global Spectrum — Díaz et al. (2016), DOI: 10.1038/nature16489 (CC BY)
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