Bild folgtKI-generierte IllustrationThymus praecox subsp. clivorum
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dokumentiert
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Wirtsbeziehungen
Arten
An ihrem extrem niedrigen Wuchs von gerade einmal 0,04 m und den dichten, polsterartigen Matten lässt sich der Klippen-Thymian (Thymus praecox subsp. clivorum) sofort erkennen. Er ist ein unverzichtbarer Baustein für deinen Naturgarten, da er spezialisierten Insekten wie der Aschgrauen Sandbiene (Andrena cineraria) eine wertvolle Nahrungsquelle bietet. Auch der seltene Ockerbindige Samtfalter (Hipparchia semele) sucht die Pflanze gerne auf. Durch seine Vorliebe für karge Standorte hilft er dir, schwierige, trockene Stellen im Garten ökologisch aufzuwerten. Mit diesem robusten Halbstrauch schaffst du ein dauerhaftes Refugium für bedrohte Arten auf kleinstem Raum.
Nur 4 cm hoch: Die duftende Tankstelle für die seltene Aschgraue Sandbiene.
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Dieser Thymian ist eine Lebensversicherung für spezialisierte Bestäuber. Nach aktuellen Daten profitieren besonders die Aschgraue Sandbiene (Andrena cineraria) und die Wildbiene Lasioglossum cupromicans von dem Angebot. Für Schmetterlinge ist er ebenso bedeutend: Der Ockerbindige Samtfalter (Hipparchia semele) nutzt ihn als Nektarquelle, während der Heide-Gelbspanner (Aspitates gilvaria) die Pflanze gezielt anfliegt. Da die Samen mit nur 0,1239 mg extrem leicht sind, dient die Art auch als Pionierbesiedler für neue Trockenhabitate. Im Winter bieten die verholzten Strukturen am Boden Schutz für Kleinstlebewesen.
In gärtnerischen Fachdatenbanken wird der Klippen-Thymian als nicht kindersicher eingestuft. Obwohl viele Verwandte als Küchenkraut genutzt werden, solltest du im direkten Umfeld von spielenden Kleinkindern vorsichtig sein und darauf achten, dass keine Pflanzenteile verzehrt werden. Eine akute Giftigkeit ist jedoch nicht bekannt.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Trocken
Boden
Schwachzehrer (Magerer Boden)
Blütezeit
—
Bodenreaktion
Basisch / Kalkhold
Bioregion
Continental
Wuchsform
Halbstrauch
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Blattphänologie
Immergrün
Pflanzenhöhe
0.081 m
Morphologische Merkmale: TRY ID3 (CC BY 3.0) & TRY ID81 (CC BY)
Wähle einen Standort in der vollen Sonne (Lichtwert 8), ideal sind mindestens sechs Stunden direktes Licht täglich.
Der Boden muss sehr trocken und durchlässig sein; Staunässe verträgt die Pflanze gar nicht.
Als Schwachzehrer benötigt er einen mageren Boden; dünge niemals, da er sonst seine Kompaktheit verliert.
Setze die Pflanze vorzugsweise im Frühjahr (März bis Mai) oder im Herbst (September bis November), solange der Boden frostfrei ist.
Halte die Wuchshöhe von 0,04 m ein, indem du ihn nach der Blüte leicht zurückschneidest, um die Polsterform zu erhalten.
Achte auf einen kalkhaltigen oder basischen Boden (Reaktionswert 7); bei saurem Boden hilft eine Gabe von Kalksplitt.
Gute Partnerin: Die Kartäuser-Nelke (Dianthus carthusianorum) – sie teilt die Vorliebe für trockene Magerstandorte und ergänzt das Polster mit ihren aufrechten Blüten.
Der Klippen-Thymian gehört zur Familie der Lippenblütler (Lamiaceae) und ist in Deutschland eine heimische Art. Sein natürlicher Lebensraum sind sogenannte Xerothermrasen (trockene, warme Magerwiesen) und kalkhaltige Felsbereiche. Botanisch handelt es sich um einen Halbstrauch, also eine Pflanze, die im unteren Bereich verholzt, aber oben krautig bleibt. Mit einer Blattfläche von nur 11,33 mm² pro Blatt ist er perfekt an starke Sonneneinstrahlung angepasst. Die Ausbreitung erfolgt über extrem leichte Samen von etwa 0,1239 mg, die effizient vom Wind davongetragen werden.
80 Arten interagieren mit dieser Pflanze
4 Arten nutzen diese Pflanze als Wirt
•Interaktionsdaten via GloBI (CC-BY 4.0)
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•TRY Categorical Traits (ID3) — Kattge et al. (2012), DOI: 10.17871/TRY.3 (CC BY 3.0)
•TRY Global Spectrum (ID81) — Díaz et al. (2016/2021), DOI: 10.17871/TRY.81 (CC BY)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
Alle Daten sind CC BY 4.0, CC0 oder kompatibel lizenziert. Namensnennung gemäß Lizenzbedingungen. Vollständige Quellenübersicht →