Bild folgtKI-generierte IllustrationVaccinium uliginosum agg.
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Unverwechselbar ist die Rauschbeere (Vaccinium uliginosum agg.) durch ihre bläulich-bereiften, rundlichen Blätter und den sehr niedrigen, kompakt verholzten Wuchs. Dieser heimische Zwergstrauch ist ein Spezialist für saure Standorte und bietet Lebensraum für seltene Insektenarten wie den Heide-Gelbspanner (Pachycnemia hippocastanaria). Auch der Frühlings-Perlmutterfalter (Boloria euphrosyne) findet hier wertvolle Nahrung. Wenn du eine feuchte, kalkfreie Ecke im Garten hast, kannst du mit dieser Pflanze einen echten Beitrag zum Moorschutz leisten. Hast du schon einmal über ein kleines Moorbeet nachgedacht?
Kompakter Moorbewohner: Lebenswichtige Heimat für seltene Heide-Falter.
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Nach aktuellen Beobachtungen profitieren vor allem spezialisierte Falter von diesem Zwergstrauch. Die Raupen der Rotbraunen Waldrandeule (Mniotype adusta) und des Schlehenspanners (Angerona prunaria) nutzen die Blätter als Nahrungsgrundlage. Auch für den Heide-Gelbspanner (Pachycnemia hippocastanaria) ist sie eine wichtige Lebensstätte. Die leichten Samen mit einem Gewicht von nur 0,2143 mg werden durch den Wind verbreitet, dienen aber im Winter auch Vögeln wie der Schneeammer (Plectrophenax nivalis) als Futterquelle. Damit ist die Rauschbeere ein zentraler Baustein für die Biodiversität in Heide- und Moorbiotopen.
Die Rauschbeere wird als nicht kindersicher eingestuft. Der Verzehr der Beeren kann, vermutlich durch einen parasitischen Pilz, zu rauschähnlichen Zuständen und Übelkeit führen. Im Falle einer Aufnahme sollte zur Sicherheit der Giftnotruf unter 0228 19 240 kontaktiert werden.
Licht
—
Feuchtigkeit
—
Boden
—
Blütezeit
—
Bioregion
Continental
Wuchsform
Strauch
Verholzung
Verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Blattphänologie
Laubabwerfend
Pflanzenhöhe
0.173 m
Morphologische Merkmale: TRY ID3 (CC BY 3.0) & TRY ID81 (CC BY)
Wähle einen vollsonnigen bis halbschattigen Platz im Garten.
Der Boden muss zwingend sauer und kalkfrei sein; verwende bei Bedarf torffreie Spezialerde für Moorbeetpflanzen.
Pflanze die Rauschbeere im Frühling (März bis Mai) oder im Herbst bis zum ersten Frost.
Halte das Substrat gleichmäßig feucht, da sie an feuchte Moorstandorte angepasst ist.
Mit einer Wuchshöhe von 0,17 m benötigt sie kaum Platz, sollte aber nicht von hohen Stauden bedrängt werden.
Da sie verholzt, ist ein Rückschnitt normalerweise nicht nötig; sie wächst sehr langsam.
Eine Düngung ist nicht erforderlich, da sie an nährstoffarme Bedingungen angepasst ist.
Gute Partnerin: Die Gewöhnliche Moosbeere (Vaccinium oxycoccos) – sie hat die gleichen Standortansprüche und bildet mit ihr zusammen einen dichten, ökologisch wertvollen Bodenteppich.
Die Rauschbeere gehört zur Familie der Heidekrautgewächse (Ericaceae) und ist in den kühleren Regionen Deutschlands, Österreichs und der Schweiz heimisch. Ihr natürlicher Lebensraum sind Moore, Heiden und lichte Moorwälder auf extrem sauren Böden. Botanisch interessant ist ihre Mykorrhiza (ERM): Eine Symbiose (Lebensgemeinschaft) mit Bodenpilzen, die dem Strauch hilft, Nährstoffe in karger Umgebung aufzunehmen. Mit einer Wuchshöhe von genau 0,17 m bleibt sie ein winziger Strauch, dessen Zweige mit der Zeit stark verholzen und breitblättrige, feste Blätter tragen.
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21 Arten interagieren mit dieser Pflanze
31 Arten nutzen diese Pflanze als Wirt
6 weitere Arten besuchen die Blüten
•Interaktionsdaten via GloBI (CC-BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•TRY Categorical Traits (ID3) — Kattge et al. (2012), DOI: 10.17871/TRY.3 (CC BY 3.0)
•TRY Global Spectrum (ID81) — Díaz et al. (2016/2021), DOI: 10.17871/TRY.81 (CC BY)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
Alle Daten sind CC BY 4.0, CC0 oder kompatibel lizenziert. Namensnennung gemäß Lizenzbedingungen. Vollständige Quellenübersicht →