Bild folgtKI-generierte IllustrationAira caryophyllea
Auch bekannt als: Aira caryophyllea
40
Arten
interagieren
47
Interaktionen
dokumentiert
1
Wirtsbeziehungen
Arten
Wer die Nelken-Haferschmiele einmal gesehen hat, vergisst sie nicht: Sie ist eine der zierlichsten Grasschönheiten, die mit ihrem feinen Wuchs von nur 0,14 m Höhe fast wie ein kleiner Hauch über dem Boden wirkt. Da sie in der Natur seltener wird und auf der Vorwarnliste der Roten Liste (V) steht, ist sie eine echte Bereicherung für jeden Naturgarten mit sandigen Stellen. Besonders Schmetterlinge wie der Rostfarbige Dickkopffalter (Ochlodes sylvanus) oder der Spiegelfleck-Dickkopffalter (Heteropterus morpheus) profitieren von ihrem Vorhandensein. Als Raupenfutter für die Gelbflügel-Raseneule (Thalpophila matura) erfüllt sie eine wichtige Funktion im Ökosystem. Wenn du magere, sonnige Plätze hast, zeigst du mit diesem Gras, dass du ein Auge für die leisen, wertvollen Details der Natur hast.
Zierliches Juwel für Magerbeete: Rettungsanker für seltene Falter auf nur 14 cm.
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Nach aktuellen Bestäubungsdaten ist dieses Gras eine wichtige Anlaufstelle für spezialisierte Falter wie den Gelbwürfeligen Dickkopffalter (Carterocephalus palaemon) und den Schwarzfleckigen Golddickkopffalter (Carterocephalus silvicola). Sogar seltener vorkommende Arten wie der Südliche Dickkopffalter (Gegenes nostrodamus) nutzen das Habitat. Besonders hervorzuheben ist ihre Rolle als Raupenfutterpflanze für die Gelbflügel-Raseneule (Thalpophila matura), die auf solche mageren Grasbestände zur Fortpflanzung angewiesen ist. Die winzigen Samen (Diasporen) wiegen nur 0,1224 mg und werden durch den Wind verbreitet, was sie zu einer weitreichenden, wenn auch kleinen Futterquelle für spezialisierte Insekten macht. In einem Garten fördert sie durch ihre Mykorrhiza-Symbiose (AM) zudem ein gesundes Bodenleben auf mageren Standorten.
Die Nelken-Haferschmiele wird in Datenbanken als nicht kindersicher aufgeführt. Bei Gräsern liegt dies meist an den sehr feinen, behaarten Strukturen oder Grannen (borstenartige Anhängsel an den Samen), die bei Kontakt oder durch Verschlucken mechanische Reizungen der Schleimhäute verursachen können. Da sie jedoch keine Giftstoffe enthält, ist sie bei vorsichtigem Umgang auch in Gärten mit Tieren unbedenklich.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Trocken
Boden
Schwachzehrer (Magerer Boden)
Blütezeit
Jun – Jul
Bodenreaktion
Mäßig sauer bis neutral
Bioregion
Continental
Wuchsform
Gras
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.144 m
Morphologische Merkmale: TRY ID3 (CC BY 3.0) & TRY ID81 (CC BY)
Standort: Wähle einen vollsonnigen Platz (Lichtzahl 9), an dem die Pflanze die maximale Strahlungsintensität genießen kann.
Boden: Die Erde muss extrem mager und nährstoffarm sein (Schwachzehrer); ideal sind sandige oder kiesige Untergründe.
Feuchtigkeit: Halte den Bereich trocken (Feuchtezahl 2), da das Gras an Trockenheit angepasst ist und Staunässe nicht verträgt.
Bodenreaktion: Ein neutraler bis schwach sauerer Boden (Reaktionszahl 4) ist für die Entwicklung optimal.
Pflanzzeit: Setze Jungpflanzen im Frühjahr (März bis Mai) oder nutze die Herbstaussaat, damit die Samen im Boden überdauern können.
Wuchshöhe: Beachte bei der Planung die geringe Höhe von exakt 0,14 m; sie darf nicht von größeren Nachbarn überwachsen werden.
Pflege: Da die Art einjährig ist, solltest du die Halme nach der Samenreife im Spätsommer nicht sofort entfernen, damit sie sich versamen kann.
Gute Partnerin: Die Heide-Nelke (Dianthus deltoides) – sie hat identische Ansprüche an Magerkeit und Trockenheit und blüht zeitgleich mit dem Gras.
Die Nelken-Haferschmiele (Aira caryophyllea) gehört zur Familie der Süßgräser (Poaceae) und ist in Deutschland, Österreich sowie der Schweiz heimisch. Man findet sie natürlicherweise in Xerothermrasen (trockene, warme Magerwiesen) und auf Pionierstandorten mit kalkarmen Böden. Charakteristisch ist ihr einjähriger Lebenszyklus als Therophyt (Pflanze, die den Winter nur als Samen überdauert), wodurch sie Lücken in lückiger Vegetation schnell besiedeln kann. Trotz ihrer geringen Größe von 0,14 m ist sie morphologisch durch ihre lockeren, fast schleierartigen Blütenrispen gut erkennbar, die im Frühsommer erscheinen.
2 Videos zu Nelken-Haferschmiele


39 Arten interagieren mit dieser Pflanze
•Cook et al. (2025) UK Butterfly & Moth Traits (DOI: 10.5285/dbc7cc17-cbbd-49dd-bab4-8e8855768d66)
•Middleton-Welling_2020
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•TRY Categorical Traits (ID3) — Kattge et al. (2012), DOI: 10.17871/TRY.3 (CC BY 3.0)
•TRY Global Spectrum (ID81) — Díaz et al. (2016/2021), DOI: 10.17871/TRY.81 (CC BY)
•Checklist Alien Plants Belgium — Verloove F (2023), Botanic Garden Meise (CC BY 4.0)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
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