Bild folgtKI-generierte IllustrationBriza media
Auch bekannt als: Briza media, Zittergras, Mittleres Zittergras
41
Arten
interagieren
49
Interaktionen
dokumentiert
1
Wirtsbeziehungen
Arten
Typisch für das Gewöhnliche Zittergras sind die herzförmigen Ährchen, die bei jedem Lufthauch an ihren hauchdünnen Stielen zittern. In deinem Garten sorgt dieses heimische Gras für eine wunderbare optische Leichtigkeit und dient gleichzeitig als wichtige Lebensgrundlage. Nach aktuellen Bestäubungsdaten profitieren Schmetterlinge wie der Spiegelfleck-Dickkopffalter (Heteropterus morpheus) oder der Bunte Dickkopffalter (Carterocephalus palaemon) direkt von seiner Anwesenheit. Es ist ein pflegeleichtes Juwel für eher nährstoffarme Standorte, das kaum Aufmerksamkeit verlangt. Du kannst mit dieser Art wenig falsch machen, solange du ihr einen Platz an der Sonne gönnst.
Filigraner Tanz im Wind: Ein Paradies für heimische Dickkopffalter.
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Als heimisches Gras spielt das Zittergras eine zentrale Rolle für unsere Schmetterlingswelt. Bestäubungsdaten zeigen, dass es gezielt von Arten wie dem Rostfarbigen Dickkopffalter (Ochlodes sylvanus) und dem Weißbindigen Wiesenvögelchen (Coenonympha iphis) aufgesucht wird. Auch der seltene Gelbwürfelige Dickkopffalter (Carterocephalus silvicola) nutzt das Gras als Lebensraum. Im Winter bieten die verbliebenen Samenstände eine wertvolle Nahrungsquelle für heimische Vögel. Da es eine indigene (einheimische) Art ist, fügt es sich perfekt in das lokale Ökosystem ein und unterstützt die Artenvielfalt deiner Region ohne großen Aufwand.
Es besteht keine Verwechslungsgefahr mit giftigen Arten. Die Pflanze selbst ist ungiftig, wird jedoch in Datenbanken als nicht uneingeschränkt kindersicher geführt. Dies liegt meist an den feinen Pflanzenteilen der Ährchen, die beim Verschlucken oder Einatmen die Schleimhäute reizen könnten. Im normalen Gartenalltag ist das Gras jedoch vollkommen harmlos.
Licht
—
Feuchtigkeit
—
Boden
—
Blütezeit
Mai – Sep
Bioregion
Continental
Wuchsform
Gras
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.36 m
Suche einen vollsonnigen Platz aus, damit das Gras seine Stabilität behält.
Der Boden sollte eher mager und kalkhaltig sein; zu viel Dünger schadet dem filigranen Wuchs.
Da es eine AM-Mykorrhiza (Symbiose mit Bodenpilzen) eingeht, ist zusätzliche Düngung überflüssig.
Die beste Pflanzzeit ist im Frühjahr von März bis Mai oder im Herbst bis Ende November.
Achte darauf, dass der Boden bei der Pflanzung offen und frostfrei ist.
Gieße in der Anwachsphase regelmäßig, danach ist das Gras sehr trockenheitsresistent.
Ein Rückschnitt erfolgt erst im späten Winter, um Überwinterungsplätze für Insekten zu erhalten.
Vermehren lässt es sich am einfachsten durch Teilung des Horstes im zeitigen Frühjahr.
Das Gras ist winterhart und benötigt keinen speziellen Schutz vor Frost.
Gute Partnerin: Die Gewöhnliche Schafgarbe (Achillea millefolium) – beide teilen die Vorliebe für trockene Standorte und ergänzen sich hervorragend in der Struktur.
Das Gewöhnliche Zittergras gehört zur Familie der Süßgräser (Poaceae) und ist in Deutschland, Österreich und der Schweiz weit verbreitet. Du findest es in der Natur vor allem auf Magerwiesen (nährstoffarme Grasländer) und in lichten Wäldern. Charakteristisch ist der horstartige Wuchs (büschelförmig wachsende Pflanze) mit schmalen, flachen Blättern. Die lockere Rispe (verzweigter Blütenstand) trägt die typischen, seitlich zusammengedrückten Ährchen, die oft violett-grün schimmern. Als Archäophyt (Pflanze, die vor 1492 eingeführt wurde oder bereits heimisch war) ist es fest in unserer Flora verwurzelt.
40 Arten interagieren mit dieser Pflanze
1 Arten nutzen diese Pflanze als Wirt
•Interaktionsdaten via GloBI (CC-BY 4.0)
•Middleton-Welling_2020
•FloraWeb / BfN
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Global Spectrum — Díaz et al. (2016), DOI: 10.1038/nature16489 (CC BY)
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