Bild folgtKI-generierte IllustrationBromus thominei
Auch bekannt als: Dünen-Trespe, Bromus hordeaceus subsp. thominei
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Arten
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dokumentiert
An ihren weich behaarten, kompakten Rispen (Blütenständen) lässt sich die Dünen-Trespe (Bromus thominei) sofort erkennen. Dieses zierliche Gras ist ein wertvoller Baustein für einen naturnahen Garten, da es spezialisierten Faltern wie dem Gelbwürfeligen Dickkopffalter (Carterocephalus palaemon) oder dem Rostfarbigen Dickkopffalter (Ochlodes sylvanus) als Lebensraum dient. In sandigen Ecken deines Gartens sorgt sie für eine natürliche Dynamik und unterstützt die Bodenbiologie. Wenn du eine Schwäche für die karge Schönheit von Küstenlandschaften hast, ist dieses heimische Gras genau das Richtige für dich. Trau dich ruhig an dieses Spezialgras heran, es ist pflegeleichter, als du denkst.
Küstenflair für Sandböden: Ein Paradies für seltene Dickkopffalter.
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Nach aktuellen Bestäubungsdaten ist die Dünen-Trespe eine wichtige Futterpflanze für verschiedene Schmetterlingsarten. Insbesondere Dickkopffalter wie der Spiegelfleck-Dickkopffalter (Heteropterus morpheus) und der Schwarzfleckige Golddickkopffalter (Carterocephalus silvicola) profitieren von diesem Gras. Auch Arten wie der Dunkle Dickkopffalter (Gegenes nostrodamus) oder Pelopidas thrax nutzen solche Gräser als Lebensraum. Im Winter bieten die verbliebenen Halme und Samen eine wertvolle Nahrungsquelle für kleine Singvögel, die die feinen Körner aus den Rispen picken. Durch die Mykorrhiza-Verbindung trägt sie zudem aktiv zur Vitalität des Bodenlebens in sandigen Gartenbereichen bei.
Bitte beachte, dass die Dünen-Trespe nicht als kindersicher eingestuft wird. Die feinen Grannen (borstenartige Fortsätze an den Samen) können bei Berührung oder Verschlucken Reizungen verursachen. Achte daher darauf, sie außerhalb der direkten Reichweite von spielenden Kleinkindern zu pflanzen. Im Zweifelsfall ist der Giftnotruf unter 0228 19 240 erreichbar.
Licht
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Feuchtigkeit
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Boden
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Blütezeit
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Bioregion
Continental
Wähle einen vollsonnigen Standort, da das Gras viel Licht für die gesunde Entwicklung benötigt.
Der Boden sollte sandig, gut durchlässig und eher nährstoffarm sein – Staunässe verträgt die Pflanze gar nicht.
Pflanzzeit Frühling: Setze junge Gräser am besten von März bis Mai aus.
Pflanzzeit Herbst: Auch im September oder Oktober kannst du noch pflanzen, solange der Boden offen ist.
Da die Art nicht als kindersicher gilt, platziere sie lieber im hinteren Bereich von Beeten oder in reinen Naturschutzecken.
Lasse die Samenstände im Herbst unbedingt stehen, damit sich die Pflanze durch Selbstaussaat erhalten kann.
Eine zusätzliche Düngung ist nicht nötig; das Gras ist perfekt an magere Bedingungen angepasst.
Gute Partnerin: Die Sand-Strohblume (Helichrysum arenarium) – sie teilt die Vorliebe für trockene Sandböden und ergänzt das Gras optisch wunderbar.
Die Dünen-Trespe gehört zur Familie der Süßgräser (Poaceae) und zur Gattung der Trespen (Bromus). In Deutschland ist sie vor allem in Küstenregionen heimisch, wo sie in Graudünen (festgelegte Dünen mit Humusschicht) oder auf sandigen Trockenrasen wächst. Typisch sind die dicht behaarten Blattscheiden und die gedrungenen, fast eiförmigen Blütenrispen. Als einjährige bis zweijährige Pflanze setzt sie auf Selbstaussaat, um ihren Platz im Garten zu behaupten. Ihre Wurzeln gehen eine Symbiose mit Mykorrhiza-Pilzen (AM-Typ, ein nützliches Pilzgeflecht) ein, was ihr hilft, in nährstoffarmen Böden zu überleben.
3 Videos zu Dünen-Trespe



39 Arten interagieren mit dieser Pflanze
•Middleton-Welling_2020
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
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