Bild folgtKI-generierte IllustrationPotentilla erecta subsp. erecta
Auch bekannt als: Potentilla erecta subsp. erecta
95
Arten
interagieren
115
Interaktionen
dokumentiert
1
Wirtsbeziehungen
Arten
An ihren vier gelben Kronblättern lässt sich die Blutwurz (Potentilla erecta subsp. erecta) sofort erkennen, da fast alle anderen Fingerkräuter fünf Blätter besitzen. In deinem Garten ist diese zierliche Pflanze ein echtes Juwel für die Artenvielfalt, da sie auf mageren, also nährstoffarmen Standorten eine wichtige Nische füllt. Besonders profitiert der Rote Würfel-Dickkopffalter (Spialia sertorius), der auf diese Pflanze angewiesen ist, aber auch die Aschgraue Sandbiene (Andrena cineraria) schaut gerne vorbei. Wenn du eine naturnahe Ecke im Halbschatten hast, machst du mit ihr alles richtig. Du bietest damit spezialisierten Insekten einen Lebensraum, den sie in der modernen Landschaft kaum noch finden.
Vier gelbe Blätter für seltene Falter: Die Blutwurz belebt magere Gartenstellen.
Klicken hebt Verbindungen hervor · Nochmals klicken öffnet die Artenseite
Netzwerk wird geladen...
Nach aktuellen Bestäubungsdaten ist die Blutwurz eine Lebensader für zahlreiche Schmetterlinge, darunter spezialisierte Arten wie der Rote Würfel-Dickkopffalter (Spialia sertorius) oder der Kleine Feuerfalter (Lycaena phlaeas). Auch seltene Arten wie Muschampia tessellum besuchen die Blüten. Unter den Wildbienen fliegen die Aschgraue Sandbiene (Andrena cineraria) und die Rotbeinige Furchenbiene (Halictus rubicundus) die Pflanze gezielt an. Auch Käfer wie Athous subfuscus finden hier Nahrung. Die Ausbreitung der Art erfolgt effektiv über den Wind, da die Samen mit einem Gewicht von nur 0,2715 mg sehr leicht sind. So trägt sie zur natürlichen Vernetzung von Lebensräumen bei.
Die Blutwurz wird als nicht kindersicher eingestuft. Da die Pflanze, insbesondere der Wurzelstock, sehr viele Gerbstoffe enthält, sollten Kinder keine Teile davon verzehren, da dies zu Magenbeschwerden führen kann. Im Falle eines Falles erreichst du den Giftnotruf unter der Nummer 0228 19 240.
Licht
Halbschatten
Feuchtigkeit
Frisch (Mäßig feucht)
Boden
Schwachzehrer (Magerer Boden)
Blütezeit
—
Bodenreaktion
Mäßig sauer bis neutral
Bioregion
Continental
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.167 m
Morphologische Merkmale: TRY ID3 (CC BY 3.0) & TRY ID81 (CC BY)
Standort: Wähle einen Platz im Halbschatten, wo die Pflanze vor praller Mittagssonne geschützt ist.
Boden: Die Erde sollte mager (nährstoffarm) sein; die Blutwurz ist ein Schwachzehrer und benötigt keinen Dünger.
Feuchtigkeit: Halte den Boden frisch (mäßig feucht), aber vermeide stehendes Wasser.
Pflanzzeit: Setze die Jungpflanzen idealerweise im Frühling (März bis Mai) oder im Herbst (September bis November).
Wuchshöhe: Mit 0,17 m passt sie wunderbar in den Vordergrund von Beeten oder an Wegränder.
Pflege: Ein Rückschnitt ist nicht erforderlich; lass die Pflanze nach der Blüte einfach stehen.
Vermehrung: Die Vermehrung erfolgt über sehr leichte Samen, die der Wind verbreitet.
Gute Partnerin: Die Besenheide (Calluna vulgaris) ist eine ideale Begleiterin, da sie die gleichen nährstoffarmen Bodenverhältnisse schätzt und das ökologische Bild abrundet.
Die Blutwurz gehört zur Familie der Rosengewächse (Rosaceae) und ist eine in Mitteleuropa weit verbreitete, einheimische Art. Ihr natürlicher Lebensraum umfasst Magerwiesen (nährstoffarme Grasflächen), Heiden und lichte Wälder auf eher sauren Böden. Mit einer Wuchshöhe von exakt 0,17 m bleibt sie kompakt und krautig, verholzt also nicht. Eine morphologische Besonderheit ist ihr kräftiger Wurzelstock, der beim Anschneiden eine blutrote Farbe annimmt, was der Pflanze ihren Namen gab. Ihre Blätter sind meist dreizählig gefingert und sitzen direkt am Stängel, was sie von verwandten Arten unterscheidet.
1 Video zu Blutwurz

83 Arten interagieren mit dieser Pflanze
11 weitere Arten besuchen die Blüten
•Interaktionsdaten via GloBI (CC-BY 4.0)
•Middleton-Welling_2020
•Baden-Böhm F, App M, Thiele J (2022) — The FloRes Database: A floral resources trait database for pollinator habitat-assessment generated by a multistep workflow. Johann Heinrich von Thünen-Institut, Dryad, DOI: 10.5061/dryad.djh9w0w29 (CC0)
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•TRY Categorical Traits (ID3) — Kattge et al. (2012), DOI: 10.17871/TRY.3 (CC BY 3.0)
•TRY Global Spectrum (ID81) — Díaz et al. (2016/2021), DOI: 10.17871/TRY.81 (CC BY)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
Alle Daten sind CC BY 4.0, CC0 oder kompatibel lizenziert. Namensnennung gemäß Lizenzbedingungen. Vollständige Quellenübersicht →