Bild folgtKI-generierte IllustrationAgrostis alpina
Auch bekannt als: Agrostis alpina
Artengruppe
39
Arten
interagieren
46
Interaktionen
dokumentiert
Unverwechselbar ist das Alpen-Straußgras (Agrostis alpina) durch seine extrem niedrige, polsterartige Wuchsform und die feinen Halme, die kaum höher als acht Zentimeter werden. Für deinen Naturgarten ist dieses zierliche Süßgras ein echter Gewinn, da es spezialisierten Faltern wie dem Spiegelfleck-Dickkopffalter (Heteropterus morpheus) und dem Gelbwürfeligen Dickkopffalter (Carterocephalus palaemon) als wichtige Lebensgrundlage dient. Es besetzt Nischen an sonnigen Plätzen, die für größere Gräser oft zu exponiert sind. Wenn du alpine Akzente setzen und gleichzeitig die Artenvielfalt der Dickkopffalter fördern möchtest, ist dieses Gras die ideale Wahl. Du wirst sehen, wie die filigranen Blütenstände deinem Garten eine ganz natürliche Leichtigkeit verleihen.
Alpiner Winzling mit großer Wirkung: Nur 8 cm hoch und ein Magnet für Dickkopffalter.
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Dieses Gras ist eine wichtige Futterpflanze für eine Vielzahl von Schmetterlingen. Nach aktuellen Bestäubungsdaten profitieren insbesondere Dickkopffalter wie der Spiegelfleck-Dickkopffalter (Heteropterus morpheus) und der Gelbwürfelige Dickkopffalter (Carterocephalus palaemon) von dieser Art. Auch der Rostfarbige Dickkopffalter (Ochlodes sylvanus) und der Wald-Gelbwürfel-Falter (Carterocephalus silvicola) nutzen das Gras aktiv. Selbst seltenere Arten wie der Blauschwarze Dickkopffalter (Pelopidas thrax) oder Gegenes nostrodamus finden hier Nahrung. Die winzigen Samen dienen zudem im Herbst kleinen Singvögeln als Energielieferant. Durch seine Mykorrhiza-Verbindung trägt es wesentlich zur biologischen Aktivität und Gesundheit des Gartenbodens bei.
Das Alpen-Straußgras gilt als ungiftig und stellt somit keine Gefahr für Haustiere oder neugierige Entdecker dar. Da es laut Datenbank nicht explizit als kindersicher eingestuft wird, sollte es primär als ökologisch wertvolle Zierpflanze im Beet oder Alpinum und nicht als bespielbare Rasenfläche verwendet werden. Die Halme sind weich und weisen keine scharfen Kanten auf.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Frisch (Mäßig feucht)
Boden
Mittelzehrer (Normaler Boden)
Blütezeit
Jul – Sep
Bodenreaktion
Mäßig sauer bis neutral
Bioregion
Continental
Wuchsform
Gras
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.082 m
Morphologische Merkmale: TRY ID3 (CC BY 3.0) & TRY ID81 (CC BY)
Standort: Wähle einen vollsonnigen Platz (Lichtzahl 8), da das Gras für eine gesunde Entwicklung viel direktes Sonnenlicht benötigt.
Boden: Der Boden sollte normal beschaffen sein (Mittelzehrer) und einen neutralen bis schwach sauren pH-Wert aufweisen.
Feuchtigkeit: Halte das Substrat gleichmäßig frisch (mäßig feucht), vermeide aber Staunässe.
Pflanzzeit: Setze das Gras idealerweise im Frühjahr von März bis Mai oder im Herbst zwischen September und November.
Wuchshöhe: Mit nur 0,08 m Höhe ist kein Rückschnitt erforderlich; das Gras behält seine kompakte Form.
Vermehrung: Die Pflanze verbreitet ihre extrem leichten Diasporen (Samen) mit einem Gewicht von nur 0,1049 mg über den Wind.
Symbiose: Das Gras nutzt die AM (Arbuskuläre Mykorrhiza), eine nützliche Pilzverbindung im Boden, die bei der Nährstoffaufnahme hilft.
Gute Partnerin: Die Alpen-Grasnelke (Armeria alpina) – sie teilt die Vorliebe für sonnige, frische Standorte und ergänzt das Gras optisch perfekt.
Das Alpen-Straußgras gehört zur Familie der Süßgräser (Poaceae) und ist in den Bergregionen Deutschlands, Österreichs und der Schweiz heimisch. Sein natürlicher Lebensraum sind lückige Rasen und Felsfluren in alpinen Höhenlagen, was seine Vorliebe für kühleres Klima erklärt. Morphologisch zeichnet es sich durch eine sehr geringe Wuchshöhe von exakt 0,08 m und breitblättrige Blätter aus, was für Straußgräser in dieser Höhenlage charakteristisch ist. Als Indigen (einheimische Art) ist es perfekt an die klimatischen Bedingungen unserer Breitengrade angepasst und ökologisch stabil in neutrale Bodenverhältnisse eingebunden.
1 Video zu Alpen-Straußgras (Artengruppe)

39 Arten interagieren mit dieser Pflanze
•Middleton-Welling_2020
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•TRY Categorical Traits (ID3) — Kattge et al. (2012), DOI: 10.17871/TRY.3 (CC BY 3.0)
•TRY Global Spectrum (ID81) — Díaz et al. (2016/2021), DOI: 10.17871/TRY.81 (CC BY)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
Alle Daten sind CC BY 4.0, CC0 oder kompatibel lizenziert. Namensnennung gemäß Lizenzbedingungen. Vollständige Quellenübersicht →