Bild folgtKI-generierte IllustrationSyringa vulgaris
Auch bekannt als: Gemeiner Flieder
64
Arten
interagieren
92
Interaktionen
dokumentiert
20
Wirtsbeziehungen
Arten
Schon von weitem fällt der Gewöhnliche Flieder (Syringa vulgaris) durch seine prachtvollen, kegelförmigen Blütenrispen in Violett oder Weiß und den intensiven, süßen Duft auf. Er ist eine unverzichtbare Bereicherung für den Naturgarten, da er als wichtige Kinderstube für spezialisierte Falter dient. Insbesondere die Raupen des Fliederspanners (Apeira syringaria) und des Nachtschwalbenschwanzes (Ourapteryx sambucaria) sind auf ihn angewiesen. Auch wenn er ursprünglich aus Südosteuropa stammt, ist er bei uns seit Jahrhunderten fester Bestandteil der Gartenkultur. Mit diesem Strauch tust du sowohl deiner Nase als auch der heimischen Insektenwelt einen großen Gefallen.
Duftender Mai-Klassiker und wertvolle Kinderstube für den Fliederspanner.
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Nach aktuellen Bestäubungsdaten ist der Flieder ein Magnet für zahlreiche Insekten. Besonders Tagfalter wie der Kleine Fuchs (Aglais urticae) und Nachtfalter wie der Ringelspinner besuchen die nektarreichen Blüten im Mai. Als Raupenfutterpflanze ist er essenziell für Arten wie den Schlehenspanner (Angerona prunaria) und den Fliederspanner (Apeira syringaria). Auch Wildbienen, darunter die Rotbeinige Furchenbiene (Halictus rubicundus), schätzen das Angebot. Die Ausbreitung der Samen erfolgt über kurze Distanzen, da die Diasporen (Ausbreitungseinheiten) mit rund 5,5 mg vergleichsweise schwer sind. So fördert der Flieder eine stabile Nahrungskette in deinem Garten.
Der Gewöhnliche Flieder wird als nicht kindersicher eingestuft, da der Verzehr von Pflanzenteilen zu Unwohlsein führen kann. Achte besonders bei kleinen Kindern darauf, dass keine Blätter oder Blüten verschluckt werden. Im Falle einer versehentlichen Aufnahme kontaktiere bitte den Giftnotruf unter 0228 19 240.
Licht
Halbschatten
Feuchtigkeit
Frisch (Mäßig feucht)
Boden
Mittelzehrer (Normaler Boden)
Blütezeit
Mai – Mai
Bodenreaktion
Mäßig sauer bis neutral
Bioregion
Continental
Nektarwert
1
Pollenwert
1
Wuchsform
Strauch/Baum
Verholzung
Verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Blattphänologie
Laubabwerfend
Pflanzenhöhe
5.012 m
Morphologische Merkmale: TRY ID3 (CC BY 3.0) & TRY ID81 (CC BY)
Lichtwert 7: Wähle einen vollsonnigen Platz, damit der Flieder reichlich Blüten ansetzt.
Feuchte 5: Der Boden sollte frisch, also mäßig feucht sein, wobei Staunässe unbedingt zu vermeiden ist.
Nährstoffwert 5: Ein normaler Gartenboden (Mittelzehrer) ohne übermäßige Düngung ist ideal.
pH-Wert 6: Er bevorzugt neutrale bis schwach saure Bodenverhältnisse.
Pflanzzeit: Setze den Strauch am besten im Frühjahr (März bis Mai) oder im Herbst (September bis November) in den Boden.
Wuchshöhe: Plane ausreichend Platz ein, da er exakt 5.01 m hoch werden kann.
Pflege: Ein Rückschnitt der verblühten Rispen fördert die Kraft für das nächste Jahr, ist aber kein Muss.
Gute Partnerin: Die Gewöhnliche Schafgarbe (Achillea millefolium) — sie teilt die Vorliebe für sonnige Standorte und bietet nach der Fliederblüte eine wertvolle Futterquelle für Insekten.
Der Gewöhnliche Flieder gehört zur Familie der Ölbaumgewächse (Oleaceae) und ist in Deutschland, Österreich sowie der Schweiz weit verbreitet. In der Natur besiedelt er bevorzugt lichte Standorte wie Waldränder oder Gebüsche, wobei er als thermophile (wärmeliebende) Art sonnige Plätze schätzt. Er wächst als kräftiger Strauch oder kleiner Baum und erreicht eine präzise Wuchshöhe von 5.01 m. Seine herzförmigen, glatten Blätter haben eine Fläche von etwa 2400 mm² und sind gegenständig angeordnet, was ihn auch ohne Blüten leicht erkennbar macht.
1 Video zu Gewöhnlicher Flieder

36 Arten interagieren mit dieser Pflanze
20 Arten nutzen diese Pflanze als Wirt
8 weitere Arten besuchen die Blüten
•DoPI - Database of Pollinator Interactions (UK)
•EuPPollNet (Zenodo 10.5281/zenodo.14747448)
•Cook et al. (2025) UK Butterfly & Moth Traits (DOI: 10.5285/dbc7cc17-cbbd-49dd-bab4-8e8855768d66)
•Interaktionsdaten via GloBI (CC-BY 4.0)
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•EuPPollNet — Kuppler et al. (2025), DOI: 10.1111/geb.70000 (CC BY 4.0)
•Database of Pollinator Interactions (DoPI) — Pocock et al. (2022), DOI: 10.1002/ecy.3801 (CC BY)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•TRY Categorical Traits (ID3) — Kattge et al. (2012), DOI: 10.17871/TRY.3 (CC BY 3.0)
•TRY Global Spectrum (ID81) — Díaz et al. (2016/2021), DOI: 10.17871/TRY.81 (CC BY)
•Checklist Alien Plants Belgium — Verloove F (2023), Botanic Garden Meise (CC BY 4.0)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
Alle Daten sind CC BY 4.0, CC0 oder kompatibel lizenziert. Namensnennung gemäß Lizenzbedingungen. Vollständige Quellenübersicht →