Bild folgtKI-generierte IllustrationColletes cunicularius (Linnaeus, 1761)
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Du erkennst die Frühlings-Seidenbiene an ihrem auffällig dicht behaarten, fuchsroten bis braunen Brustabschnitt und ihrer stattlichen Größe von etwa 11 bis 14 Millimetern, womit sie fast so groß wie eine Honigbiene wirkt. Als eine der ersten Wildbienen des Jahres bringt sie nur eine Generation pro Jahr hervor. Im April und Mai besucht sie zur Nahrungssuche vor allem heimische Weidenarten wie die Sal-Weide (Salix caprea), die Grau-Weide (Salix cinerea) oder die Korb-Weide (Salix viminalis). Auch am blühenden Apfel (Malus domestica) kannst du sie beobachten. Die Larven sind oligolektisch (auf wenige Pollenquellen spezialisiert) und ernähren sich ausschließlich von Pollen, den die Weibchen an der Sal-Weide oder der Bereiften Mandel-Weide (Salix pruinosa) sammeln. Den Winter übersteht das Tier bereits fertig entwickelt in einer Kältestarre (Zustand verlangsamter Lebensvorgänge) geschützt tief im Erdboden. Du kannst diese nützliche Art fördern, indem du heimische Weidengewächse pflanzt und offene, sandige Bodenstellen im Garten erhältst. Da sie ihre Nester in die Erde gräbt, solltest du solche Bereiche nicht umgraben, um die Brut nicht zu stören.
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Die Frühlings-Seidenbiene ist völlig harmlos und ein friedlicher Gartenbesucher. Sie besitzt zwar einen Stachel, nutzt diesen aber nicht zur Verteidigung gegenüber Menschen und kann die menschliche Haut kaum durchdringen. Als geschützte Wildbiene darf sie weder gefangen noch bekämpft werden; erfreue dich einfach an ihrer emsigen Bestäubungsarbeit.
Die Frühlings-Seidenbiene (Colletes cunicularius) gehört zur Familie der Seidenbienen (Colletidae) innerhalb der Ordnung der Hautflügler. Sie ist in Deutschland, Österreich und der Schweiz weit verbreitet und besiedelt bevorzugt sandige Lebensräume. Als solitäre (einzeln lebende) Wildbiene bildet sie keine Staaten, tritt aber oft in größeren Kolonien an geeigneten Nistplätzen auf. Von ähnlichen Arten unterscheidet sie sich durch ihre frühe Flugzeit ab April und das charakteristische, spitz zulaufende Gesicht. Mit ihrer Pelzbehaarung ist sie hervorragend an die kühlen Temperaturen des zeitigen Frühjahrs angepasst.
21 Pflanzen werden von dieser Art besucht
•EuPPollNet (Zenodo 10.5281/zenodo.14747448)
•Interaktionsdaten via GloBI (CC-BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
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