Bild folgtKI-generierte IllustrationAnthoxanthum nipponicum
Auch bekannt als: Anthoxanthum nipponicum
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Schon von weitem fällt das Alpen-Ruchgras durch seine goldgelb schimmernden, ährenartigen Rispen und den intensiven Duft nach frischem Heu auf, den es beim Trocknen verströmt. Dieses zierliche Süßgras ist eine wertvolle Bereicherung für naturnahe Gärten, da es als wichtige Raupennahrung und Futterquelle für spezialisierte Schmetterlinge wie den Spiegelfleck-Dickkopffalter (Heteropterus morpheus) dient. Die Pflanze ist ein unkomplizierter Begleiter für magere Wiesenstandorte und bringt alpine Natürlichkeit in deine Grünanlage. Durch seine frühe Blütezeit füllt es die Lücke im Gartenjahr, bevor die meisten Sommerblumen starten. Wenn du ein Stück Bergwiese und diesen charakteristischen Duft etablieren möchtest, ist dieses Gras genau richtig für dich.
Alpiner Duftzauber und Lebensretter für den Spiegelfleck-Dickkopffalter.
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Dieses Gras spielt eine entscheidende Rolle für die Artenvielfalt der Schmetterlinge. Nach aktuellen Bestäubungsdaten ist es eine lebenswichtige Futterpflanze für verschiedene Dickkopffalter, darunter der seltene Spiegelfleck-Dickkopffalter (Heteropterus morpheus) und der Gelbwürfelige Dickkopffalter (Carterocephalus silvicola). Auch der Rostfarbige Dickkopffalter (Ochlodes sylvanus) und der Buntfarbene Dickkopffalter (Carterocephalus palaemon) nutzen die Bestände intensiv. Eine Besonderheit ist die AM-Mykorrhiza (Symbiose mit Pilzen im Boden), die dem Gras hilft, Nährstoffe effizienter aufzunehmen und gleichzeitig die Bodenstruktur verbessert. Für Vögel bieten die reifen Samen im Spätsommer eine natürliche Nahrungsquelle.
Das Alpen-Ruchgras wird als nicht kindersicher eingestuft, da es Cumarin enthält. Dieser Stoff verleiht der Pflanze zwar ihren angenehmen Duft, kann aber bei Verzehr größerer Mengen Unwohlsein auslösen. Achte darauf, dass kleine Kinder keine Pflanzenteile kauen, und wende dich im Verdachtsfall an den Giftnotruf unter 0228 19 240.
Licht
—
Feuchtigkeit
—
Boden
—
Blütezeit
Mai – Aug
Wähle einen vollsonnigen bis halbschattigen Platz in deinem Garten aus.
Der Boden sollte durchlässig und eher nährstoffarm sein; mische bei Bedarf etwas Sand unter den Erdaushub.
Die beste Pflanzzeit ist im Frühling von März bis Mai oder im Herbst bis zum ersten Frost.
Halte beim Einsetzen einen Pflanzabstand von etwa 25 Zentimetern ein, damit sich die Horste gut ausbreiten können.
Gieße die Jungpflanzen in der Anwachsphase regelmäßig, danach ist das Gras sehr genügsam.
Eine Düngung ist nicht erforderlich, da die Pflanze an karge Standorte angepasst ist.
Lasse die Halme über den Winter stehen, um Insekten einen geschützten Rückzugsort zu bieten.
Die Vermehrung klappt am besten durch Teilung der Horste im zeitigen Frühjahr.
Gute Partnerin: Die Berg-Wohlverleih (Arnica montana) – beide teilen die Vorliebe für kalkarme, magere Böden und ergänzen sich optisch hervorragend.
Das Alpen-Ruchgras (Anthoxanthum nipponicum) ist ein Vertreter der Familie der Süßgräser (Poaceae) und gilt in der Region als indigen (einheimisch). Sein natürlicher Lebensraum umfasst vor allem montane und alpine Magerrasen (nährstoffarme, oft trockene Grasflächen) sowie Bergwiesen in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Morphologisch zeichnet es sich durch seinen lockeren, horstbildenden Wuchs und den hohen Gehalt an Cumarin aus, einem Pflanzenstoff, der für das typische Waldmeisteraroma verantwortlich ist. Im Gegensatz zu vielen anderen Gräsern blüht es bereits im späten Frühjahr und bildet kompakte, glänzende Blütenstände aus.
1 Video zu Alpen-Ruchgras

39 Arten interagieren mit dieser Pflanze
•Middleton-Welling_2020
•FloraWeb / BfN
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
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